Schlagwort: Kanalsanierung

  • Stadt investiert 1,1 Millionen Euro in neue Kanalmaßnahme Harpener Straße

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    11.06.2026Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschussnoch nicht beraten
    18.06.2026Ratnoch nicht beraten

    Die Stadt benötigt außerplanmäßig 1,1 Millionen Euro für die Erneuerung der Abwasserinfrastruktur in der Harpener Straße. Die über 100 Jahre alte „Abwassertreppe“ verursacht Umweltprobleme durch austretendes Schmutzwasser.

    Defekte Abwasseranlage aus dem Jahr 1920

    Die im Jahr 1920 erbaute „Abwassertreppe“ in der Harpener Straße entspricht nicht mehr den heutigen technischen Standards. Bei Regen tritt regelmäßig verdünntes Schmutzwasser über die Grabenufer und versickert im Untergrund. Die defekte Anlage leitet Mischwasser über einen offenen Graben parallel zur Deutschen Bahn ab, bevor es über eine Verrohrung unter den Gleisen dem Mischwassersammler in der Josef-Neuberger-Straße zugeführt wird.

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    Neuer Mischwasserkanal geplant

    Um den umweltrelevanten Missstand zu beseitigen, soll ein neuer Mischwasserkanal DN 800 auf etwa 200 Meter Länge errichtet werden. Der Kanal wird in geschlossener Bauweise neu erstellt. Zusätzlich werden zwei neue Fertigteilschächte in der Start- und Zielbaugrube errichtet.

    Rechtliche Verpflichtung zur schnellen Umsetzung

    Die Stadt ist gemäß Landeswassergesetz NRW und Wasserhaushaltsgesetz zur ordnungsgemäßen Abwasserbeseitigung verpflichtet. Da das austretende Mischwasser die Umwelt belastet und weitere Schäden nicht absehbar sind, stuft die Verwaltung die Maßnahme als zeitlich unabweisbar ein.

    Finanzierung durch Umschichtung im Tiefbauamt

    Die benötigten 1,1 Millionen Euro werden durch eine Umschichtung innerhalb der Produktgruppe Abwasserbeseitigung des Tiefbauamts finanziert. Deckungsmittel stehen aus der Maßnahme Aschenbruch/Parkstraße zur Verfügung, die sich aufgrund von Planungsverzögerungen auf die Jahre 2027-2028 verschiebt.

    Folgekosten und Zinslast

    Bei einem Zinssatz von 3,67 Prozent entstehen jährliche Zinskosten von durchschnittlich 21.000 Euro über 30 Jahre. Die jährlichen Unterhaltungskosten belaufen sich auf etwa 33.000 Euro, was drei Prozent der Bausumme entspricht. Diese werden über das reguläre Budget des Tiefbauamts gedeckt.

    Die Vorlage wird am 11. Juni 2026 im Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss vorberaten und am 18. Juni 2026 im Rat entschieden.

  • Kanalsanierung Stolzestraße erhält Zustimmung trotz höherer Kosten

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    21.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Mittenoch nicht beraten

    Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte soll der Kanalsanierung in der Stolzestraße zustimmen. Die Gesamtkosten des bereits 2025 beschlossenen Projekts sind auf 4,2 Millionen Euro gestiegen. Die zusätzlichen Mittel werden durch Umschichtungen aus anderen Kanalprojekten bereitgestellt.

    Projekt bereits 2025 beschlossen

    Die Kanalsanierung in der Stolzestraße zwischen Arnikastraße und Hugo-Scholz-Straße war bereits am 15. Mai 2025 in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte vorgestellt und beschlossen worden. Mit der neuen Vorlage soll nun die geänderte finanzielle Auswirkung der Maßnahme dargestellt werden.

    Die vorhandenen Steinzeugrohre weisen laut Verwaltung extreme Deformationen und Scherbenbildungen auf. Diese Schäden beeinflussen das tragende Rohr-/Bodensystem stark, sodass die Gefahr von Tagesbrüchen besteht.

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    Modifiziertes System mit drei Haltungen

    Im Verlauf der Planung wurden umfassende Variantenvergleiche durchgeführt, um die Anforderungen des Regenwasserbeseitigungskonzepts 2021 zu erfüllen. Ziel war die Entwicklung eines schadstoffdifferenzierten Entwässerungssystems zur Reduzierung der Umweltbelastung.

    Basierend auf der Analyse der Rahmenbedingungen wird ein modifiziertes Mischsystem mit drei Haltungen erstellt. Dieses System soll einen platzsparenden und effizienten Bauablauf gewährleisten, der den Eingriff in den Straßenkörper minimiert und die Belastung für die Anwohner so gering wie möglich hält.

    Finanzierung durch Umschichtungen

    Die Gesamtkosten betragen rund 4,2 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer. Von den bereits für 2026 und 2027 bereitstehenden 740.000 Euro werden zusätzlich 3,46 Millionen Euro benötigt.

    Die darüber hinaus benötigten Mittel werden 2026 mittels Umschichtung im Profit Center 5304 bereitgestellt. Die Deckung erfolgt aus folgenden PSP-Elementen:

    • Elsa-Brändström-Straße Kanal: 260.000 Euro
    • Graf-Engelbert-Straße Kanal: 830.000 Euro
    • Freudenbergstraße Kanal: 640.000 Euro
    • Wibbeltstraße Kanal: 620.000 Euro
    • Hohe Eiche Kanal: 630.000 Euro
    • Hohe Eiche (Dördelstraße): 480.000 Euro

    Alle genannten Maßnahmen zur Deckung verschieben sich aufgrund neuer Priorisierungen in spätere Jahre.

    Langfristige Folgelasten

    Der jährliche Abschreibungsaufwand beläuft sich bei einer Nutzungsdauer von 80 Jahren auf 52.500 Euro. Bei einem aktuellen Zinssatz von rund 3,67 Prozent belaufen sich der anfängliche jährliche Zinsaufwand auf 154.000 Euro sowie der durchschnittliche jährliche Zinsaufwand über 30 Jahre auf 80.000 Euro.

    Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte soll am 21. Mai 2026 über die Vorlage entscheiden.

  • Kanalsanierung mittels GFK-Liner in der Straße im Breien geplant

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    06.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Ostnoch nicht beraten

    Die Bezirksvertretung Bochum-Ost soll über eine Kanalsanierungsmaßnahme in der Straße im Breien entscheiden. Drei Kanalhaltungen müssen aufgrund baulicher Schäden in geschlossener Bauweise saniert werden.

    Sofortiger Sanierungsbedarf festgestellt

    Die im Rahmen der Selbstüberwachungsverordnung Abwasser durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass die betroffenen Haltungen die Zustandsklassen 0 bis 1 nach DWA M 149.3 aufweisen und somit sofort instand zu setzen sind.

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    Umfang der Sanierungsarbeiten

    Der zu sanierende Kanal umfasst den vorhandenen Mischwasserkanal DN 300 vom Schacht 186 bis Schacht 198. Insgesamt sollen Haltungen mit einer Gesamtlänge von etwa 180 Metern in geschlossener Bauweise saniert werden.

    Zeitplan und Verkehrsauswirkungen

    Mit der Baumaßnahme soll im 3. Quartal 2025 begonnen werden. Die Bauzeit beträgt etwa zwei Wochen. Während der Arbeiten sind Halteverbote im Bereich der Baufahrzeuge erforderlich.

    Kosten und Finanzierung

    Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 50.000 Euro einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die erforderlichen Mittel sind im Haushaltsplan 2026 auf dem PSP-Element 6.0000341.5304.500.001 Renovation eingeplant.

    Folgekosten der Investition

    Der jährliche Abschreibungsaufwand beläuft sich bei einer Nutzungsdauer von 80 Jahren auf 625 Euro. Bei einem aktuellen Zinssatz von etwa 3,6 Prozent entstehen ein anfänglicher jährlicher Zinsaufwand von 2.000 Euro sowie ein durchschnittlicher jährlicher Zinsaufwand über 30 Jahre von 1.000 Euro.

    Die Bezirksvertretung Bochum-Ost entscheidet am 6. Mai 2026 über die Zustimmung zu dem Sanierungsplan der Verwaltung.