Schlagwort: Sportpark

  • Sportpark Feldmark: Modernisierung der Radsportstrecke geplant

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    29.05.2026Ausschuss für Sport, Bewegung und Freizeitnoch nicht beraten

    Die Stadt entwickelt die bestehende Rennradtrainingsstrecke „Walter-Lohmann-Ring“ im Bezirk Bochum Ost zu einem multifunktionalen Outdoor-Sportareal weiter. Je nach verfügbarem Finanzierungsrahmen sind unterschiedliche Ausbaustufen vorgesehen.

    Aktueller Zustand der Anlage

    Die Sportanlage Feldmark verfügt derzeit über eine asphaltierte Radsportstrecke ohne ergänzende Infrastruktur. Aufenthalts-, Funktions- und barrierefreie Bereiche fehlen vollständig. Die Anlage wird hauptsächlich von einem Mountainbikeverein genutzt. Durch die Entwicklung des Ostparks ist eine steigende Nachfrage nach wohnortnahen Bewegungsflächen zu erwarten.

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Projektkonzept und Ziele

    Das Projekt Sportpark Feldmark sieht die Weiterentwicklung zu einem frei zugänglichen, multifunktionalen Outdoor-Sportareal vor. Ziel ist die Schaffung eines nutzungsflexiblen Bewegungsraums für verschiedene Bevölkerungsgruppen unter Berücksichtigung von Barrierefreiheit, Nachhaltigkeit und quartiersbezogenen Anforderungen.

    Drei Planungsvarianten je nach Finanzierung

    Vollausbau mit Projektförderung

    Für diese Variante wurde ein Antrag im Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS)“ gestellt. Der vollständige Ausbau würde umfassen:

    • Ausweitung der MTB-Area mit Trail-Modulen, Hindernissen und Streckenelementen
    • Zusätzliche Trail-Parcours-Ausstattungen und erweiterte Pumptrack-Elemente
    • Sportboxen als digitale Ausleiheinheiten sowie Fitnessgeräte
    • Erweiterte technische Anlagen (Entwässerung, Versickerung, Beleuchtung, elektrische Infrastruktur)
    • Größerer Umfang an befestigten Wegen, Plätzen und Aufenthaltsbereichen
    • Zusätzliche Einbauten wie Bänke, Abstellanlagen und Informationselemente
    • Einen Spielplatz
    • Eine überdachte Multifunktionsfläche
    • Ein Sportheim mit Funktionsräumen, Kursräumen, Sanitäranlagen und Rad-Café
    • Lagerräume und Fahrrad-Waschplatz

    Basisvariante ohne zusätzliche Förderung

    Diese Variante beschränkt sich auf den funktionalen Kern:

    • Flächenbezogene Herstellung der Cross-Country-Anlage
    • Flächenbezogene Herstellung des Pumptracks
    • Ein einzelnes Fitnessgerät der Basisausstattung
    • Technische Anlagen in reduzierter Ausführung
    • Einfache Wege- und Platzbefestigungen ohne zusätzliche Aufenthaltsmodule
    • Nur notwendige Einfriedungen und minimale Einbauten

    Bereits gesicherte Maßnahmen

    Unabhängig von der Förderentscheidung stehen bestimmte Maßnahmen fest, für die bereits eine Förderung von 500.000 Euro aus dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ erhalten wurde:

    • Vorbereitende Erschließungsmaßnahmen (Abwasser, Wasser, Strom, Zisterne)
    • Erdbauarbeiten und Baureifmachung für Pumptrack und MTB-Area
    • Teilsanierung der bestehenden Asphaltstrecke
    • Einfriedung der Gesamtanlage
    • Projektbezogene Kommunikation sowie Planungs- und Steuerungsleistungen

    Umsetzung in Bauabschnitten

    Die Realisierung erfolgt über planungsrechtliche Sicherungen, konzeptionelle Vorbereitungen und aufeinanderfolgende Bauabschnitte. Diese bestehen aus Erschließungsmaßnahmen, der Herstellung von Sport- und Bewegungsflächen sowie dem Bau der zugehörigen Infrastruktur.

    Der Ausschuss für Sport, Bewegung und Freizeit nimmt die Mitteilung der Verwaltung am 29. Mai 2026 zur Kenntnis.

  • Sportpark Feldmark: Bebauungsplan für erweiterte Radsportanlage beschlossen

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    06.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Ostnoch nicht beraten
    03.06.2026Ausschuss für Planung und Grundstückenoch nicht beraten
    11.06.2026Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschussnoch nicht beraten
    18.06.2026Ratnoch nicht beraten

    Die Stadt hat den Bebauungsplan Nr. 1027 für den Sportpark Feldmark als Satzung beschlossen. Das 6,8 Hektar große Areal südlich der Straße Feldmark soll von einer reinen Radsportstrecke zu einem vielfältigen Sportpark mit naturnahen und urbanen Angeboten ausgebaut werden.

    Vielfältiges Sportangebot geplant

    Der Sportpark Feldmark ist Teil des Gesamtprojekts „OSTPARK – Neues Wohnen“, bei dem in den nächsten Jahren rund 1.300 neue Wohneinheiten in Altenbochum und Laer entstehen. Die vorhandene Radsportstrecke „Walter-Lohmann-Ring“ soll erheblich erweitert werden.

    Geplant sind:

    • Ausbau der bestehenden Rennradstrecke
    • Erweiterung des Trial-Parcours mit künstlichen und natürlichen Hindernissen zur Fahrtechnikschulung
    • Verbesserung der Mountainbike-Strecke
    • Neuer Pumptrack als asphaltierte, wellenartige Rundstrecke
    • Multifunktionsgebäude im nördlichen Bereich
    • Weitere Spiel- und Sportflächen, unter anderem für Calisthenics

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Planungsrechtliche Grundlagen geschaffen

    Das Plangebiet umfasst die Flächen der ehemaligen Stadtgärtnerei mit Baumschule und wird als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Sportpark festgesetzt. Ein U-förmiger Bereich um die zentrale Fläche erhält Bindungen für Bepflanzungen, um den vorhandenen Gehölzbestand weitgehend zu erhalten.

    Der bisher gültige Bebauungsplan Nr. 324 „Ölbachtal, Teilgebiet Bochum II“ setzte für diesen Bereich landwirtschaftliche Flächen fest, was die geplante Sportparknutzung nicht zuließ.

    Ausgleichsmaßnahmen erforderlich

    Da das gesamte Plangebiet als Wald im Sinne des Gesetzes eingestuft wird, führt die Festsetzung als öffentliche Grünfläche zu einem forstrechtlichen Ausgleichsbedarf von 121.711 Quadratmetern. Dieser wird durch Erstaufforstungsmaßnahmen im Münsterland ausgeglichen.

    Zusätzlich entstehen durch die Neuversiegelung von Flächen Eingriffe in Natur und Landschaft, die einen Kompensationsbedarf von 38.910 Ökopunkten zur Folge haben. Auch dieser Ausgleich erfolgt durch externe Aufforstungsmaßnahmen.

    Keine erheblichen Verkehrs- oder Lärmbelastungen

    Verkehrsuntersuchungen ergaben, dass die prognostizierten Verkehrsbelastungen sowohl werktags als auch an Wochenenden mit sehr guter Qualität des Verkehrsablaufs bewältigt werden können. Schalltechnische Untersuchungen zeigen, dass weder durch zusätzlichen Verkehrslärm noch durch Sportlärm erhebliche Beeinträchtigungen zu erwarten sind.

    Beratungsfolge und Präsentation

    Der Bebauungsplan durchlief zunächst die Bezirksvertretung Bochum-Ost zur Anhörung, anschließend den Ausschuss für Planung und Grundstücke sowie den Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss zur Vorberatung. Der Rat fasste am 18. Juni 2026 den endgültigen Satzungsbeschluss.

    Das Projekt soll zusammen mit dem gesamten OSTPARK im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 präsentiert werden.

  • AfD fragt nach Kosten für Ausgleichsflächen bei Sportpark Feldmark

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    19.03.2026RatDie Anfrage wird schriftlich beantwortet.

    Die AfD-Ratsfraktion hinterfragt die Wirtschaftlichkeit des geplanten Sportparks Feldmark. Angesichts von 2,6 Millionen Euro für Ausgleichsflächen im Münsterland und einem Grundsteuerdefizit von 10 Millionen Euro fordert Christian Loose ein Überdenken des Projekts.

    Hohe Kosten für wenige Bäume

    Christian Loose von der AfD-Ratsfraktion bezieht sich in seiner Anfrage auf die Verwaltungsantwort zur Vorlage Nr. 20260474. Aus dieser geht hervor, dass für die Realisierung der Mountainbike-Strecke und des kleinen Sportparks 2,6 Millionen Euro für Ausgleichsflächen im Münsterland veranschlagt sind. Grund dafür sind 34 gefällte Bäume und einige Brombeersträucher, die dem Bebauungsplan Nr. 1027 weichen mussten.

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Projekt-Überprüfung gefordert

    Vor dem Hintergrund der von Frau Dr. Hubbert genannten 10 Millionen Euro, die bei der Grundsteuer fehlen, stellt Loose die Verhältnismäßigkeit des Projekts in Frage. Er möchte von der Verwaltung wissen, ob angesichts der ursprünglich nicht bekannten hohen Ausgleichskosten eine Überprüfung oder Änderung des Projekts in Betracht gezogen wird.

    Die Anfrage macht deutlich, dass die erheblichen Kosten für den forstrechtlichen Ausgleich bei der ursprünglichen Entscheidung nicht vorlagen und nun die Wirtschaftlichkeit des gesamten Vorhabens in Frage stellen.