Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 18.11.2025 | Bezirksvertretung Bochum-Süd | Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen. |
Die Birkenblättrige Birne an der Straße Beerenhang in Bochum-Süd ist abgestorben und wird noch in diesem Winter entfernt. Ein Borkenkäferbefall in Kombination mit Trockenstress hat den 2006 gepflanzten Baum irreparabel geschädigt.
Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD in der Bezirksvertretung Süd hatten den Zustand des Baumes zum Thema gemacht, nachdem Anwohner sich vergeblich um einen Bewässerungssack bemüht hatten. Der Technische Betrieb hat den Baum daraufhin außerordentlich untersucht.
Borkenkäfer zerstörte Wachstumsschicht
Laut Verwaltung führten mehrere Faktoren zum Absterben: Die aufeinanderfolgenden Trockenjahre schwächten den Baum, wodurch er anfällig für Schädlinge wurde. Bei der Sonderprüfung stellten die Fachleute einen massiven Borkenkäferbefall fest. Die Larven hatten das Kambium – die Wachstumsschicht unter der Rinde – großflächig zerstört.
Bei der regulären Baumkontrolle im April 2024 war lediglich eine rückläufige Vitalität aufgefallen. Die Fällung erfolgt nun in der Winterperiode außerhalb der Vogelschutzzeit. Ein Ersatzbaum soll im Frühjahr oder Herbst 2026 gepflanzt werden.
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Die Verwaltung erläuterte auch, warum die Anfrage der Anwohner nach einem Bewässerungssack abgelehnt wurde: Nach geltenden Regelwerken werden neu gepflanzte Bäume nur in den ersten sechs Jahren bewässert – zunächst durch die ausführende Firma, danach durch den Technischen Betrieb. Eine längere Bewässerung sei personell und finanziell nicht darstellbar.
Der Baum am Beerenhang stand bereits seit 19 Jahren. Vermutlich hätte auch ein Bewässerungssack das Absterben nicht verhindert, so die Einschätzung der Verwaltung.
Gieß-Patenschaften als Kooperationsangebot
Wer sich für städtische Bäume engagieren möchte, kann über das Umwelt- und Grünflächenamt eine Gieß-Patenschaft übernehmen. Informationen dazu finden sich auf der städtischen Homepage. Die Verwaltung begrüßt ausdrücklich die Eigeninitiative von Bürgerinnen und Bürgern bei der Bewässerung.
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