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Raummangel im Schulzentrum Bochum-Nord: Verwaltung bestätigt Engpässe

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Beratungsfolge

DatumGremiumErgebnis
14.01.2026Ausschuss für Schule und BildungDie Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

Die Stadtverwaltung räumt ein, dass die ursprünglich geplante Anzahl von Klassenräumen im neuen Schulzentrum Bochum-Nord nicht mehr ausreicht. Für das Heinrich-von-Kleist-Gymnasium und die Anne-Frank-Realschule müssen zusätzliche Lösungen gefunden werden.

In ihrer Antwort auf eine Anfrage der CDU-Fraktion bestätigt die Verwaltung, dass die 2019 geplanten Raumkapazitäten des Schulzentrums Bochum-Nord den aktuellen Bedarf nicht mehr decken. Die damals nach der Kölner Schulbauleitlinie von 2009 kalkulierte Raumanzahl sei „inzwischen nicht mehr ausreichend“.

Geplante Raumaufteilung bleibt bestehen

Für das Heinrich-von-Kleist-Gymnasium sind weiterhin 32 allgemeine Unterrichtsräume und für die Anne-Frank-Realschule 27 allgemeine Unterrichtsräume im Neubau vorgesehen. Diese Räume sollen auch realisiert werden. Allerdings wurden bereits Kürzungen vorgenommen: Die Stadtteilbibliothek wurde ohne Flächenkompensation integriert und zwei Internationale Klassen gestrichen. Die verbleibenden zwei Internationalen Klassen wurden in kleinere Räume des Erdgeschosses verlegt, die mit 50 Quadratmetern zu klein für eine multifunktionale Nutzung sind.

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Zusätzliche Räume außerhalb des Hauptgebäudes

Um den gestiegenen Raumbedarf zu decken, sollen Unterrichtsräume außerhalb des eigentlichen Neubaus entstehen. Das Heinrich-von-Kleist-Gymnasium soll zusätzlich vier Räume im sogenannten „Spanischen Pavillon“ nutzen. Drei weitere Räume sind im Bereich der geplanten Dreifachsporthalle vorgesehen – sowohl für die Schulen als auch für das zdi-Netzwerk.

ZDI-Netzwerk wird ausgelagert

Das IST.Bochum.NRW (Innovationszentrum Schule-Technik) und die Geschäftsstelle des zdi-Netzwerkes sollten ursprünglich einen Seminarraum, einen Technikraum, ein Lego-Education-Center sowie drei Büroräume im Neubau erhalten. Aufgrund der angespannten Raumsituation wird für das zdi-Netzwerk eine alternative Unterbringung gesucht, damit die Räume den Schulen zur Verfügung gestellt werden können.

Fertigstellung der Sporthalle erst 2032

Die drei zusätzlichen Räume über der neuen Dreifachsporthalle werden voraussichtlich erst 2032 zur Verfügung stehen. Bis dahin soll der Raumbedarf durch die temporäre Auslagerung des zdi-Netzwerks gedeckt werden. Zudem werde das Heinrich-von-Kleist-Gymnasium nicht durchgehend vierzügig geführt, sodass Raumkapazitäten verfügbar seien.

Teilerhalt des alten Gebäudes unwirtschaftlich

Auf die Frage nach einem möglichen Teilerhalt des westlichen Baukörpers des alten Schulzentrums antwortet die Verwaltung mit einem klaren Nein. Der Aufwand sei „wirtschaftlich nicht vertretbar“. Neben umfangreichen Planungen und Genehmigungsverfahren wären auch neue Strom- und Fernwärmeversorgungen erforderlich. Zudem würde ein Teilerhalt die geplante Nutzung des Areals für Sporthalle, Grünflächen und ein mögliches Schwimmbecken behindern.

Kontinuierlicher Abstimmungsprozess

Die Verwaltung verweist auf die Komplexität langjähriger Schulbauprojekte, bei denen Planungsprozesse „naturgemäß einer kontinuierlichen Weiterentwicklung“ unterliegen. Seit Inkrafttreten der Bochumer Schulbauleitlinie plane man mit anderen Flächen als zu Beginn der Planungsphasen. Alle Beteiligten befänden sich in einem „kontinuierlichen engen Abstimmungsprozess“.

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