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CDU-Fraktion will Grillen in Parks stärker regulieren

Beratungsfolge

DatumGremiumErgebnis
23.04.2026Bezirksvertretung Bochum-Mittenoch nicht beraten

Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Mitte hat einen Änderungsantrag zum Umgang mit dem Grillen in öffentlichen Park- und Grünanlagen vorgelegt. Das sogenannte „Powergrillen“ größerer Gruppen soll unterbunden und auf ausgewiesene Flächen konzentriert werden.

Grundsätzliches Grillverbot mit Ausnahmen

Die CDU-Fraktion schlägt vor, das Grillen in öffentlichen Park- und Grünanlagen im Stadtbezirk Mitte grundsätzlich zu untersagen. Als Ausnahme sollen zusätzlich zum bereits bestehenden Bereich im Westpark vier weitere Grünanlagen als Grillflächen ausgewiesen werden:

    • „Auf der Heide“
    • „Volkspark Hamme“
    • „Zechenberg“ (Hüller-Bach-Str./Hannover Str.)
    • „Schmechtingswiese“

Die Verwaltung soll geeignete Flächen identifizieren und diese auf maximal 10 bis 15 Prozent der jeweiligen Grün- bzw. Wiesenfläche begrenzen. Dabei sind örtliche Gegebenheiten wie Nutzungskonflikte, Brandschutz, Immissionsschutz und Anwohnerbelange zu berücksichtigen.

Infrastruktur und digitale Anmeldung geplant

Voraussetzung für die Freigabe der Grillflächen ist eine entsprechende Ausstattung. Dazu gehören:

    • Ausreichende Anzahl von Grillaschebehältern und Abfallbehältern am Rand der Grillflächen
    • Ein in zumutbarer Entfernung erreichbares öffentliches WC (zumindest von März bis Oktober)

Zusätzlich soll geprüft werden, ob eine digitale Anmeldung über ein Portal der BochumApp als Nutzungsvoraussetzung eingeführt werden kann. Dies würde der Verwaltung ermöglichen, Nutzer bei Bedarf zu kontaktieren und über die Belegung der Flächen zu informieren.

„Powergrillen“ als wachsendes Problem

In ihrer Begründung beschreibt die CDU-Fraktion eine deutliche Zunahme der Grillnutzung in öffentlichen Anlagen. Problematisch sei vor allem das sogenannte „Powergrillen“, bei dem größere Personengruppen mit umfangreicher Ausrüstung über längere Zeiträume grillen. Dies führe zu Nutzungskonflikten mit anderen Parkbesuchern und Anwohnern.

Als zentrale Probleme nennt die Fraktion:

    • Zunehmende Vermüllung durch Einweggrills, Verpackungen und Lebensmittelreste
    • Befahren der Grünanlagen mit Kraftfahrzeugen zum Transport von Grillutensilien
    • Schäden an Wegen und Rasenflächen
    • Beeinträchtigung anderer Nutzungen wie Sport und Erholung
    • Belastungen für Anwohner durch Rauch, Lärm und nächtliche Aufenthalte

Ausgleich verschiedener Interessen angestrebt

Die CDU-Fraktion betont, dass die Grünanlagen im Stadtbezirk Mitte vielfältigen Nutzungsinteressen dienen. Sie werden für sportliche Aktivitäten, als Aufenthalts- und Erholungsräume sowie von Familien genutzt. Ziel des Antrags sei es, „die berechtigten Freizeitinteressen der Bevölkerung mit den Anforderungen an Sicherheit, Sauberkeit, Rücksichtnahme und den Schutz der Grünanlagen in einen angemessenen und dauerhaft tragfähigen Ausgleich zu bringen“.

Die Verwaltung soll die identifizierten Flächen samt Kostenschätzung für Einrichtung, Unterhaltung und Reinigung der Bezirksvertretung zur Beratung vorlegen. Der Antrag wird in der Sitzung am 23. April 2026 behandelt.

Unterlagen

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