Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 21.05.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Mitte | noch nicht beraten |
Die Stadt Bochum will einen Trampelpfad zwischen der Kleingartenanlage „Auf der Prinz“ und dem Hauptfriedhof nicht ausbauen, sondern dauerhaft sperren. Die Verwaltung sieht keine funktionale Notwendigkeit für die Verbindung und befürchtet negative Auswirkungen auf Sicherheit und Entwässerung.
Ausgangslage und Bürgerbeschwerden
Im Bereich zwischen der Kleingartenanlage „Auf der Prinz“ und dem Hauptfriedhof besteht ein Trampelpfad, der bei Nässe regelmäßig verschlammt. Nach einer Bürgerbeschwerden führte Bezirksbürgermeisterin Menke ein Gespräch zu dem Thema. Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte hatte zunächst Bereitschaft signalisiert, Haushaltsmittel für einen möglichen Ausbau bereitzustellen.
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Jetzt abonnierenVerwaltung sieht keinen funktionalen Bedarf
Nach der fachlichen Prüfung lehnt die Verwaltung einen Ausbau jedoch ab. Sie argumentiert, dass der Trampelpfad weder erforderlich noch planungsrechtlich vorgesehen sei. Eine wesentliche Erschließungs- oder Verbindungsfunktion bestehe nicht:
- Der Trampelpfad stelle keine notwendige Verbindung zum Friedhof dar
- Für die Kleingartenanlage ergebe sich ebenfalls kein funktionaler Bedarf
- Gleichwertige Wegeverbindungen für Fußgänger bestünden über das vorhandene Wegenetz des Hauptfriedhofs
Der Stadtverband der Kleingärtner habe schriftlich erklärt, dass eine Schließung des Trampelpfades gewünscht wird.
Sicherheitsbedenken wegen Radverkehr
Die Verwaltung stellt fest, dass der Pfad überwiegend von Radfahrenden genutzt wird, obwohl das Radfahren sowohl in der Kleingartenanlage als auch auf dem Friedhof nicht zulässig ist. Der Erschließungsweg innerhalb der Kleingartenanlage weise ein starkes Gefälle auf, wodurch Radfahrende hohe Geschwindigkeiten erreichten. Dies stelle eine Gefährdung für Kleingärtner und insbesondere Kinder dar.
Zudem erleichtere die Verbindung unerwünschte Querungen zwischen Friedhof und Kleingartenanlage. Aus der Kleingartensiedlung sei berichtet worden, dass es über den Trampelpfad wiederholt zu Einbrüchen in die Parzellen gekommen sei.
Entwässerungsprobleme befürchtet
Ein weiteres Argument gegen den Ausbau sind die Entwässerungsaspekte. Bei Stark- und Dauerregen sammle sich bereits heute auf dem Verbindungsweg unter dem Oviedo-Ring Oberflächenwasser in erheblichem Umfang. Die Unterführung sei dann zeitweise nur eingeschränkt nutzbar.
Durch einen Ausbau des Trampelpfades würde aufgrund des Gefälles zusätzliches Oberflächenwasser in Richtung der Unterführung abgeleitet und die Überflutungsproblematik weiter verschärft.
Beschlussvorschlag der Verwaltung
Die Verwaltung schlägt der Bezirksvertretung Bochum-Mitte vor:
- Auf den Ausbau des Trampelpfades zu verzichten
- Den Trampelpfad zurückzubauen beziehungsweise dauerhaft zu sperren
- Die Fläche durch geeignete Maßnahmen zu begrünen oder einer natürlichen Entwicklung zu überlassen
Ein Ausbau würde Kosten von etwa 15.000 Euro brutto verursachen. Für den Rückbau und die Begrünung fallen hingegen keine direkten Kosten an. Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte entscheidet am 21. Mai 2026 über den Vorschlag.
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