Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 05.03.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Mitte | Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen. |
Die Stadtverwaltung hat auf eine Anfrage der Grünen zur fehlenden Querungshilfe über die Friederikastraße am nördlichen Ende des Wiesentals geantwortet. Vier verschiedene Lösungsansätze wurden vorgestellt – von kostengünstigen baulichen Anpassungen bis hin zu aufwendigen Mittelinseln.
Hintergrund der Anfrage
Die Grüne Fraktion in der Bezirksvertretung Mitte hatte auf die fehlende Querungshilfe über die Friederikastraße am Knotenpunkt zur Kulmerstraße hingewiesen. Besonders für ältere oder kranke Menschen könne dies eine Einschränkung der Mobilität darstellen, wenn sie das beliebte Naherholungsgebiet Wiesental besuchen möchten.
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Jetzt abonnierenVier Lösungsvarianten vorgestellt
Das Tiefbauamt sieht grundsätzlich die Möglichkeit, westlich der Kulmer Straße die Querungssituation zu verbessern, und hat vier verschiedene Varianten ausgearbeitet:
Variante 1 sieht eine Aufweitung der Friederikastraße mit einer Mittelinsel vor. Diese Lösung würde jedoch massive Eingriffe in die Randbereiche und Grünanlagen bedeuten, wobei mehrere straßenprägende Bäume gefällt werden müssten.
Variante 2 umfasst die Einrichtung einer Bedarfs-Lichtsignalanlage, die auf Anforderung der Querenden reagiert. Hierfür wären zahlreiche kostenintensive Nebenarbeiten wie Stromversorgung und Kabelverlegung erforderlich.
Variante 3 plant einen Zebrastreifen mit der notwendigen Infrastruktur einschließlich Beschilderung und Beleuchtung.
Variante 4 sieht vor, den nördlichen Fahrbahnrand der Bordausrundung der Kulmer Straße baulich in die Fahrbahn herauszukappen. Dadurch würde sich die Querungsbreite verringern und die Sichtverhältnisse würden wesentlich verbessert.
Kostenaufstellung der Maßnahmen
Die Verwaltung hat für alle Varianten überschlägliche Kostenschätzungen auf Basis von Erfahrungswerten erstellt. Alle Maßnahmen würden eine Vollsperrung der Friederikastraße mit umfangreichen Umleitungen erfordern.
Die Kosten variieren erheblich: Während Variante 1 mit einer Mittelinsel im hohen sechsstelligen Bereich liegt, würde eine Bedarfs-Lichtsignalanlage etwa 70.000 bis 80.000 Euro kosten. Ein Zebrastreifen wäre mit rund 30.000 Euro zu realisieren, die kostengünstigste Variante 4 würde etwa 25.000 bis 30.000 Euro erfordern.
Zusätzlich entstehen bei den technischen Lösungen (Varianten 2 und 3) regelmäßige Folgekosten durch Unterhaltung, Wartung und Stromverbrauch, während Variante 4 keine nennenswerten Folgekosten verursacht.
Einordnung der Friederikastraße
Die Verwaltung betont, dass die Friederikastraße als wichtige Ost-West-Verbindung parallel zur Hattinger Straße Teil des Hauptverkehrsstraßennetzes ist. Aufgrund der Querschnittsgestaltung und des Begegnungsverkehrs werde dort jedoch nicht schnell gefahren. Der Streckenabschnitt sei verkehrstechnisch unauffällig.
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