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Verkehrsprobleme in der Flüssesiedlung: Verwaltung sieht begrenzte Handlungsmöglichkeiten

Beratungsfolge

DatumGremiumErgebnis
03.03.2026Bezirksvertretung Bochum-NordDie Anfrage wird schriftlich beantwortet.

Die Verwaltung hat auf eine SPD-Anfrage zu den Verkehrsproblemen in der Flüssesiedlung geantwortet. Während Parkdruck und Durchgangsverkehr als „verkehrsüblich“ eingestuft werden, sind verkehrsberuhigende Maßnahmen in Planung.

Die SPD-Fraktion hatte in der Bezirksvertretung Bochum-Nord auf die angespannte Verkehrssituation in der Flüssesiedlung aufmerksam gemacht. Besonders problematisch seien zugeparkte Bürgersteige und Kreuzungsbereiche sowie der Durchgangsverkehr zwischen dem Gewerbegebiet Harpender Feld und der Castroper Straße.

Parksituation: Verwaltung sieht hohen Regelungsbedarf

Das Tiefbauamt räumt ein, dass bei den vorhandenen Fahrbahnbreiten von 5,00 bis 6,00 Metern oft kein Begegnungsverkehr möglich ist, wenn Fahrzeuge am Straßenrand parken. Dennoch habe die Verwaltung bisher von ordnungsrechtlichen Eingriffen abgesehen, solange eine reibungslose Verkehrsabwicklung gewährleistet sei.

Eine Regelung des Fahrbahnrandparkens würde nach Angaben der Verwaltung einen Wegfall von 60 bis 70 Prozent der Stellplätze bedeuten. Als Hauptproblem wird identifiziert, dass die vorhandenen kostenpflichtigen Stellplätze der Wohnungsbaugesellschaften von den Anwohnern nicht genutzt werden, da das Parken am Straßenrand unentgeltlich möglich ist.

Durchgangsverkehr wird als verkehrsüblich eingestuft

Bezüglich des Durchgangsverkehrs sieht die Verwaltung keine Probleme, die über ein verkehrsübliches Maß hinausgehen. Die Situation sei mit vielen anderen Wohngebieten vergleichbar. Das bereits bestehende Tempolimit von 30 km/h wird als ausreichende verkehrsberuhigende Maßnahme betrachtet.

Erschütterungsprobleme nur teilweise bestätigt

Die von Anwohnern der Böckenbergstraße gemeldeten Erschütterungen durch Busse und LKW konnte die Verwaltung nur in der Josephinenstraße nachvollziehen. Dort waren jedoch bereits eingebaute „Berliner Kissen“ als Ursache für die Beschwerden identifiziert worden. Weitere Segmentschwellen seien aufgrund der ohnehin langsamen Fahrgeschwindigkeiten im engen Verkehrsraum nicht geplant.

Verkehrsberuhigende Maßnahmen in Vorbereitung

Positiv ist, dass die von der Bezirksvertretung bereits beschlossenen verkehrsberuhigenden Maßnahmen nun zeitnah umgesetzt werden sollen. Geplant ist der Einbau von Segmentschwellen an den Einmündungen:

    • Werrastraße/Diemelstraße
    • Böckenbergstraße/Josephinenstraße

Diese Maßnahmen waren ursprünglich schon früher vorgesehen, wurden aber aufgrund von Hochbaumaßnahmen im Siedlungsgebiet verschoben. Da diese nun abgeschlossen seien, könne mit der Umsetzung begonnen werden.

Die Segmentschwellen sollen den Durchgangs- und Abkürzungsverkehr aus der Siedlung verdrängen und damit die Situation für Fußgänger, Radfahrer und Anwohner verbessern.

Unterlagen

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