Schlagwort: Kinderschutz

  • Fachstelle Kinderschutz wird dem Jugendhilfeausschuss vorgestellt

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    22.04.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten

    Das Jugendamt informiert den Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie über die Aufgaben und Tätigkeiten der Fachstelle Kinderschutz und des Netzwerks Kinderschutz. Die Präsentation findet am 22. April 2026 statt.

    Landeskinderschutzgesetz als Grundlage

    Mit dem Inkrafttreten des Landeskinderschutzgesetzes NRW im Jahr 2022 wurden die Grundlagen für eine verbindliche, trägerübergreifende Weiterentwicklung kommunaler Kinderschutzstrukturen geschaffen. Auf dieser Basis wurde das Netzwerk Kinderschutz gestärkt und die Fachstelle Kinderschutz eingerichtet.

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    Interdisziplinäres Netzwerk für den Kinderschutz

    Das Netzwerk Kinderschutz vereint gemäß § 9 des Landeskinderschutzgesetzes NRW Fachkräfte aus Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Bildung und Beratung sowie weiteren Bereichen, die im Kinderschutz aktiv sind. Ziel ist es, den interdisziplinären Austausch zu fördern, gemeinsame Standards weiterzuentwickeln und ein abgestimmtes Vorgehen bei der Einschätzung und Bearbeitung von Gefährdungslagen zu unterstützen.

    Zentrale Koordinierungsaufgaben

    Die Fachstelle Kinderschutz übernimmt eine zentrale Rolle bei der Koordination der Netzwerkarbeit und übernimmt fachliche Beratungs- und Unterstützungsaufgaben. Sie sorgt dafür, dass die gesetzlichen Vorgaben des Landeskinderschutzgesetzes sowie die fachlichen Empfehlungen auf kommunaler Ebene umgesetzt werden. Darüber hinaus versteht sie sich als Anlaufstelle für alle Fachkräfte, die mit Fragen des Kinderschutzes befasst sind.

    Präsentation für den Ausschuss

    Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie erhält einen zusammenfassenden Einblick in die bisherige Arbeit des Netzwerks Kinderschutz und der Fachstelle Kinderschutz sowie einen Ausblick. Die Vorstellung erfolgt zur Kenntnisnahme mittels einer PowerPoint-Präsentation.

  • Jahresbericht der Bochumer Schutzfachkräfte vorgelegt

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    22.04.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten

    Das Jugendamt informiert den Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie über die Arbeit des Qualitätszirkels der Schutzfachkräfte im Jahr 2025. Das Gremium unterstützt die Weiterentwicklung des Kinderschutzsystems und berät Fachkräfte bei der Gefährdungseinschätzung.

    Qualitätszirkel als zentrale Koordinierungsstelle

    Der Qualitätszirkel der Bochumer Schutzfachkräfte besteht seit 2007 und basiert auf Generalverträgen nach § 8a SGB VIII zwischen der Stadt und lokalen Trägern sowie Trägerverbünden. Das Gremium setzt sich aus erfahrenen, qualifizierten und langjährig tätigen Fachkräften des öffentlichen und der freien Träger der Jugendhilfe zusammen.

    Gemeinsam mit der von der Stadt beauftragten Kinderschutzfachkraft begleiten diese Experten die Weiterentwicklung des Kinderschutzsystems. In dem Gremium werden zentrale Fragestellungen des Kinderschutzes aufgegriffen und im fachlichen Austausch bearbeitet.

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    Beratung und Unterstützung für Fachkräfte

    Eine wesentliche Aufgabe des Qualitätszirkels besteht darin, die gesetzlich vorgesehenen „insoweit erfahrenen Fachkräfte“ (InsoFas) zu beraten, zu unterstützen und zu begleiten. Darüber hinaus dient er als Anlaufstelle für Mitarbeitende des Bildungs- und Beratungsbereichs sowie in der Sozial-, Gesundheits- und Jugendhilfe.

    Die gute Kooperation ermöglicht es, gemeinsam Risiken zu bewerten und Gefährdungen einzuschätzen, um Familien möglichst früh Hilfen anbieten zu können.

    Vorlage zur Kenntnisnahme

    Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie wird am 22. April 2026 über den zusammenfassenden Jahresbericht 2025 informiert und nimmt diesen zur Kenntnis. Die jährliche Berichterstattung über die Tätigkeiten und Aktionen des Qualitätszirkels ist ein fester Bestandteil der Ausschussarbeit.

  • Jugendamt stellt Themenschwerpunkte für 2026 vor

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    04.02.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

    Das Jugendamt hat einen umfassenden Ausblick auf die Schwerpunktthemen des Jahres 2026 für den Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie vorgelegt. Im Fokus stehen Kinderschutz, Kitaplätze, unbegleitete minderjährige Ausländer und die Weiterentwicklung der Jugendhilfe.

    Die Verwaltungsvorlage gibt einen detaillierten Überblick über die geplanten Aktivitäten aller Abteilungen des Jugendamtes. Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie wird die Themenschwerpunkte am 4. Februar 2026 zur Kenntnis nehmen.

    Kinderschutz und Frühe Hilfen im Mittelpunkt

    Das Jugendhilfemanagement plant eine umfassende Überarbeitung aller Prozessschritte in den Kinderschutzverfahren. Parallel dazu soll das Netzwerk Kinderschutz konsolidiert und ausgebaut werden. Bei den „Bochumer Präventionsketten – kinderstark in NRW“ steht die Einrichtung eines wissenschaftlichen Beirats auf der Agenda, außerdem wird ein Projekt- und Verstetigungsmanagement aufgebaut.

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    Kita-Betreuung vor neuen Herausforderungen

    Die Abteilung Kindertagesbetreuung setzt ihre Prioritäten auf die Sicherstellung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz und den Abschluss der Kernaktivität „Flexible KITA im Stadtbezirk“. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Übergang von der Kita zur Grundschule mit dem Projekt „Das Kind im Mittelpunkt“. Zudem stehen die Begleitung der KiBiz-Novellierung und die Neuauflage des Zukunftsvertrags an.

    Sozialer Dienst gut aufgestellt

    Die personelle Situation in den sechs Stadtbezirken hat sich deutlich verbessert und ermöglicht eine verlässliche Wahrnehmung des Kinderschutzes. Seit dem 1. Januar 2026 ist die Rufbereitschaft für den Sozialen Dienst in Kooperation mit dem Träger Overdyck installiert – der Kinderschutz ist damit rund um die Uhr sichergestellt.

    Für 2026 erwartet die Verwaltung etwa 200 vorläufige Inobhutnahmen unbegleiteter minderjähriger Ausländer pro Monat. Extreme Belastungssituationen werden derzeit nicht prognostiziert.

    Familienpädagogisches Zentrum erweitert Angebote

    Das Familienpädagogische Zentrum plant verschiedene Neuerungen: Die Erziehungsberatungsstellen entwickeln ein trägerübergreifendes Angebot im Bereich Trennung und Scheidung weiter und schaffen erste Angebote im Bereich Inklusion. Die Clearing- und Diagnostikstelle wird ihre Arbeit im Jugendausschuss vorstellen, ebenso das Projekt ElternChanceN.

    Vormundschaftsrechtsreform wird umgesetzt

    Die große Vormundschaftsrechtsreform von 2023 erfordert eine strategische Weiterentwicklung mit Fokus auf den vorrangigen Einsatz ehrenamtlicher Vormünder. Die Zusammenarbeit mit den kooperierenden freien Trägern soll fortgeführt und gestärkt werden.

  • Musikschule führt institutionelles Schutzkonzept ein

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    12.02.2026Ausschuss für Kultur und TourismusDie Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

    Die Musikschule Bochum hat ein umfassendes Schutzkonzept entwickelt, um den Kinder- und Jugendschutz zu stärken. Mit Präventions- und Interventionsmaßnahmen soll die Einrichtung zu einem sicheren Ort für alle Beteiligten werden.

    Die Verwaltung informiert den Ausschuss für Kultur und Tourismus über die Einführung des neuen Schutzkonzepts, das speziell auf die besonderen Herausforderungen der musikalischen Bildung zugeschnitten ist. Dabei berücksichtigt das Konzept sowohl die große Altersspanne der Schüler als auch die verschiedenen Unterrichtsformen von Einzelunterricht bis hin zu großen Ensembles.

    Prävention durch Risikoanalyse und Verhaltenskodex

    Für die präventive Arbeit wurde eine Risikoanalyse in Frageform entwickelt, die zur selbstkritischen Reflexion anregt und den Sensibilisierungsprozess einleitet. Darauf aufbauend entstand ein Verhaltenskodex, der ein Statement für sensibles, individuelles und respektvolles Verhalten gegenüber Schülern, Eltern, Gästen und anderen Mitarbeitenden darstellt. Alle Beschäftigten verpflichten sich zur Einhaltung dieses Kodex.

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    Klare Handlungsanweisungen für Verdachtsfälle

    Das Interventionskonzept beschreibt detailliert die erforderlichen Maßnahmen bei verschiedenen Verdachtsfällen: wenn Schüler außerhalb der Musikschule Gewalt ausgesetzt sind, Vorfälle zwischen Schülern beobachtet werden oder der Verdacht gegen Mitarbeitende besteht.

    Partizipative Entwicklung mit Expertinnen-Input

    Die Konzeptentwicklung begann mit einer Schulung aller Mitarbeitenden durch zwei Expertinnen für Kinder- und Jugendschutz an Musikschulen. Anschließend erarbeitete eine Arbeitsgruppe aus Lehrkräften und Leitungsmitgliedern das Schutzkonzept gemeinsam. Nach der Vorstellung vor allen Beschäftigten wurden deren Anregungen eingearbeitet. Das Jugendamt steuerte abschließend wichtige Hinweise und Ergänzungen bei.

    Umsetzung und Veröffentlichung

    Im Februar 2026 sollen die im Schutzkonzept vorgesehenen Beauftragten für Kinder- und Jugendschutz benannt werden, die dann als erste Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Mitarbeitende zur Verfügung stehen. Das vollständige Schutzkonzept wird auf der Website der Musikschule veröffentlicht, zusätzlich entsteht eine gekürzte Printversion.