Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 04.12.2025 | Bezirksvertretung Bochum-Mitte | Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen. |
Die Stadt hat auf massive Kritik an den provisorisch eingebauten Sinuswellen in der Wielandstraße reagiert und bereits Korrekturen vorgenommen. Die ursprünglich als Verkehrsberuhigung für die Fahrradstraße gedachten Elemente aus Formsteinen erwiesen sich als ungeeignet für Radfahrende.
Experimenteller Einbau führte zu Problemen
Die Verwaltung räumt ein, dass die negativen Auswirkungen der zunächst eingebauten Sinuswellen nicht absehbar waren. Bei der Konstruktion handelte es sich um ein völlig neues und unerprobtes System. Mit dem Einbau wollte die Stadtverwaltung dem Wunsch des ADFC nach niederländischen Sinuswellen nachkommen. Da jedoch keine ausreichenden Informationen zur niederländischen Bauweise vorlagen, wurde mit verfügbaren Mitteln eine Alternative entwickelt.
Beschwerden über Komfortverlust und Sicherheitsprobleme
Über den städtischen Mängelmelder gingen mehrere Beschwerden ein. Diese betrafen hauptsächlich zu schnell fahrende Kraftfahrzeuge in der Wielandstraße und die ungeeignete Bauweise der Schwellen für Radfahrende. Die Radfahrer müssen zur sicheren Überquerung stark abbremsen, was zu erheblichen Komfortverlusten führt.
Anpassungen bereits vorgenommen
Die Verwaltung hat bereits Korrekturen durchgeführt: Seitlich wurde jeweils ein Abstand von 1,6 Metern zum Fahrbahnrand hergestellt. Dies entspricht den Vorgaben der „Hinweise zu Radschnellverbindungen und Radvorrangrouten“ (HRSV) und ermöglicht es zwei Radfahrenden, nebeneinander an den Schwellen vorbeizufahren. Für den Abschnitt zwischen Bergbaumuseum und Freiligrathstraße ist eine große Aufpflasterung zur Verkehrsberuhigung geplant, die ebenfalls den seitlichen Abstand von 1,6 Metern berücksichtigt.
Endgültige Lösung erst nach 2027
Die finale Neugestaltung muss auf Arbeiten der Stadtwerke warten, die ab 2027/28 Fernwärmeleitungen in der Wielandstraße verlegen werden. Durch parallel geplante Kanal- und Leitungsarbeiten in der Herderallee sind jedoch noch keine konkreten Termine festlegbar. Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten soll der endgültige Zustand hergestellt werden.
Zukünftige Bauweise nach aktuellen Standards
Für die endgültige Umsetzung will die Verwaltung die einschlägigen Regelwerke der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrstechnik (FGSV) heranziehen und die eingegangenen Rückmeldungen berücksichtigen. Die Fahrbahnschwellen sollen nach dem aktuellen Stand der Technik hergestellt werden.
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