Shelter vermittelte 2024 achtzig Wohnungslose in neue Wohnungen

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Beratungsfolge

DatumGremiumErgebnis
16.12.2025Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und SozialesDie Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

Die städtische Anlaufstelle Shelter hat im vergangenen Jahr 80 wohnungslose Personen in neue Wohnungen vermittelt. Bei 151 Anfragen ist das eine Erfolgsquote von mehr als der Hälfte. Gleichzeitig steigen die Beratungsanfragen beim Präventionsteam deutlich an.

Die Verwaltung hat die Anfrage der Grünen-Fraktion zur Arbeit der Anlaufstelle Shelter beantwortet und dabei sowohl Erfolge als auch wachsende Herausforderungen aufgezeigt. Shelter ist Teil der Landesinitiative „Endlich ein ZuHause“ und bildet die dritte Säule der städtischen Wohnungsnotfallhilfen.

Leichter Anstieg bei Shelter-Anfragen

Im Jahr 2024 verzeichnete Shelter 151 Anfragen, was einen leichten Anstieg gegenüber 140 Anfragen im Jahr 2023 bedeutet. Von den 80 erfolgreichen Wohnungsvermittlungen entfielen 55 auf Ein-Personen-Haushalte und 25 auf Mehrpersonenhaushalte. Bei letzteren handelte es sich um zwölf Zwei-Personen-Haushalte, neun Drei-Personen-Haushalte, zwei Vier-Personen-Haushalte sowie jeweils einen Fünf- und Sechs-Personen-Haushalt.

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Präventionsteam verzeichnet deutlichen Zuwachs

Deutlich stärker gestiegen sind die Zahlen beim Präventionsteam, das sich um die Vermeidung von Wohnraumverlust kümmert. Die Haushalte in Beratung stiegen von 626 im Zeitraum Januar bis Mai 2024 auf bereits 722 im gleichen Zeitraum 2025. Auch Beratungen wegen Räumungsklagen nahmen von 116 auf 135 zu.

Personelle Ausstattung noch ausreichend

Das Shelter-Team besteht aus einer Vollzeit-Immobilienfachkraft und drei Vollzeitstellen für Soziale Arbeit, die auf vier Mitarbeiterinnen verteilt sind. Nach Angaben der Verwaltung ist die Bewältigung der Anfragen derzeit noch leistbar. Die besondere Herausforderung liege jedoch im allgemeinen Wohnungsmangel, der eine passgenaue Vermittlung erschwere.

Beim Präventionsteam sieht die Situation anders aus: Bei einer Verstetigung der steigenden Zahlen sei der wachsende Beratungsbedarf mit dem derzeitigen Personal „sehr herausfordernd“, insbesondere bei der Abdeckung der Öffnungszeiten und der Durchführung passgenauer Termine und Hausbesuche.

Weitere Steigerung der Anfragen erwartet

Die Verwaltung rechnet mit einem weiteren Anstieg der Shelter-Anfragen, da die Zahl der Wohnungslosen weiter steige. Dies gelte insbesondere dann, wenn drohende Wohnungslosigkeit durch das Präventionsteam nicht rechtzeitig abgewendet werden könne.

Die Verwaltung stellte klar, dass es nicht zu Shelters Aufgaben gehört, Kündigungen abzuwenden – dies ist Aufgabe des Präventionsteams als erste Säule der Wohnungsnotfallhilfen. Abgewendete Kündigungen werden allerdings statistisch nicht erfasst.

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