Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 20.05.2026 | Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA) | noch nicht beraten |
Das Jugendamt schlägt die dreijährige Anerkennung des „Zentrums für Demokratie und Menschenrechte e.V.“ als Träger der freien Jugendhilfe vor. Der Verein bietet seit 2021 verschiedene Projekte für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund an.
Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie soll am 20. Mai 2026 über die befristete Anerkennung des Vereins „ZDM – Zentrum für Demokratie und Menschenrechte e.V.“ als Träger der freien Jugendhilfe entscheiden. Die Verwaltung empfiehlt eine Anerkennung bis zum 20. Mai 2029.
Vereinsprofil und Struktur
Der Verein wurde am 1. Januar 2021 von ehrenamtlichen Mitgliedern mit aserbaidschanischen Wurzeln gegründet. Er hat seinen Sitz am Südring 36 und ist mit 26 Mitgliedern und Ehrenamtlichen im Vereinsregister beim Amtsgericht Bochum unter VR 5111 eingetragen. Die Satzungsziele umfassen neben der Kinder- und Jugendhilfe auch Altenhilfe, Naturschutz sowie die Förderung von Flüchtlingen und Menschen mit Behinderung.
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Jetzt abonnierenProjekte und Angebote seit 2021
Der Verein führt seit 2021 kontinuierlich den „Leseklub“ durch, in dem Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund ihre deutschen Sprachfähigkeiten verbessern können. Zusätzlich bietet er regelmäßig „Fit in Deutsch“-Kurse für ukrainische Flüchtlinge an.
Im Rahmen des Projekts „Solidarität mit ukrainischen Geflüchteten“ organisierte der Verein 2022 Ferienaktivitäten wie Besuche des Deutschen Fußballmuseums und des Sea Life Aquariums. Sportliche Angebote wie Basketball- und Handballtraining sowie Klavierunterricht ergänzten das Programm.
Inklusive und digitale Bildungsangebote
Besonders hervorzuheben sind die inklusiven Projekte des Vereins:
- 2023: Ebru-Kurse für 20 Kinder mit und ohne Behinderung
- 2024: „Naturtalente Inklusiv“ – barrierefreie Holzwerkstatt für 33 teilnehmende Kinder
- 2024: Dame-Spiel-Kurse mit 42 Kindern verschiedener Fähigkeiten
- 2025: „KI für Alle“ – Workshops zu Künstlicher Intelligenz
- 2025: „Schach Gemeinsam“ – barrierefreie Schachkurse
Im Bereich der Medienkompetenz führte der Verein Workshops zum Umgang mit YouTube und digitalen Plattformen durch, an denen wöchentlich 18-20 Jugendliche teilnahmen.
Umwelt- und Demokratiebildung
Zur Förderung des Umweltbewusstseins initiierte der Verein das Projekt „Heimat für Vögel“, bei dem Kinder Nistkästen bauten und aufstellten. Eine Informationsveranstaltung vermittelte Jugendlichen Kenntnisse über internationale Umweltschutzabkommen.
Aktuelle Projekte widmen sich der Demokratiebildung: „Brücken für Toleranz“ soll 60 Geflüchtete und Migranten über Antisemitismus aufklären. Das Projekt „Integration fördern, Radikalismus verhindern“ zielt auf die Stärkung demokratischer Werte bei jungen Geflüchteten mit muslimischem Hintergrund ab.
Anerkennungsvoraussetzungen erfüllt
Die Verwaltung bestätigt, dass der Verein alle Voraussetzungen des § 75 SGB VIII erfüllt. Die erforderlichen Unterlagen wie Vereinsregistereintrag, Gemeinnützigkeitsbescheid und Führungszeugnisse des Vorstandes liegen vor. Sowohl die AG 78 – Jugendförderung als auch die AG 78 – Fachverbände Jugendhilfe befürworten die befristete Anerkennung.
Berichtspflichten während der Anerkennungszeit
Die Anerkennung ist mit folgenden Auflagen verbunden:
- Beschränkung auf Tätigkeiten im Bereich der Jugendhilfe
- Vorlage detaillierter Tätigkeitsberichte zum 20. Mai 2027, 2028 und 2029
- Kein Anspruch auf öffentliche Förderung durch die Anerkennung
- Möglichkeit des Widerrufs bei Wegfall der Voraussetzungen
Der Verein kooperiert mit anderen Organisationen und hat bereits bei Projekten des Kinder- und Jugendrings Bochum mitgewirkt. Er agiert überparteilich und überkonfessionell.
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