Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 28.05.2026 | Betriebsausschuss für die Eigenbetriebe | noch nicht beraten |
| 29.05.2026 | Ausschuss für Sport, Bewegung und Freizeit | noch nicht beraten |
Die Verwaltung hat ein standardisiertes Raumprogramm für die Modernisierung der Funktionsgebäude auf städtischen Sportplatzanlagen entwickelt. Das modulare Konzept soll künftig als Grundlage für Sanierungen und Neubauten dienen.
Die Stadt plant die systematische Erneuerung der Funktionsgebäude auf ihren Sportplatzanlagen. Jana Neumann vom Referat für Sport und Bewegung stellte dazu ein neu entwickeltes Raumprogramm vor, das moderne Standards für Umkleide- und Sanitärgebäude definiert.
Veraltete Gebäudesubstanz erfordert Handeln
Von den 53 städtischen Sportplatzanlagen verfügen 44 über eigene Funktionsgebäude direkt auf der Anlage. Diese stammen überwiegend aus den 1960er und 1970er Jahren und entsprechen baulich wie funktional nicht mehr den heutigen Anforderungen. Neun Sportplatzanlagen nutzen Funktionsräume in benachbarten Gebäuden wie Turnhallen oder Schulen.
Die Funktionsgebäude sind nicht nur für den Trainings- und Spielbetrieb relevant, sondern beeinflussen auch die Attraktivität der Anlagen für Schulen und Vereine. Besonders wichtig sind dabei Aspekte wie Hygiene, Barrierefreiheit, Sicherheit und Nachhaltigkeit.
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Jetzt abonnierenRaumprogramm orientiert sich an DFB-Empfehlungen
Das neue Raumprogramm orientiert sich an den Empfehlungen des Deutschen Fußball-Bundes und berücksichtigt neben funktionalen Anforderungen auch gesellschaftliche Entwicklungen. Es umfasst folgende funktionale Inhalte:
- Mannschaftsumkleiden für Heim- und Gastmannschaften mit Duschbereich (barrierefrei)
- Einzelumkleiden für flexible Nutzung mit Duschbereich (All-Gender/barrierefrei)
- Einzelumkleide für Platzwart mit Waschbecken
- Einzelumkleiden für Schiedsrichter/Lehrer mit Duschbereich (barrierefrei)
- Sanitäranlage für Besucher: 8 Einzel-WCs (All-Gender), 1 Behinderten-WC, 1 Wickelraum
- Technikraum entsprechend aktuellen technischen Anforderungen
- Material- und Geräteraum mit direktem Zugang zum Spielfeld
Modulares Bausystem ermöglicht flexible Umsetzung
Die bauliche Umsetzung erfolgt nach einem modularen System mit einem Rastermaß von etwa 3 × 8 Metern. Dieses System ermöglicht verschiedene Bauweisen wie Massivbau, Holzrahmenbau oder Systembau und kann einem erweiterten Bieterkreis zugänglich gemacht werden.
Das modulare Konzept bietet mehrere Vorteile: Es ermöglicht eine schnelle Realisierung und Kosteneffizienz sowie hohe Anpassungsfähigkeit an örtliche Gegebenheiten. Je nach räumlicher Situation können die Gebäude in unterschiedlichen Konfigurationen realisiert werden, beispielsweise als Riegel oder L-Form.
Stufenweise Umsetzung möglich
Das Raumprogramm erlaubt eine stufenweise Umsetzung, sodass einzelne Bausteine je nach Priorität, finanziellen Rahmenbedingungen oder zeitlichen Erfordernissen realisiert werden können. Erweiterungen oder Anpassungen sind auch später ohne erhebliche Eingriffe in die bestehende Gebäudesubstanz möglich.
Das Programm stellt keinen Maßnahmen- oder Investitionsbeschluss dar, sondern dient als fachliche Orientierungs- und Bewertungsgrundlage. Auf dieser Basis können die weiteren Schritte der Entwicklungsplanung erfolgen, die am Ende eine Prioritätenliste für die Funktionsgebäude aufzeigt.
Die Vorlage wird am 28. Mai 2026 im Betriebsausschuss für die Eigenbetriebe und am 29. Mai 2026 im Ausschuss für Sport, Bewegung und Freizeit zur Kenntnisnahme behandelt.
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