Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 04.03.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Ost | Die Anfrage wird schriftlich beantwortet. |
Die Bezirksfraktionen von SPD und Grünen wollen wissen, wie es um die Toilettensituation im Bochumer Osten steht. Besonders der Ümminger See soll aus ihrer Sicht höchste Priorität bei Verbesserungen haben.
Die SPD-Fraktion und die Grünen in der Bezirksvertretung Ost haben eine gemeinsame Anfrage zur Situation öffentlicher Toiletten in ihrem Stadtbezirk gestellt. Dabei nehmen sie Bezug auf das städtische Projekt „Bochums stille Örtchen“, das im August 2024 vorgestellt wurde.
Volkspark Langendreer als neuer Standort geplant
Im Fokus der Anfrage steht zunächst der Volkspark Langendreer an der Hohen Eiche bei Hausnummer 55, der als neuer WC-Standort am höchsten bewertet wurde. Die Fraktionen wollen wissen, wie der aktuelle Sachstand an diesem Standort ist. Außerdem fragen sie nach dem Zeitplan für die Sanierung der Toilette in der Stadtbücherei Langendreer.
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Jetzt abonnierenProbleme am Ümminger See
Besonders kritisch sehen die Politiker die Situation am Ümminger See. Dort soll die Villa Schwanensee eine öffentliche Toilette anbieten, die jedoch häufig nicht zugänglich ist. Auf Wunsch der Bezirksvertretung standen daher in den Sommermonaten zusätzlich Dixi-Toiletten auf der Wiese. Die Fraktionen wollen über die Vertragssituation mit der Villa Schwanensee für 2026 informiert werden.
Interesse an „Trocken-WC“ als Alternative
Als mögliche Lösung haben die Fraktionen das sogenannte „Trocken-WC“ im Blick, das 2024 in den Schmechtingswiesen in Betrieb genommen wurde. Sie fragen nach den Erfahrungswerten mit dieser Anlage und einer möglichen Realisierung auch am Ümminger See.
Kostenvergleich mit anderen Städten
Kritisch hinterfragen die Politiker auch die Kosten für neue Toilettenanlagen. Nach Aussage verschiedener Verwaltungsvorlagen rechnet die Stadt mit etwa 260.000 Euro pro neuer Toilette – entweder als Einmalinvestition oder als jährliche Full-Service-Dienstleistung. Andere Städte hätten teilweise deutlich günstigere Preise.
Als Beispiele nennen sie Berlin mit etwa 40.000 Euro pro Jahr und Darmstadt mit rund 6.000 Euro Investition für Komposttoiletten. Die Verwaltung soll diese Lösungsansätze bewerten.
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