Kategorie: Ausschuss für Kultur und Tourismus

  • Stadt Bochum beteiligt sich an zwei Landeswettbewerben für Kulturelle Bildung

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten
    01.07.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten
    07.10.2026Ausschuss für Schule und Bildungnoch nicht beraten

    Die Stadt Bochum hat zwei Konzepte für Kulturelle Bildung entwickelt und reicht diese bei Landeswettbewerben ein. Im Fokus stehen die Verbesserung der kulturellen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen sowie die Integration von Kultureller Bildung in den Ganztag.

    Erste Konzepte nach einstimmigem Ratsbeschluss

    Die Verwaltung setzt damit einen Auftrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Die Grünen um, die im September 2024 die Erstellung des ersten Kommunalen Gesamtkonzepts für Kulturelle Bildung beantragt hatten. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.

    Seit 2024 koordiniert die neu eingerichtete Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung im Kulturbüro mit zwei halben Stellen den Entwicklungsprozess. Eine Steuerungsgruppe mit Vertretern verschiedener Bereiche trifft sich viermal jährlich und bringt ihre Ergebnisse in die Konzepte ein:

    • Mitarbeitende der Verwaltungsfachbereiche Kultur, Schule und Jugend
    • Vertreter städtischer und freier Kultureinrichtungen
    • Akteure der Jugendhilfe
    • Künstler und Vermittler

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    Finanzielle Anreize und langfristige Förderung

    Bei einer Auszeichnung erhält die Stadt jeweils eine Prämie von 15.000 Euro pro Wettbewerb. Die Teilnahme ermöglicht es Bochum, einen kontinuierlichen Prozess zu beginnen: Die Stadt kann mit bis zu drei weiteren Gesamtkonzepten mit neuen Schwerpunkten erneut teilnehmen. Ab der vierten Auszeichnung würde eine Strukturförderung von jeweils 20.000 Euro für drei Jahre gewährt.

    Erhöhung des städtischen Budgets als Zeichen

    Die Stadt unterstreicht die Bedeutung des Themas durch eine deutliche Budgetaufstockung. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie wurde das Budget für das Themenfeld „Kulturelle Bildung für Nachhaltige Entwicklung strategisch gestalten“ von 3.000 auf 75.000 Euro jährlich für fünf Jahre erhöht – beginnend 2026.

    „Kultur bildet gemeinsame Zukunft“ – Das Gesamtkonzept

    Das erste Gesamtkonzept zielt auf eine strategische Zusammenführung vorhandener kommunaler Förderprogramme für Kulturelle Bildung des Landes NRW ab. Kern ist die enge Zusammenarbeit der Querschnittsfachbereiche Kultur, Schule, Jugend und Integration.

    Integration in den Ganztag

    Das zweite Konzept „Strategische Partnerschaften für kulturelle Teilhabe“ reagiert auf den gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen, der ab dem Schuljahr 2026/2027 sukzessive eingeführt wird. Ziel ist die Schaffung neuer Orte der kulturellen Teilhabe für Kinder und Familien.

    Die strategische Partnerschaft umfasst die Zusammenarbeit zwischen:

    • Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung
    • Schulverwaltungsamt
    • Trägern der Offenen Ganztagsschule (OGS)
    • Familiengrundschulzentren
    • Ausbildungsstätten für Erzieher

    Die Ausschüsse für Kultur und Tourismus, für Kinder, Jugend und Familie sowie für Schule und Bildung nehmen den Sachstand zur Kenntnis. Nina Selig von der Koordinierungsstelle wird das Kommunale Gesamtkonzept mündlich präsentieren.

  • SPD und Grüne beantragen Jugend-Kultur-Festival für Bochum

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

    Die Fraktionen von SPD und Grünen haben einen Antrag zur Durchführung eines partizipativen Jugend-Kultur-Festivals gestellt. Das Festival soll Teil des Gesamtkonzepts Kulturelle Bildung werden und mit der städtischen Nachhaltigkeitsstrategie verknüpft werden.

    Kooperation zwischen Jugendamt und Kulturbüro geplant

    Der Ausschuss für Kultur und Tourismus soll die Verwaltung beauftragen, ein partizipatives Jugend-Kultur-Festival durchzuführen. Konzeption, Planung und Durchführung sollen in enger Kooperation zwischen dem Jugendamt und der Koordinierungsstelle „Kulturelle Bildung“ im Kulturbüro entstehen.

    Das Festival wird Bestandteil des „Gesamtkonzepts Kulturelle Bildung der Stadt Bochum“ und soll im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt werden. Die Ko-Finanzierung durch Drittmittel von Land, Bund und EU wird angestrebt.

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    Anknüpfung an bestehende Aktivitäten

    Die Koalition aus SPD und Grünen möchte vor allem Bochumer Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie das Zirkus-Festival „Bozival“ in das neue Festival einbeziehen. Der Antrag knüpft an die bereits erteilte Aufgabe zur Erstellung eines Gesamtkontexts für Kulturelle Bildung an.

    Bezug zur Sozialkonferenz

    Der Vorschlag steht im Einklang mit den Ergebnissen der 3. Bochumer Sozialkonferenz vom Mai 2025. In deren Dokumentation wird die Etablierung eines Jugendfestivals unter gleichzeitiger Öffnung bestehender Einrichtungen aus dem Kultur- oder Vereinswesen vorgeschlagen. Gemeinsam mit Jugendlichen könnte somit regelmäßig ein „Bochumer Tag der Jugendlichen“ ins Leben gerufen werden.

    Europäische Dimension

    Darüber hinaus wird im Regionalverband Ruhr (RVR) derzeit diskutiert, sich in Zukunft als Europäische Jugendhauptstadt zu bewerben. Ein Jugend-Kultur-Festival in Bochum könnte nach Ansicht der Antragsteller auf eine erfolgreiche Bewerbung einzahlen.

    Der Antrag ist für die Sitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus am 26. Mai 2026 gestellt worden.

  • Bochum Total erhält 25.000 Euro Förderung für 40. Jubiläum

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

    Der Ausschuss für Kultur und Tourismus soll dem Musikfestival Bochum Total für 2026 einen Zuschuss von 25.000 Euro bewilligen. Das Festival findet vom 2. bis 5. Juli zum 40. Mal in der Innenstadt statt und gilt als eines der größten innerstädtischen Open-Air-Festivals Europas.

    Festival unter Kostendruck

    Die Bochum Total 2010 UG hat am 12. März 2026 einen Förderantrag über 25.000 Euro gestellt. Wie die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage ausführt, steht das Festival wie viele vergleichbare Veranstaltungen unter enormem finanziellen Druck. Die Gründe sind:

    • Allgemeine Kostensteigerungen in der Event- und Veranstaltungsszene (Personal-, Betriebskosten)
    • Höhere Sicherheitsaufwendungen durch strengere Auflagen im Bereich Terrorabwehr
    • Wegfall der Fördermittel von Land und Bund seit 2022

    Ohne die zusätzliche Unterstützung könne das Programm nicht auf dem etablierten hohen Niveau realisiert werden, heißt es in der Vorlage.

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    Bedeutung für Stadtkultur und Nachwuchsförderung

    Bochum Total lockt jährlich hunderttausende Menschen ins Bermuda3eck und Kreativquartier Viktoriaquartier. Das kostenfreie Festival trägt zur kulturellen Grundversorgung bei und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe. Neben etablierten Künstlern erhalten zahlreiche örtliche und regionale Nachwuchs-Künstler die Chance, sich einem großen Publikum zu präsentieren.

    Steigende Förderung seit Corona

    Die kommunale Unterstützung wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht:

    • Bis 2020: 4.900 Euro vom Kulturbüro
    • 2023/2024: 15.000 Euro
    • 2025: 25.000 Euro
    • 2026: erneut 25.000 Euro (geplant)

    Finanzierung aus zwei Quellen

    Von der beantragten Summe sollen 5.000 Euro aus dem PSP-Element „Förderung von Musikprojekten POP/JAZZ“ des Kulturbüros stammen. Die restlichen 20.000 Euro trägt das Referat des Oberbürgermeisters für gesamtstädtische Angelegenheiten.

    Die Verwaltung begründet die Förderung als notwendige kommunale Aufgabe zur Sicherung der kulturellen Grundversorgung. Der Ausschuss für Kultur und Tourismus entscheidet am 10. Juni über den Antrag.

  • Kulturinstitute stellen Programme für Spielzeit 2026/2027 vor

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

    Planetarium, Bochumer Symphoniker und Schauspielhaus Bochum präsentieren im Ausschuss für Kultur und Tourismus ihre Aktivitäten und Programme für die kommende Saison.

    Die drei Betriebe der Kulturinstitute Bochum AöR werden am 26. Mai 2026 im Ausschuss für Kultur und Tourismus ihre Programme für die Spielzeit 2026/2027 vorstellen. Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr stehen die zukünftigen Aktivitäten im Mittelpunkt der Präsentationen.

    Planetarium berichtet über 2025

    Das Planetarium Bochum wird durch Direktorin Prof. Dr. Susanne Hüttemeister über das Jahr 2025 und geplante zukünftige Aktivitäten informieren. Der Bericht erfolgt in Form eines mündlichen Vortrags.

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    Bochumer Symphoniker mit neuem Generalmusikdirektor

    Die Bochumer Symphoniker stellen ihr Programm für die Saison 2026/2027 vor. Den mündlichen Vortrag hält Felix Hilse, Stellvertretender Intendant. Zusätzlich ist eine Videobotschaft des designierten Intendanten und Generalmusikdirektors Aurel Dawidiuk geplant.

    Schauspielhaus präsentiert neue Spielzeit

    Das Schauspielhaus Bochum wird durch Intendant Johan Simons und die Stellvertretende Intendantin/Chefdramaturgin Angela Obst sein Programm für die Saison 2026/2027 vorstellen.

    Die Programmvorstellungen dienen der Kenntnisnahme durch den Ausschuss für Kultur und Tourismus.

  • Manifesta 16 findet 2026 im Ruhrgebiet statt

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

    Die 16. Europäische Nomadische Biennale Manifesta kehrt nach 24 Jahren nach Deutschland zurück und wird vom 21. Juni bis 4. Oktober 2026 im Ruhrgebiet stattfinden. Bochum übernimmt dabei neben Essen, Gelsenkirchen und Duisburg eine Schlüsselrolle.

    Transformation von Nachkriegskirchen im Fokus

    Die von Joep Bohigas entwickelte Urban Vision der Manifesta 16 trägt das Motto „This is not a church“ und setzt den Fokus auf die Transformation von leerstehenden Nachkriegskirchen. Diese sollen zu Orten der Begegnung, Innovation, Kultur, Digitalität und gesellschaftlicher Teilhabe umgewandelt werden.

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    Bochum als zentraler Standort

    Bochum wird mit insgesamt vier Kirchen einer der zentralen Standorte der Biennale sein. Neben der Stadt sind auch Essen, Gelsenkirchen und Duisburg als Austragungsorte vorgesehen.

    Bericht der Gründungsdirektorin

    Hedwig Fijen, Gründungsdirektorin und Leiterin der Manifesta, wird dem Ausschuss für Kultur und Tourismus in dessen Sitzung am 26. Mai 2026 mündlich über den aktuellen Sachstand des Projekts berichten.

  • Bochumer Kulturkommission berichtet über Klausurtagung

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

    Die Bochumer Kulturkommission präsentiert dem Ausschuss für Kultur und Tourismus die Ergebnisse ihrer Klausurtagung sowie die finanzielle Lage der freien Kulturszene.

    Mündlicher Bericht geplant

    Mitglieder der Bochumer Kulturkommission werden am 26. Mai 2026 im Ausschuss für Kultur und Tourismus einen mündlichen Bericht über ihre Klausurtagung abgeben. Dabei sollen anhand einer Präsentation die wichtigsten Erkenntnisse der Tagung vorgestellt werden.

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    Fokus auf freie Kulturszene

    Ein zentraler Punkt des Berichts wird die finanzielle Situation der freien Kultur-Szene in der Stadt sein. Die Kulturkommission hat sich während ihrer Klausurtagung intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt.

    Die Mitteilung der Verwaltung vom 8. Mai 2026 wurde vom Kulturbüro und den Kulturhistorischen Museen erstellt. Der Ausschuss für Kultur und Tourismus nimmt den Bericht zur Kenntnis.

  • Musikschule Bochum passt Schulordnung an digitale Angebote an

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten
    11.06.2026Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschussnoch nicht beraten
    18.06.2026Ratnoch nicht beraten

    Die Musikschule Bochum erhält zum August 2026 eine überarbeitete Schulordnung. Die Änderungen betreffen vor allem Online-Anmeldungen, flexiblere Kündigungsfristen und neue Regelungen für Vertretungsunterricht.

    Digitale Anmeldung wird bevorzugt

    Die überarbeitete Schulordnung stellt die Online-Anmeldung in den Vordergrund, um deren Nutzung zu erhöhen. Künftig wird explizit betont, dass Anmeldungen grundsätzlich über ein Formular erfolgen müssen – entweder digital oder in Papierform. Einfache E-Mails mit Anmeldewünschen sind nicht mehr ausreichend.

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    Neue Regelungen für Vertretungsunterricht

    Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft den Vertretungsunterricht. Die Musikschule kann bei Ausnahmefällen den Unterricht verlegen, durch eine andere Lehrkraft vertreten lassen oder in geeigneter Form nachholen. Unterricht durch eine Vertretungslehrkraft gilt dabei als ordnungsgemäß erteilter Unterricht. Diese Regelung bezieht sich jedoch nur auf seltene Vertretungsfälle – dauerhafte Lehrkraftwechsel erfolgen weiterhin nur im Einvernehmen mit den Teilnehmenden.

    Flexiblere Kündigungsfristen für verschiedene Angebote

    Die Abmeldefristen werden differenzierter gestaltet:

    • Bei Kursen wie Musikmäuse, Musikwichtel, Klassenunterricht in Kooperation mit Schulen und befristeten Projekten sind zwischenzeitliche Abmeldungen grundsätzlich nicht möglich
    • Alle anderen Unterrichtsangebote einschließlich JeKits können zum 1. Februar, 1. Mai, 1. August und 1. November gekündigt werden
    • Ensemble- und Theorieunterricht kann zum Ende jedes Monats beendet werden

    Statt der bisher erforderlichen Schriftform genügt künftig die Textform, womit auch digitale Abmeldungen über E-Mail, Homepage oder App möglich sind.

    Beratungsverfahren im Juni

    Die Schulordnung durchläuft den regulären politischen Beratungsprozess. Der Ausschuss für Kultur und Tourismus befasst sich am 26. Mai 2026 mit der Vorlage, gefolgt vom Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss am 11. Juni. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat am 18. Juni 2026. Bei Annahme tritt die neue Schulordnung zum 1. August 2026 in Kraft.

  • Musikschule erhöht Entgelte durchschnittlich um 12 Prozent

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten
    11.06.2026Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschussnoch nicht beraten
    18.06.2026Ratnoch nicht beraten

    Die Musikschule Bochum plant zum 1. August 2026 eine durchschnittliche Entgelterhöhung von 12 Prozent. Gleichzeitig soll die Sozialermäßigung ausgeweitet und eine neue Ermäßigung für Geringverdienende eingeführt werden.

    Die Verwaltung schlägt vor, die Entgeltregelung für die Musikschule erstmals seit 2017 zu überarbeiten. Die Änderungen betreffen sowohl die Höhe der Gebühren als auch die Struktur der Angebote und Ermäßigungen.

    Entgelterhöhung nach neun Jahren

    Die geplante Erhöhung von durchschnittlich 12 Prozent soll zusätzliche Einnahmen von etwa 290.000 Euro pro Jahr generieren. Die neuen Entgeltbandbreiten werden durch den Rat festgelegt, wobei der untere Wert der bisherigen Rahmenentgelte angehoben und der obere Wert um circa 20 Prozent erhöht wird.

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    Neue Tarifstellen und Angebote

    Die Entgeltordnung wird um mehrere neue Angebote erweitert:

    • FlexiCard für flexiblen Einzelunterricht mit 5er- oder 10er-Karten
    • 60-Minuten-Einzelunterricht für besonders leistungsstarke Schüler
    • Erweiterung des Elementarunterrichts um „Musikmäuse“ für Kinder ab 6 Monaten

    Sozialermäßigungen werden ausgeweitet

    Die Verwaltung plant eine Vereinheitlichung der Sozialermäßigungen. Künftig sollen Empfänger von Sozialleistungen 70 Prozent Ermäßigung für Instrumental-, Gesangs- und Ensembleunterricht erhalten – bisher waren es 50 Prozent. Bei der Instrumentenmiete soll die Ermäßigung von null auf 50 Prozent steigen.

    Neu eingeführt wird eine Ermäßigung für Geringverdienende: Bei einem Bruttofamilieneinkommen bis zu 40.000 Euro können Familien eine 40-prozentige Ermäßigung beantragen. Diese Regelung soll insbesondere den Übergang vom geförderten JeKits-Programm zum regulären Musikschulunterricht erleichtern.

    Gestaffelte Instrumentenmiete geplant

    Für Leihinstrumente soll eine gestaffelte Miete eingeführt werden: 11 Euro im ersten Jahr, 15 Euro ab dem zweiten Jahr und 19 Euro ab dem dritten Jahr. Nach drei Jahren müssen die Instrumente zurückgegeben werden, um sie verstärkt Anfängern zur Verfügung zu stellen.

    Strukturelle Änderungen

    Der bisherige „Erwachsenenzuschlag“ wird aus rechtlichen Gründen abgeschafft. Stattdessen gibt es künftig unterschiedliche Entgelte für verschiedene Altersgruppen: Das ermäßigte Entgelt gilt bis zum 25. Lebensjahr, bei Schülern, Studierenden und Auszubildenden bis zum 29. Lebensjahr.

    Beratungsfolge

    Die Vorlage wird zunächst im Ausschuss für Kultur und Tourismus am 26. Mai 2026 vorberaten, anschließend im Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss am 11. Juni 2026. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat am 18. Juni 2026.

  • Kulturbüro legt Geschäftsbericht 2025 mit Museumsaktivitäten vor

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

    Das städtische Kulturbüro berichtet über die Aktivitäten des Jahres 2025 und gibt einen Ausblick auf 2026. Der Bericht umfasst auch die Arbeit der Kulturhistorischen Museen Haus Kemnade, Bauernhausmuseum und Heimatmuseum Helfs Hof.

    Das Kulturbüro der Stadt informiert den Ausschuss für Kultur und Tourismus über seine Tätigkeiten im vergangenen Jahr. Der vorgelegte Geschäftsbericht 2025 dokumentiert die verschiedenen Arbeitsfelder des Amtes 41 und schließt mit einem Ausblick auf das laufende Jahr ab.

    Umfassende Darstellung der Kulturarbeit

    Der Bericht enthält eine detaillierte Funktionsbeschreibung des Kulturbüros sowie wesentliche Kennzahlen zur Förderung der Kultur und Wissenschaft. Die Produktgruppe 2503 umfasst dabei die kommunale Kulturförderung und wissenschaftliche Aktivitäten.

    Besondere Aufmerksamkeit widmet der Bericht den Kulturhistorischen Museen der Stadt. Dazu gehören:

    • Haus Kemnade
    • Bauernhausmuseum
    • Heimatmuseum Helfs Hof

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    Neue Entwicklungen und Schwerpunkte

    Der Geschäftsbericht dokumentiert Besonderheiten und neue Entwicklungen in verschiedenen Arbeitsfeldern des Kulturbüros. Dazu zählen die Förderung der freien Kulturszene, der Kulturentwicklungsprozess (KEP) sowie Baumaßnahmen an städtischen Kulturgebäuden.

    Ein wichtiger Bestandteil ist die Darstellung der Kernaktivitäten im Rahmen der Bochum Strategie. Dabei liegt der Fokus auf dem Schwerpunkt „Hotspot der Livekultur“, für den das Kulturbüro federführend zuständig ist.

    Ko-Veranstaltungen und Ausblick

    Der Bericht erfasst auch Veranstaltungen des Jahres 2025, bei denen das Kulturbüro als Ko-Veranstalter fungierte. Diese Zusammenarbeit mit anderen Akteuren zeigt die vernetzte Kulturarbeit der Stadtverwaltung.

    Mit dem Ausblick auf 2026 gibt das Kulturbüro einen Überblick über geplante Aktivitäten und Projekte im laufenden Jahr. Der Ausschuss für Kultur und Tourismus nimmt den Bericht in seiner Sitzung am 26. Mai zur Kenntnis.

  • Bochum überträgt Anteile an Kreativwirtschaftsgesellschaft ecce an Dortmund

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten
    11.06.2026Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschussnoch nicht beraten
    18.06.2026Ratnoch nicht beraten

    Die Stadt Bochum gibt ihre komplette Beteiligung an der ecce – european centre for creative economy GmbH ab. Dortmund übernimmt alle Gesellschaftsanteile und will die Gesellschaft neu ausrichten.

    Vollständiger Rückzug aus der Gesellschaft

    Der Rat der Stadt Bochum soll der vollständigen Übertragung der städtischen Anteile an der ecce – european centre for creative economy GmbH an die Stadt Dortmund zustimmen. Bochum hält derzeit 10 Prozent am Stammkapital der Gesellschaft, was einem Anteil von 2.500 Euro entspricht.

    Mit dem Verkauf werden auch die bisherigen Vertreter der Stadt Bochum aus den Gesellschaftsorganen abberufen:

    • Aus dem Kuratorium: Dietmar Dieckmann und Deborah Steffens
    • Aus der Gesellschafterversammlung: Matthias Frense

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    Entstehung und bisherige Aufgaben der ecce

    Die ecce GmbH entstand aus der Kulturhauptstadt RUHR.2010. Der Rat der Stadt Bochum stimmte der Beteiligung im September 2012 zu. Die Gesellschaft sollte die Erfolge der Kulturhauptstadt nachhaltig absichern und die Kultur- und Kreativwirtschaft der Metropole Ruhr fördern.

    Zu den Aktivitäten gehörten die Unterstützung kreativer Quartiersentwicklungen wie die Kreativ.Quartiere Ruhr, Maßnahmen zur Förderung kultureller Bildung sowie der Aufbau regionaler und überregionaler Netzwerke durch Messen, Veranstaltungen und Wettbewerbe.

    Gesellschafterstruktur und politische Veränderungen

    Neben Bochum sind weitere Ruhrgebietsstädte an der ecce beteiligt: Dortmund (30%), Business Metropole Ruhr GmbH (20%), Gelsenkirchen (10%), Essen (10%), Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung GmbH (10%) und die Folkwang Universität der Künste (10%). Im Kuratorium ist auch das Land NRW vertreten.

    Ende der institutionellen Förderung

    Mit einem Beschluss der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr vom Dezember 2024 wurde eine neue „Regionale Kulturstrategie Ruhr“ vereinbart, in der die ecce zukünftig nicht mehr enthalten ist. Zuständigkeiten wie das Förderprogramm Kreativ.Quartiere Ruhr werden auf den RVR übertragen, die institutionelle Förderung der ecce entfällt.

    Dortmund übernimmt alle Anteile

    Aufgrund der veränderten Bedingungen sieht die Bochumer Verwaltung eine weitere Beteiligung als nicht mehr sinnvoll an. Mehrere Gesellschafter haben ihren Ausstiegswunsch bekundet und ihre Anteile der Stadt Dortmund angeboten. Dortmund plant eine Neuausrichtung der Gesellschaft und will dafür zunächst alle Anteile übernehmen. Der entsprechende Ratsbeschluss in Dortmund ist für Ende März 2026 geplant.

    Beratungsfolge

    Der Beschlussvorschlag durchläuft zunächst den Ausschuss für Kultur und Tourismus am 26. Mai 2026 sowie den Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss am 11. Juni 2026. Die finale Entscheidung trifft der Rat am 18. Juni 2026.