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Bochum plant Neugestaltung des Thyssenkrupp-Stahlwerksgeländes

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Beratungsfolge

DatumGremiumErgebnis
02.12.2025Bezirksvertretung Bochum-NordEinstimmig nach Beschlussvorschlag bei 5 Enthaltungen (AfD)

Aufstellungsbeschluss für Bebauungsplan nach angekündigter Werksschließung – 67 Hektar großes Areal soll zu urbanem Stadtquartier werden

BOCHUM – Die Stadt Bochum treibt die Nachnutzung des Thyssenkrupp-Stahlwerksgeländes an der Castroper Straße voran. Die Verwaltung hat einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 1050 vorgelegt, der Anfang Dezember in den Bezirksvertretungen Bochum-Nord und Bochum-Mitte beraten werden soll.

Anlass ist die geplante Schließung des Werks der Thyssenkrupp Steel Europe AG (TKSE) bis Ende September 2028. Der Stahlkonzern hatte im November 2024 das Aus für den Standort verkündet. Im Juli 2025 einigten sich IG Metall NRW und TKSE in einem Sanierungstarifvertrag auf eine stufenweise Stilllegung.

Gewerbeflächen und Wohnungen geplant

Das Plangebiet umfasst rund 67 Hektar, davon entfallen etwa 31 Hektar auf das eigentliche Werksgelände. Die Stadt will dort Gewerbeflächen mit hoher Arbeitsplatzdichte sowie gemischt genutzte Flächen schaffen. Das bestehende Stadtquartier an der Castroper Straße mit Wohnungen, Einzelhandel und sozialen Einrichtungen soll nach Norden erweitert werden.

Ob bestehende Produktionshallen umgenutzt werden können, werde im weiteren Verfahren geprüft, heißt es in der Vorlage.

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Ausschluss von Logistik und Vergnügungsstätten

Die Planung sieht vor, weitere Logistiknutzungen auszuschließen – begründet mit der bereits überlasteten Verkehrssituation an der Castroper Straße sowie der geringen Arbeitsplatzdichte solcher Betriebe. Bestehende Unternehmen sollen Bestandsschutz genießen. Auch Vergnügungsstätten und Wettbüros sollen wegen befürchteter Trading-down-Effekte nicht zugelassen werden.

Neue Verkehrsverbindungen und Grünflächen

Eine neue Nord-Süd-Erschließung zwischen Castroper und Harpener Straße soll den stark belasteten Knotenpunkt Castroper Straße/Harpener Hellweg entlasten. Zudem plant die Stadt, den nördlich und südlich angrenzenden Grünzug E durch das Gebiet zu verbinden und neue Fuß- und Radwege anzulegen.

Die finanziellen Auswirkungen und klimarelevanten Folgen seien noch nicht absehbar und würden im weiteren Verfahren ermittelt, teilte die Verwaltung mit. Der Bebauungsplan wird im Normalverfahren mit Umweltprüfung aufgestellt.

Unterlagen

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