Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 05.03.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Mitte | Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen. |
Die Stadtverwaltung hat Auskunft über die Kosten für wiederholte Graffiti-Entfernungen an der A40-Brückenunterführung Bergstraße gegeben. Während ein benachbartes Kunstprojekt die Stützmauer aufwertet, bleiben die Verschmutzungen an der Unterführung vorerst bestehen.
Reinigungskosten und Zuständigkeitsprobleme
Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Mitte hatte nach den Kosten für die wiederholten Reinigungen der Brückenunterführung gefragt. Laut Verwaltungsantwort beliefen sich die Ausgaben von 2021 bis 2024 auf rund 4.000 Euro. Die Zentrale Gebäudereinigung (ZGR) war durch die Autobahn GmbH mit der Graffitientfernung beauftragt worden.
Eine kurzfristige erneute Reinigung der aktuellen Farbschmierereien ist jedoch nicht vorgesehen. Der Reinigungsvertrag zwischen ZGR und Autobahn GmbH endete mit Ablauf des Jahres 2024. Aufgrund reduzierter Bundesmittel beauftragte die Autobahn GmbH keine externen Reinigungsleistungen mehr.
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Jetzt abonnierenAnti-Graffiti-Beschichtung kostet über 10.000 Euro
Für eine Anti-Graffiti-Beschichtung der Brückenunterführung schätzt die Verwaltung Kosten von 10.450 Euro. Eine solche Maßnahme könnte jedoch nur durch die Autobahn GmbH selbst beauftragt werden, da die Brückenunterführung in der ausschließlichen Verantwortung des Bundes liegt.
Städtepartnerschafts-Kunstwerk bislang unversehrt
Das professionell gestaltete Graffiti auf der benachbarten Stützmauer, das im Rahmen eines städtepartnerschaftlichen Kunstprojekts entstanden ist, könnte technisch ebenfalls mit einer Schutzbeschichtung versehen werden. Die Kosten lägen bei etwa 15.000 Euro. Die Verwaltung sieht dafür jedoch derzeit keine Notwendigkeit, da das Kunstwerk seit seiner Fertigstellung nicht beschmiert oder beschädigt wurde.
Einsparpotenziale schwer kalkulierbar
Zu den langfristigen Einsparmöglichkeiten durch Anti-Graffiti-Beschichtungen erklärt die Verwaltung, dass solche Maßnahmen grundsätzlich den Reinigungsaufwand reduzieren können. Die tatsächlichen Einsparpotenziale hängen jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie der Häufigkeit der Verschmutzungen, der Art der Beschichtung und den Witterungsbedingungen. Eine belastbare Aussage zu möglichen Einsparungen sei erst auf Grundlage praktischer Erfahrungswerte möglich.
Die Stadtverwaltung will Gespräche mit der Autobahn GmbH über die Zuständigkeiten führen.
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