Kanalneubau in der Vorstadtstraße soll 2026 beginnen

Beratungsfolge

DatumGremiumErgebnis
19.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheidnoch nicht beraten

Die Bezirksvertretung Wattenscheid entscheidet im Mai über den Neubau der Kanalisation in der Vorstadtstraße. Das 97 Jahre alte Mischsystem soll durch ein modernes Zwei-Rohr-System ersetzt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,52 Millionen Euro.

Erneuerung nach fast 100 Jahren

Die bestehenden Betonrohre aus dem Jahr 1927 sind undicht und verschlissen. Eine TV-Inspektion hat die Notwendigkeit der Erneuerung dokumentiert. Der alte Mischwasserkanal wird in gleicher Trasse entfernt und durch ein neues Abwassersystem ersetzt.

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Modifiziertes Mischsystem geplant

Das neue Zwei-Rohr-Kanalsystem trennt Abwasser und Regenwasser. Der neue Abwasserkanal verläuft von der Rathausstraße bis zur Voedestraße, der Regenwasserkanal beginnt im Kreuzungsbereich der Hüller Straße. Insgesamt werden etwa 450 Meter Kanalisation mit Durchmessern von DN 300 bis DN 600 in offener Bauweise hergestellt.

Das saubere Regenwasser wird künftig in einem separaten Kanal abgeleitet. Dies entlastet die Kläranlage und führt dem Gewässer zusätzliches Wasser zu.

Bauarbeiten und Verkehrsbeeinträchtigungen

Der Baubeginn ist für Mitte des vierten Quartals 2026 geplant. Die Bauzeit beträgt etwa acht Monate. Sowohl die Hüller- als auch die Vorstadtstraße müssen abschnittsweise vollgesperrt werden. Fußgänger können die Baustelle mindestens einseitig auf dem regulären Gehweg passieren.

Für die Vollsperrung der Vorstadtstraße ist keine explizite Umleitung vorgesehen, da über die Marienstraße und den Friedrich-Ebert-Platz gute Umfahrungsmöglichkeiten bestehen. Während der Sperrung der Hüller Straße wird eine Umleitung über Friedrich-Ebert-, Lyren- und Marienstraße ausgeschildert.

Koordinierte Infrastrukturarbeiten

Im Vorfeld der Kanalbauarbeiten erneuern die Stadtwerke Stromleitungen und die Wasserleitung. Eine Baustelleneinrichtungsfläche wird zunächst in Höhe der Hüller Straße erstellt und wandert mit fortschreitender Bauausführung Richtung Voedestraße.

Finanzierung und Förderung

Die Gesamtkosten betragen 1,52 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer. Davon stehen eine Million Euro direkt für die Maßnahme zur Verfügung, verteilt auf 200.000 Euro in 2026 und 800.000 Euro in 2027. Die zusätzlich benötigten 522.000 Euro werden durch Umschichtung von der Maßnahme Röhlinghauser Straße bereitgestellt, die sich auf 2033 verschiebt.

Da die Maßnahme im Emschergebiet liegt, wird ein Förderantrag bei der Emschergenossenschaft für die vom Mischwasserkanal abgekoppelten Flächen gestellt. Die neue Förderrichtlinie „ELKA“ (Richtlinie zur Förderung der Klimafolgenanpassung) hat die bisherige „Zukunftsvereinbarung Regenwasser“ seit Januar 2025 abgelöst.

Unterlagen

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