Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 05.03.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Mitte | Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen. |
Die Stadtverwaltung sieht keine Grundlage für einen Denkmalschutz der geschlossenen Gaststätte Haus Fey in Hamme. Ein museales Konzept zur Erhaltung des Lokals sei nicht umsetzbar, da weder personelle noch finanzielle Ressourcen vorhanden seien.
Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Mitte hatte sich für den Erhalt der traditionsreichen Gaststätte an der Hofsteder Straße 17 eingesetzt. Das Lokal war jahrzehntelang ein beliebter Treffpunkt in der „Speckschweiz“ und galt als Zeugnis der Arbeiter- und Bergbaugeschichte des Stadtteils.
Keine Denkmalwürdigkeit erkannt
Die Verwaltung bestätigt ihre bereits 2021 getroffene Einschätzung: Obwohl die Gaststätte eine umfangreiche Sammlung von Devotionalien aufweise, die in ihrer Gesamtheit ein Zeugnis ihrer Zeit seien, lasse sich hieraus kein Denkmalwert ableiten. Die Eigenschaften des Denkmalschutzes gemäß Denkmalschutzgesetz NRW seien nicht erfüllt.
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Nach dem Tod der langjährigen Wirtin Elfriede Fey im Dezember 2021 hatte deren Tochter Melanie Fey das Lokal im Oktober 2022 wiedereröffnet. Nach Melanie Feys Tod im Oktober 2025 ist die Gaststätte erneut geschlossen. Die Privat-Brauerei Fiege als Vertragspartner bemüht sich derzeit um Gespräche mit den Erben, um einen neuen Pächter zu finden.
Museum ohne Ressourcen nicht machbar
Ein museales Konzept für die Erhaltung des Lokals hält die Verwaltung für nicht realisierbar. Die Funktion eines solchen Traditionstreffpunktes lasse sich „ohne die Menschen, die sie über Jahre hinweg besuchen und die ‚Originale‘, die sie betreiben, auf Dauer nicht museal konservieren“. Die Stadt verfüge weder über personelle noch finanzielle Ressourcen, um einen solchen Ort als Museum zu betreiben oder mit Leben zu füllen.
Die Antwort wird am 5. März 2026 in der Bezirksvertretung Mitte zur Kenntnis gegeben.
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