Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 19.05.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid | noch nicht beraten |
| 27.05.2026 | Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur | noch nicht beraten |
Die Stadt plant den Aufbau eines neuen Kanalsystems in der Eppendorfer Straße mit Regenwasser-Abkopplung. Die Gesamtkosten sind auf 9,4 Millionen Euro gestiegen – deutlich mehr als ursprünglich geplant.
Umfassendes Entwässerungskonzept geplant
In der Eppendorfer Straße soll ein modernes Kanalsystem entstehen, an das die Entwässerung der anliegenden Straßen angebunden wird. Bisher läuft diese in den parallel verlaufenden offenen Mischwassersammler. Das neue System sieht eine vollständige Abkopplung des Regenwassers vor – künftig soll Regenwasser in dem momentan offenen Eppendorfer Graben fließen.
Die Planung umfasst:
- Vergrößerung des vorhandenen Mischwasserkanals bis zum Anschluss an die Holzstraße
- Bau eines parallel verlaufenden Regenwasserkanals bis zum Anschluss an den Graben
- Ein modifiziertes Mischsystem mit bis zu drei Rohrleitungen
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Jetzt abonnierenDeutliche Kostensteigerung durch Baugrund-Probleme
Die ursprünglich im Juni 2025 beschlossene Maßnahme wurde bereits einmal vorgestellt. Nun müssen die Gremien über die erheblich gestiegenen Kosten entscheiden. Die Gesamtkosten betragen mittlerweile rund 9,4 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer.
Die Kostensteigerung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen:
- Zusätzliche Erdarbeiten
- Umfangreicherer Straßenaufbruch und -wiederherstellung
- Erschwertes Arbeiten im Fels laut Baugrundgutachten
- Zusätzliche Entsorgungskosten durch Schadstoffbelastung
Finanzierung durch Umschichtung im Haushalt
Für 2026 stehen bereits 685.000 Euro zur Verfügung. Die restlichen Mittel sollen durch Umschichtung im Profit Center 5304 bereitgestellt werden. Dafür werden Gelder aus acht anderen Kanalbaumaßnahmen verwendet, die sich dadurch in spätere Jahre verschieben:
- „BM HS Leither Bach“: 1.450.000 Euro
- „BM Constantin X“: 780.000 Euro
- „An der Maarbrücke“: 1.080.000 Euro
- „Auf der Markscheide“: 930.000 Euro
- „Kirchstraße“: 1.030.000 Euro
- „Schwerinstraße“: 975.000 Euro
- „Steeler Straße“: 1.030.000 Euro
- „Wasserstraße“: 1.440.000 Euro
Langfristige Folgekosten berücksichtigt
Die jährlichen Folgekosten setzen sich zusammen aus einem Abschreibungsaufwand von 117.500 Euro bei einer Nutzungsdauer von 80 Jahren sowie Zinskosten. Der anfängliche jährliche Zinsaufwand beläuft sich bei einem Zinssatz von 3,67 Prozent auf 345.000 Euro.
Die Verwaltung begründet die hohen Investitionskosten mit den langfristigen Vorteilen für Nachhaltigkeit und Umweltschutz, da das System zum Schutz der lokalen Gewässer und zur Reduzierung der Umweltbelastung beitrage.
Beratung in den Gremien
Die Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid wird am 19. Mai 2026 angehört. Die Entscheidung trifft am 27. Mai 2026 der Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur.
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