Die Linke beantragt Wasserspender für alle Schulen in Bochum

Beratungsfolge

DatumGremiumErgebnis
21.05.2026Ausschuss für Schule und Bildungnoch nicht beraten

Die Fraktion Die Linke im Rat fordert die flächendeckende Installation von Wasserspendern an allen Bochumer Schulen. Priorität sollen dabei Grund- und Ganztagsschulen erhalten. Ein entsprechendes Konzept soll bis Ende 2026 vorliegen.

Die Fraktion Die Linke hat einen Antrag für die Sitzung des Ausschusses für Schule und Bildung am 21. Mai 2026 eingereicht. Darin wird die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zur flächendeckenden Installation von Wasserspendern an Bochumer Schulen zu erarbeiten und umzusetzen. Als Zeitrahmen sind etwa drei Jahre vorgesehen.

Priorisierung von Ganz- und Grundschulen

Das Konzept soll eine schrittweise Installation vorsehen, bei der Schulen mit gesteigertem Bedarf bevorzugt werden. Aus Sicht der Antragsstellenden sind das insbesondere Grund- und Ganztagsschulen. Bei der Erstellung des Konzepts sollen die Schulgemeinschaften einbezogen werden.

Die Verwaltung wird außerdem aufgefordert zu ermitteln, wie städtische Unternehmen bei der Umsetzung mitwirken können, falls die Zentralen Dienste das Projekt nicht selbstständig bewerkstelligen können. Das Konzept soll dem Ausschuss bis Ende 2026 vorgestellt werden, mit dem Ziel eines Beschlusses im ersten Halbjahr 2027.

Ratskompass-Newsletter

Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

Jetzt abonnieren

Förderung durch Land, Bund und EU prüfen

Bei der Ausarbeitung sollen alle bestehenden Fördermöglichkeiten durch Land, Bund und EU berücksichtigt werden. Die Fraktion verweist auf erfolgreiche Beispiele in anderen Städten wie Oberhausen oder Hamburg, wo der städtische Wasserversorger Hamburg Wasser gleichzeitig Betreiber der Wasserspender ist.

Gesundheitsförderung und Klimaschutz als Argumente

Als Begründung führt Die Linke an, dass kostenfreies Trinkwasser an Schulen einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung leiste. Regelmäßiges Trinken von zuckerfreien Getränken unterstütze nachweislich die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit im Schulalltag. Aktuell hätten viele Schulen keinen breiteren Zugang zu Trinkwasser, weshalb Schülerinnen und Schüler auf Waschbecken in Toiletten zurückgreifen müssten.

Darüber hinaus würden Wasserspender zur Förderung nachhaltiger Verhaltensweisen beitragen, da sie den Konsum von Plastikflaschen reduzierten. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und zunehmender Hitzeperioden gewinne ein niedrigschwelliger Zugang zu kostenfreiem Trinkwasser immer mehr an Bedeutung.

Unterstützung durch Schülervertretungen

Der Antrag wird durch konkrete Interessenbekundungen untermauert. Die Bezirksschülerinnenvertretung hatte bereits auf der ASB-Sitzung am 11. Juni 2024 eine entsprechende Anfrage gestellt. Zudem liegt eine Interessenbekundung der Schülerinnenvertretung der Maria-Sibylla-Merian Gesamtschule mit etwa 1.300 Schülerinnen und Schülern in Wattenscheid vor, die die Dringlichkeit der Bereitstellung von Wasserspendern betont.

Den Antrag hat das Ratsmitglied Elias Bala unterzeichnet.

Unterlagen

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert