AfD schlägt Orwells „1984“ für städtische Leseaktion vor

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Beratungsfolge

DatumGremiumErgebnis
12.02.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

Die AfD-Fraktion hat einen Änderungsantrag zur geplanten Aktion „Eine Stadt liest ein Buch“ eingereicht. Statt der ursprünglich von SPD und Grünen vorgesehenen höheren Finanzierung schlägt die AfD eine kostengünstigere Variante vor und empfiehlt George Orwells „1984“ als Lektüre.

Reduzierte Förderung vorgeschlagen

Die AfD-Fraktion unter Vorsitz von Ulrich Fuchs unterstützt grundsätzlich die von SPD und Grünen initiierte Leseaktion, möchte jedoch die Finanzierung deutlich reduzieren. Statt einer „Finanzierung durch Steuergeld im fünfstelligen Bereich“ soll die Aktion hauptsächlich durch bürgerschaftliches Engagement und bereits vorhandenes städtisches Personal realisiert werden.

Konkret beantragt die AfD einen Druckkostenzuschuss von lediglich 1.000 Euro für Werbeplakate. Diese sollen von Bochum Marketing erstellt und teilnehmenden Buchhandlungen und Cafés zur Verfügung gestellt werden. Die Bewerbung soll über städtische Kanäle wie die Stadtbibliothek, die Bochum App und Infoscreens erfolgen.

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Orwell als Buchvorschlag

Als konkreten Literaturvorschlag bringt die AfD George Orwells dystopischen Roman „1984“ ein. In der Begründung bezeichnen die Antragsteller das Werk als „aktuell und relevant“ für die gegenwärtige politische und gesellschaftliche Situation. Sie verweisen dabei auf „Zensurbestrebungen“, „Sprech- und Denkverbote“ sowie „Demonstrationen im Stile von 5-Minuten-Hass-Shows“.

Die AfD argumentiert, dass dieser Buchvorschlag dem ursprünglichen SPD/Grünen-Anliegen entspreche, sich mit der „Lebensrealität junger Menschen“ zu beschäftigen.

Verfahren im Ausschuss

Der Änderungsantrag wird am 12. Februar 2026 im Ausschuss für Kultur und Tourismus unter Vorsitz von Batıkağan Pulat behandelt. Er bezieht sich auf die Vorlage 20260258 der SPD/Grünen-Fraktion zur Unterstützung der stadtweiten Leseaktion.

Unterlagen

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