Schlagwort: Gesundheitskiosk

  • Gesundheitskiosk Wattenscheid wird Ende Juli geschlossen

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.02.2026RatDie Anfrage wird schriftlich beantwortet.
    07.05.2026Ratnoch nicht beraten
    02.06.2026Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Sozialesnoch nicht beraten

    Die AfD hatte zur geringen Nutzung des Gesundheitskiosks Wattenscheid und den geplanten zweiten Standort in Bochum-Mitte nachgefragt. Die Verwaltung teilt mit, dass der bestehende Gesundheitskiosk Ende Juli 2026 schließt, da die erforderliche gesetzliche Grundlage für eine Weiterfinanzierung ausgeblieben ist.

    Nutzungszahlen des Gesundheitskiosks Wattenscheid

    Seit Eröffnung des Gesundheitskiosks in Wattenscheid bis Ende Januar 2026 haben insgesamt 4.131 Beratungen stattgefunden, davon rund 2.600 als Kurzberatungen unter 15 Minuten ohne Austausch personenbezogener Daten. Pro Case-Manager wurden durchschnittlich sechs Beratungen pro Öffnungstag durchgeführt.

    An den Öffnungstagen waren durchschnittlich vier Beschäftigte eingesetzt – eine Leitung und drei Case-Manager. Die Mitarbeitenden verfügen über verschiedene Qualifikationen wie Bachelor-Abschlüsse in Gesundheitsmanagement, Public Health-Master oder Ausbildungen in Inklusionsassistenz und Teilhabemanagement.

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    Kosten und Finanzierung

    Die durchschnittlichen monatlichen Personalkosten beliefen sich auf etwa 20.700 Euro brutto, die Gesamtkosten auf rund 30.000 Euro monatlich. Die Finanzierung erfolgte jeweils hälftig durch die AOK NordWest und die Stadt Bochum mit etwa 200.000 Euro pro Partner.

    Betreiber ist die WATgesund gGmbH, ein Zusammenschluss aus der AWO Ruhr Mitte und der OptiMedis AG.

    Besondere Leistungen des Gesundheitskiosks

    Der Gesundheitskiosk bietet nach Angaben der Verwaltung eine niedrigschwellige, quartiersbezogene Anlaufstelle ohne formale Zugangsvoraussetzungen. Hervorgehoben wird die systematische Verknüpfung von Gesundheits- und sozialrechtlicher Beratung sowie die aktive Koordination von Übergängen in weiterführende Versorgungs- und Unterstützungsstrukturen.

    Zusätzlich konnten eigenständige Angebote realisiert werden, beispielsweise regelmäßige digital gestützte Bewegungsangebote für Kinder im schulischen Setting.

    Schließung mangels gesetzlicher Grundlage

    Auf die Fragen zu einem geplanten zweiten Gesundheitskiosk in Bochum-Mitte antwortete die Verwaltung, dass der bestehende Gesundheitskiosk in Wattenscheid Ende Juli 2026 schließt. Grund ist die ausgebliebene gesetzliche Grundlage, die für eine Weiterfinanzierung erforderlich gewesen wäre.

    Das Thema Gesundheitsförderung bleibe jedoch gesellschaftlich wichtig und solle entsprechend weiterverfolgt werden, so die Verwaltung.

  • SPD, Grüne und Die Linke fordern Gesundheitskiosk für Bochum-Mitte

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    22.01.2026Bezirksvertretung Bochum-MitteMehrheitlich nach Beschlussvorschlag
    Abstimmungsergebnis:
    Enthaltungen: 4 (CDU)
    Dagegen: 3 (AfD)
    Dafür: 12 (SPD, Grüne, Linke)

    Drei Fraktionen der Bezirksvertretung Bochum-Mitte wollen die Verwaltung beauftragen, ein Konzept für einen Gesundheitskiosk zu entwickeln. Besonders die Stadtteile Hamme, Hofstede und Riemke sowie die Innenstadt sollen als mögliche Standorte geprüft werden.

    Die SPD-Fraktion, die Grünen und Die Linke in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte haben einen gemeinsamen Antrag eingereicht, um die gesundheitliche Versorgung im Stadtbezirk zu verbessern. Mit dem am 4. Januar 2026 vorgelegten Antrag soll die Verwaltung beauftragt werden, ein Konzept für einen Gesundheitskiosk in Bochum-Mitte zu erstellen.

    Vorbild Wattenscheid bereits umgesetzt

    Als Begründung verweisen die Antragsteller darauf, dass im Februar 2025 bereits ein Gesundheitskiosk in Wattenscheid eröffnet wurde. Auch die Menschen in Bochum-Mitte hätten einen großen Bedarf für eine solche Einrichtung, argumentieren David Schnell (SPD), Karsten Finke (Grüne) und Ida Paul (Die Linke).

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    Kosten und Standorte sollen ermittelt werden

    Das zu entwickelnde Konzept soll unter anderem die Kosten und geeignete Standorte ermitteln. Besonders in den Fokus genommen werden sollen dabei die Stadtteile Hamme, Hofstede und Riemke sowie die Innenstadt. Die Verwaltung soll das fertige Konzept in der zweiten Jahreshälfte 2026 vorstellen.

    Niedrigschwellige Beratung als Ziel

    Mit dem Gesundheitskiosk wollen die Fraktionen eine wohnortnahe und niedrigschwellige Möglichkeit für Beratungs- und Vorsorgeangebote zu gesundheitlichen und sozialen Themen schaffen. „Nicht alle Menschen haben die Mittel oder die Zeit, sich gesund zu ernähren, viel Sport zu treiben oder sich um ihre psychische Gesundheit zu kümmern“, heißt es in der Begründung des Antrags.

  • Stadterneuerung Wattenscheid-Mitte: Umfangreicher Fortschrittsbericht für 2025

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    03.03.2026Bezirksvertretung Bochum-WattenscheidDie präsentationsunterstützte Berichterstattung wird zur Kenntnis genommen.Die Präsentation ist im Ratsinformationssystem einsehbar.Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

    Das Stadterneuerungsgebiet „Soziale Stadt Wattenscheid-Mitte“ zeigt deutliche Fortschritte: Der Stadtgarten mit Storcherlebnispark wurde eröffnet, zahlreiche Bauprojekte vorangetrieben und das Stadtteilmanagement führte begleitende Aktionen durch. Die aktuelle Förderphase endet 2026, ein Antrag auf Fortsetzung wurde bereits gestellt.

    Die Verwaltung berichtet über die Entwicklungen im Jahr 2025 im 280 Hektar großen Stadterneuerungsgebiet mit rund 17.500 Einwohnern. Grundlage bildet das 2015 beschlossene Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) „Gesundes Wattenscheid – familienfreundlich und generationengerecht“.

    Stadtgarten als neues Highlight

    Ein besonderer Erfolg war die Fertigstellung und Eröffnung des erneuerten Stadtgartens am 29. März 2025 durch den Oberbürgermeister. Neben dem neuen Spielplatz „Phönixnest“ mit Drachen- und Vulkan-Spielelementen entstanden ein Rhododendrontal, Boule- und Schachbereiche sowie eine durch Regenwasser gespeiste Teichanlage. Das Herzstück bildet der neue Storcherlebnispark in Verantwortung des Tierparks + Fossilium Bochum.

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    Bauliche Entwicklungen im Überblick

    Mehrere Großprojekte prägten 2025: Am südlichen Stadtgarten begann die naturnahe Umgestaltung der ehemaligen Betriebshoffläche mit einem „Tiny Forest“ und extensiv bewirtschafteter Wiese. Das Märkische Gymnasium wird als Partner für pädagogische Nutzung einbezogen.

    Die Grünanlage Monte Schlacko wurde durch Workshops mit Verwaltung, Akteuren und Bürgern für eine punktuelle Aufwertung vorbereitet. Dabei soll der Charakter als robuste, naturnahe Fläche erhalten bleiben.

    Herausforderungen bei einzelnen Projekten

    Nicht alle Vorhaben verliefen planmäßig: Die Sanierung der Musikschule Wattenscheid zum Haus für Musik, Kunst und Kultur musste aufgrund unvorhergesehener Schäden und Kostensteigerungen gestoppt werden. Die bereits bewilligten Fördermittel konnten jedoch für andere Maßnahmen umgeschichtet werden.

    Soziale und gesundheitsbezogene Aktivitäten

    Das Stadtteilmanagement organisierte zahlreiche Aktionen: Der Nachhaltigkeitstag „Zukunft kann WAT“ wurde verstetigt, 15 Projekte erhielten Unterstützung aus dem Stadtteilfonds, und die Gesundheitswochen unter dem Motto „Gesund ist, WAT Laune macht“ boten etwa 30 kostenlose Veranstaltungen.

    Ein wichtiger Meilenstein war die Eröffnung des Gesundheitskiosks am 12. Februar 2025 als zentrale Beratungsstelle für Gesundheitsfragen in der Voedestraße.

    Citymanagement und Wirtschaftsförderung

    Das seit Januar 2025 über die Bochum Marketing GmbH verstetigte Citymanagement unterstützte verschiedene Veranstaltungsformate, darunter die 16. Wattenscheider Kulturnacht und das neue Format „Wattenscheid leuchtet“. Der City-Fonds lief zum Jahresende aus.

    Ausblick und Fortsetzung

    Für die Zeit nach 2026 wurde bereits im September 2025 ein neuer Förderantrag gestellt, basierend auf einem im Juli vom Rat beschlossenen aktualisierten ISEK. Die Entscheidung über die Fortsetzung der geförderten Stadtteilentwicklung steht noch aus.