Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 20.01.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid | Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen. |
Die Stadtverwaltung hat auf eine umfangreiche Anfrage der AfD zur baulichen Ausführung der Bogestra-Haltestelle Watermannsweg in Wattenscheid geantwortet. Die Planung entspreche dem Stand der Technik – Alternativen seien aufgrund räumlicher Zwänge nicht möglich gewesen.
Die Bezirksvertretung Wattenscheid wird sich in ihrer Sitzung am 20. Januar 2026 mit der Antwort des Tiefbauamts befassen. Die AfD-Fraktion hatte im Dezember zwölf Detailfragen zur Haltestelle gestellt, die im Zuge der Gleiserneuerung in der Ückendorfer Straße niederflurgerecht ausgebaut wurde.
Barrierefreier Ausbau als Hauptziel
Kernpunkt der Neugestaltung war laut Verwaltung die Erhöhung des Fahrgastkomforts. Die Warteflächen wurden auf 22 Zentimeter über Fahrbahnniveau angehoben, um einen barrierefreien Einstieg in moderne Straßenbahnen zu ermöglichen. Dies erleichtere insbesondere älteren Menschen, Behinderten und Fahrgästen mit Kinderwagen das Ein- und Aussteigen.
Beide Richtungshaltestellen befinden sich nun zwischen den Einmündungen Hollandstraße und Watermannsweg. Die Gleislage wurde dafür geringfügig verändert.
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Auf die Kritik an der engen Führung des Radwegs am Wartebereich reagierte das Tiefbauamt mit Verweis auf die örtlichen Gegebenheiten: Da hinter der Haltestelle direkt die Bebauung anstehe, habe es keine andere Lösung gegeben. Eine Führung der Radfahrenden auf der Fahrbahn zwischen Schienen und Bordstein sei als weitaus gefährlicher eingeschätzt worden.
Die Planung orientiere sich an den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen und sei mit der Bogestra sowie der technischen Aufsichtsbehörde abgestimmt worden.
Keine separate Sicherheitsbewertung durchgeführt
Eine eigenständige Gefährdungsanalyse wurde nicht erstellt. Da die Lösung den einschlägigen Regelwerken entspreche, sei dies nicht weiter hinterfragt worden, so die Verwaltung. Die Planung wurde der AG Behinderte bereits im März 2021 vorgestellt.
Sollten sich künftig sicherheitsrelevante Probleme zeigen, werde die Verwaltung gemeinsam mit Straßenverkehrsbehörde, Polizei und Bogestra Lösungen erarbeiten.
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