Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 05.03.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Mitte | noch nicht beraten |
| 23.04.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Mitte | noch nicht beraten |
Die AfD-Fraktion in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte beantragt eine Änderung bei der geplanten Förderung des Mädchenfußballs. Statt gezielter Unterstützung für eine kleine Gruppe sollen die 10.000 Euro an bestehende Fußballvereine verteilt werden.
Änderungsantrag zur Beschlussvorlage „Mädchen an den Ball“
Zur 4. Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Mitte am 5. März 2026 hat die AfD-Fraktion einen Änderungsantrag zur Beschlussvorlage „Mädchen an den Ball“ eingereicht. Der ursprünglich vorgesehene Betrag von 10.000 Euro zur Förderung von 8-15 Mädchen im Alter von 6-17 Jahren soll nach dem Antrag anders verwendet werden.
Die Fraktion unter Vorsitz von Marcus Brdnik schlägt vor, das Geld stattdessen an Fußballvereine zu verteilen, „die sich um Frauen- und Mädchenfußball bemühen, Mannschaften aufstellen und den Frauenfußball insoweit zu weiterer Anerkennung verhelfen wollen“.
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Jetzt abonnierenBegründung: Integration statt Sonderlösung
In ihrer Begründung argumentiert die AfD-Fraktion, dass es „nicht sinnvoll“ erscheine, „eine kleine Gruppe von interessierten Mädchen (8-15) gesondert zu unterstützen und insoweit neben dem allgemeinen Fußballangebot der Bochumer Fußballvereine nebenher laufen zu lassen“.
Die Fraktion verweist auf bestehende Regelungen des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) und des Deutschen Fußball-Bundes (DfB), wonach Mädchen bis zur D-Jugend uneingeschränkt und bis zur B-Jugend auf Antrag in Jungenmannschaften spielen können. Daher sei eine „Sololösung“ weder erforderlich noch sinnvoll.
Kritik an der aktuellen Mittelvergabe
Der Änderungsantrag kritisiert auch die Verteilungsgerechtigkeit der geplanten Förderung. Es sei „den Vereinsvertretern kaum zu vermitteln“, dass insgesamt 10.000 Euro für bis zu 15 fußballinteressierte Mädchen ausgegeben werden sollen, während Vereine, die sich bereits um Mädchenmannschaften bemühen, nicht berücksichtigt würden.
Als Alternative schlägt die Fraktion vor, bei gesonderten Übungsleitern ein „Rondell-Verfahren“ zu prüfen, bei dem diese jedem Verein für eine bestimmte Dauer zur Verfügung gestellt werden könnten. Der Änderungsantrag entspreche „auch der aktuellen finanziellen Not der Vereine mehr“.
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