AfD beantragt drastische Kürzungen bei Kulturförderung

Dieser Beitrag ist KI-generiert. Mehr erfahren.

Beratungsfolge

DatumGremiumErgebnis
12.02.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

Die AfD-Fraktion will die städtische Förderung der freien Kulturszene von 1,6 Millionen auf 874.000 Euro kürzen. Besonders betroffen wären der Bahnhof Langendreer und die freie Theaterszene, während das Eisenbahnmuseum mehr Geld erhalten soll.

Die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Bochum hat einen Änderungsantrag zur mehrjährigen Förderung der freien Kulturszene vorgelegt. Der Antrag sieht für 2027 eine Kürzung der ursprünglich geplanten 1,6 Millionen Euro auf 874.000 Euro vor.

Bahnhof Langendreer verliert komplette Förderung

Der weitreichendste Einschnitt betrifft den Bahnhof Langendreer, dessen Förderung vollständig gestrichen werden soll. Die AfD begründet dies damit, dass es sich um einen „primär als linken Szenetreff betriebenen“ Ort handle, in dem „kaum verbrämt dazu aufgerufen wird, gewaltsam Parteitage zugelassener Parteien zu verhindern“.

Ratskompass-Newsletter

Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

Jetzt abonnieren

Freie Theaterszene soll schrittweise auslaufen

Für die freie Theaterszene plant die AfD einen sukzessiven Abbau der Förderung über fünf Jahre. Jährlich sollen die Mittel um 20 Prozent gegenüber dem Ansatz von 2026 gekürzt werden, bis die Förderung komplett ausläuft. Als Begründung führt die Fraktion an, dass mit dem Schauspielhaus bereits ausreichend in die Theaterkultur investiert werde.

Eisenbahnmuseum erhält deutlich mehr Geld

Während viele Bereiche Kürzungen hinnehmen müssen, soll das Eisenbahnmuseum deutlich mehr Förderung erhalten. Statt der ursprünglich vorgesehenen 5.000 Euro sind für 2027 nun 150.000 Euro vorgesehen. Die AfD sieht darin ein touristisches Alleinstellungsmerkmal der Stadt.

Heimatvereine werden gestärkt

Vereine und Chöre, die sich der Heimatpflege widmen, sollen nach dem AfD-Konzept stärker gefördert werden. Gleichzeitig will die Fraktion alle „Vernetzungsprojekte“ und Projekte im Bereich „Gender und Diversity“ streichen.

Begründung mit wirtschaftlicher Lage

Die AfD begründet ihren Antrag mit der wirtschaftlichen Situation in Deutschland. Angesichts der Insolvenzwelle und der Arbeitslosigkeit sei die „Anspruchshaltung von Teilen der Kulturszene“ nicht mehr zeitgemäß. Das „Notwendige“ müsse Vorrang vor dem „Wünschenswerten“ haben.

Der Änderungsantrag wird am 12. Februar 2026 im Ausschuss für Kultur und Tourismus behandelt.

Unterlagen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mit dem Absenden deines Kommentars werden dein Name, deine E-Mail-Adresse und dein Kommentartext gespeichert. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Weitere Informationen findest du in unserer Datenschutzerklärung.