Schlagwort: Kulturförderung

  • Gestohlene Bronzeskulptur vor Stadthalle Wattenscheid: Verwaltung sieht keine Pläne für Ersatz

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    07.05.2026RatDie Anfrage wird schriftlich beantwortet.
    18.06.2026Ratnoch nicht beraten

    Eine etwa 500 Kilogramm schwere kinetische Bronzeplastik von Werner Habig wurde Mitte April vor der Stadthalle Wattenscheid gestohlen. Die Stadt bewertet den Verlust des kunsthistorisch bedeutsamen Werks als sehr bedauerlich, plant aber derzeit keinen Ersatz.

    Die CDU-Fraktion hatte in der Ratssitzung vom 7. Mai 2026 Fragen zum Diebstahl der Bronzeskulptur gestellt, die am 16. oder 17. April 2026 entwendet worden war. Das Kunstmuseum antwortete nun auf die Anfrage der Christdemokraten.

    Keine Erkenntnisse zum Tathergang

    Zum genauen Ablauf des Diebstahls kann die Verwaltung keine Angaben machen. Das Kunstmuseum ist nach eigenen Angaben nicht in die polizeilichen Ermittlungen eingebunden und hat über den genauen Tathergang keine Kenntnis. Auch zu möglichen Zeugenhinweisen liegen der Kulturverwaltung keine Informationen vor.

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Skulptur war in Steinsockel eingelassen

    Die gestohlene kinetische Bronzeplastik wog etwa 500 Kilogramm und war in einen steinernen Sockel eingelassen. Trotz dieser Sicherung gelang es den unbekannten Tätern, das schwere Kunstwerk zu entwenden.

    Kunsthistorisch bedeutsames Werk aus den 1960er Jahren

    Die Kulturverwaltung stuft den Verlust als sehr bedauerlich ein. Bei der Plastik aus den frühen 1960er Jahren handelte es sich um eines der ersten Werke konkreter Kunst in Bochum und eines der ersten kinetischen Objekte in der Stadt.

    Der Schöpfer Werner Habig war Absolvent der Düsseldorfer Kunstakademie und dort Schüler von Zoltan Székessy. Er arbeitete als Maler und Bildhauer und war Kunsterzieher am Wattenscheider Jungengymnasium. Die Plastik wurde 2008 umfangreich restauriert.

    Keine Pläne für neue Skulptur

    Auf die Frage der CDU-Fraktion, ob bereits Pläne für die Errichtung einer neuen Skulptur existieren, möglicherweise in Zusammenarbeit mit Kunstlehrerinnen und -lehrern der Märkischen Schule, antwortete die Verwaltung mit einem knappen „Nein“.

  • Fest an den Grummer Teichen findet am 27. und 28. Juni statt

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    25.06.2026Bezirksvertretung Bochum-Mittenoch nicht beraten

    Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte wird über das Programm des diesjährigen Festes an den Grummer Teichen informiert. Das zweitägige Event umfasst ein Bühnenprogramm mit musikalischen und kulturellen Beiträgen sowie Angebote für Kinder und Familien.

    Einstimmiger Beschluss im Januar

    Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte hatte bereits am 22. Januar 2026 einstimmig die Durchführung des „Festes an den Grummer Teichen“ für den 27. und 28. Juni 2026 beschlossen. Gleichzeitig wurde die Bezirksverwaltungsstelle Mitte mit der organisatorischen Vorbereitung und der Erstellung eines Programmablaufs beauftragt.

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Zusammenarbeit mit Bochum Marketing

    Die Umsetzung des Beschlusses erfolgte in enger Abstimmung mit der Bezirksbürgermeisterin sowie in Zusammenarbeit mit Bochum Marketing. Ein Veranstaltungsprogramm ist in wesentlichen Teilen bereits abgestimmt.

    Programm mit Bühnenshows und Vereinsbeteiligung

    Das geplante Fest umfasst folgende Programmbausteine:

    • Zweitägiges Bühnenprogramm mit musikalischen und kulturellen Beiträgen
    • Begleitendes Rahmenprogramm unter Beteiligung örtlicher Vereine und Institutionen
    • Spezielle Angebote für Kinder und Familien

    Weitere Abstimmungen laufen

    Zum Zeitpunkt der Erstellung der Vorlage finden weiterhin Abstimmungsgespräche zu einzelnen Programmpunkten statt. Der Programmablauf wird daher im weiteren zeitlichen Verlauf noch ergänzt. Der vorläufige Programmablauf ist als Anlage zur Vorlage beigefügt.

    Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte wird am 25. Juni 2026 über den aktuellen Stand der Planungen informiert.

  • Anfrage zu knarrenden Bühne im Anneliese Brost Musikforum Ruhr

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

    Die UWG Freie Bürger – BSW fragt die Verwaltung zu Problemen mit der Bühne im kleinen Saal des Anneliese Brost Musikforum Ruhr. Bei einem Konzert Ende Mai störten hörbare Knarrgeräusche die Aufführung.

    Konzert durch Bühnengeräusche beeinträchtigt

    Am 31. Mai 2026 fand im kleinen Saal des Anneliese Brost Musikforum Ruhr das Konzert „Elegantes zu Dritt“ statt. Vor Konzertbeginn informierte ein Violaspieler das Publikum über Probleme mit der Bühne, die hörbar knarre. Die störenden Nebengeräusche beeinträchtigten nach Darstellung der Ratsgruppe die Klangqualität und das Konzerterlebnis für Publikum und Künstler.

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Vier Fragen zur Behebung der Mängel

    Die Ratsgruppe UWG Freie Bürger – BSW richtet vier Fragen an die Verwaltung:

    • Ist der Verwaltung beziehungsweise der Leitung des Musikforums das Problem der knarrenden Bühne im kleinen Saal bekannt?
    • Seit wann bestehen entsprechende Mängel und welche Maßnahmen sind vorgesehen, um eine dauerhafte Lösung zu erreichen?
    • Mit welchen Kosten wäre eine vollständige Beseitigung des Problems verbunden?
    • Bis wann rechnet die Verwaltung mit einer nachhaltigen Behebung der Mängel?

    Die Anfrage ist für die 2. Sitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus am 10. Juni 2026 eingereicht worden. Die Ratsgruppe bittet um schriftliche Beantwortung.

  • Ratsgruppe fragt nach schwergängigen Türen im Musikforum

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

    Die UWG Freie Bürger – BSW will wissen, warum die Eingangstüren des Anneliese Brost Musikforums Ruhr für ältere Menschen und Personen mit Behinderungen schwer zu öffnen sind. Elektronische Türöffner gibt es nur innen, nicht außen.

    Problem bei Konzertpausen

    Besucher des Anneliese Brost Musikforums Ruhr haben wiederholt darauf hingewiesen, dass die Eingangstüren zum Foyer teilweise sehr schwergängig sind. Besonders ältere Menschen und Personen mit körperlichen Einschränkungen haben nach Konzertpausen Schwierigkeiten, die Türen von außen zu öffnen.

    Auffällig ist laut der Ratsgruppe, dass sich elektronische Türöffner nur im Innenbereich befinden, nicht jedoch an der Außenseite des Foyers.

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Sechs Fragen zur Barrierefreiheit

    Die Ratsgruppe UWG Freie Bürger – BSW richtet sechs konkrete Fragen an die Verwaltung:

    • Ist der Verwaltung beziehungsweise der Leitung des Musikforums bekannt, dass die Eingangstüren von vielen Besuchern als schwergängig empfunden werden?
    • Warum wurden elektronische Türöffner lediglich im Innenbereich des Foyers angebracht?
    • Sind der Verwaltung Beschwerden oder Hinweise von Besuchern zu diesem Problem bekannt? Wenn ja, in welchem Umfang?
    • Wurde bereits geprüft, ob elektronische Türöffner auch an der Außenseite des Foyers installiert werden können?
    • Mit welchen Kosten wäre eine Nachrüstung beziehungsweise Verbesserung der Türanlagen verbunden?
    • Bis wann könnte eine entsprechende Lösung umgesetzt werden?

    Die Anfrage soll in der 2. Sitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus am 10. Juni 2026 behandelt werden. Die Ratsgruppe bittet um eine schriftliche Antwort der Verwaltung.

  • Die Linke fragt nach zusätzlicher Förderung für Bochum Total 2026

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

    Die Linksfraktion im Rat erkundigt sich nach weiteren Unterstützungsleistungen für das Musikfestival Bochum Total, dessen kommunale Förderung nach Corona von 4.900 auf 25.000 Euro gestiegen ist.

    Die Fraktion Die Linke im Rat hat eine Anfrage zur Förderung des Festivals Bochum Total 2026 eingereicht, die in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus am 10. Juni behandelt werden soll.

    Förderung nach Corona deutlich erhöht

    Das 40. Bochum Total findet vom 2. bis 5. Juli 2026 in der Innenstadt statt. Bis 2020 erhielt das Festival eine jährliche kommunale Förderung von 4.900 Euro aus Mitteln des Kulturbüros. Nach der Corona-Pandemie wurde die Unterstützung aufgrund veränderter Rahmenbedingungen zunächst auf 15.000 Euro in den Jahren 2023 und 2024 angehoben, anschließend auf 25.000 Euro im Jahr 2025. Für 2026 ist vorgeschlagen, die Förderung auf diesem Niveau fortzuführen.

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Fragen zu weiteren Unterstützungsleistungen

    Die Linksfraktion möchte von der Verwaltung wissen:

    • Welche zusätzlichen Förderungen im Bereich Sponsoring, Werbung oder Marketing Bochum Total von Gesellschaften erhält, an denen die Stadt mittelbar oder unmittelbar beteiligt ist
    • Welche Sachleistungen der USB (Umwelt- und Servicebetrieb) während und nach dem Festival erbringt und wie hoch deren jeweiliger finanzieller Wert ist

    Die Anfrage wurde von Ratsmitglied Carolin Paskuda gestellt. Eine mündliche Beantwortung in der Ausschusssitzung sowie eine Verschriftlichung im Protokoll sind erbeten.

  • Bezirksvertretung Süd fördert lokale Vereine und Initiativen mit knapp 4.000 Euro

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    09.06.2026Bezirksvertretung Bochum-Südnoch nicht beraten

    Die Bezirksvertretung Bochum-Süd beschließt Zuwendungen für drei Projekte: den Stiepeler Weihnachtsmarkt, ein Gesundheitsprojekt in Querenburg und Anschaffungen für den Förderverein Hustadt. Insgesamt werden 3.950 Euro ausgeschüttet.

    Die Bezirksvertretung Bochum-Süd vergibt finanzielle Unterstützung an drei lokale Organisationen für unterschiedliche Projekte im Stadtbezirk. Die Entscheidung soll in der Sitzung am 9. Juni 2026 fallen.

    Stiepeler Weihnachtsmarkt erhält größten Anteil

    Den höchsten Förderbetrag von 1.500 Euro erhält die Evangelische Kirchengemeinde Stiepel für die Durchführungskosten des Stiepeler Weihnachtsmarktes, der vom 10. bis 13. Dezember 2026 stattfinden soll.

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Gesundheitsprojekt und Urban Gardening gefördert

    Ebenfalls 1.500 Euro fließen an das Stadtteilgesundheitszentrum Querenburg e.V. für das Projekt „Gesundheitsbelastende Wohnverhältnisse verändern durch Mieter Empowerment“. Der Förderverein Hustadt e.V. erhält 950 Euro für die Anschaffung von Geräten und Werkzeugen für die Vereinsräume und das Urban-Gardening-Projekt.

    Verwendungsnachweis erforderlich

    Die Mitarbeitenden der Bezirksverwaltungsstelle Süd werden beauftragt, die Zuwendungen auszuzahlen und nach Abschluss der Maßnahmen deren ordnungsgemäße Verwendung zu prüfen. Grundsätzlich erfolgt die Auszahlung erst nach Einreichung eines entsprechenden Verwendungsnachweises.

    Die Anträge wurden nach den Zuwendungsrichtlinien der Bezirksvertretung bis zum Stichtag 15. Mai eingereicht. Die Förderung erfolgt auf Grundlage der städtischen Richtlinien für Zuwendungen an Vereine, Verbände, Vereinigungen, Schulen, Kirchen und Initiativen im Stadtbezirk Süd.

  • Bezirksvertretung Süd vergibt Förderungen an 17 Vereine und Initiativen

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    09.06.2026Bezirksvertretung Bochum-Südnoch nicht beraten

    Die Bezirksvertretung Bochum-Süd entscheidet am 9. Juni über die Förderung von Aktivitäten im Stadtbezirk. Insgesamt sollen 17 Vereine, Verbände und Initiativen Zuwendungen in Höhe von 22.785,45 Euro erhalten. Über einen weiteren Antrag wird separat abgestimmt.

    Förderempfehlungen nach Vorbesprechung entwickelt

    Nach den geltenden Zuwendungsrichtlinien können Vereine, Verbände und Initiativen bis zum Stichtag 15. Mai eines jeden Jahres Anträge auf finanzielle Förderung stellen. Die Fraktionsvorsitzenden, der Bezirksbürgermeister und seine Stellvertreter sowie der Einzelmandatsträger haben in einer Vorbesprechung am 19. Mai die eingegangenen Anträge einstimmig bewertet und Förderempfehlungen erarbeitet.

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Vielfältige Vereinsaktivitäten werden unterstützt

    Das Spektrum der zu fördernden Aktivitäten ist breit gefächert und umfasst verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens:

    • Jubiläumsfeier: Der Stiepeler Verein für Heimatforschung erhält 1.500 Euro für die Veranstaltung zum 40-jährigen Vereinsjubiläum am 26. April auf dem Vereinsgelände Brockhauser Straße
    • Sportförderung: Der Kanu Club Wiking Bochum 1951 e.V. bekommt 1.000 Euro für die Anschaffung eines Mannschaftsbusses, der Athletic FC Bochum 90 e.V. erhält 220 Euro für einen gefüllten Sanitätskoffer
    • Soziale Projekte: Die Jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen wird mit 1.500 Euro für ihr multikulturelles Projekt „Starke Frauen – Starke Gemeinschaft“ zur Stärkung geflüchteter Frauen gefördert
    • Stadtteilfeste: Die Siedlergemeinschaft Prinz-Regent 2 und der Stadtteiltreff Hustadt IFAK e.V. erhalten jeweils 1.500 Euro für die Durchführung ihrer Straßen- bzw. Stadtteilfeste
    • Infrastrukturmaßnahmen: Der Kleingartenverein Im Haarmannsbusch bekommt 1.500 Euro für den Umbau des Vereinsheims und einen neuen Geräteschuppen

    Weitere geförderte Maßnahmen

    Zusätzliche Förderungen gehen an:

    • QUERgesund IFAK e.V. für Frauenplauderstunden und die Anschaffung eines Brustkrebstastmodells (1.490,45 Euro)
    • Concordia Wiemelhausen 08/10 e.V. für einen Schaukasten mit Ständer (1.000 Euro)
    • Bücherwurm Wiemelhausen für Veranstaltungen und Medienaktualisierung (1.500 Euro)
    • eJuWie für eine Kühl-Gefrierkombi und Tintenstrahldrucker (1.500 Euro)
    • Theater- und Karnevalsverein Germania 1888 Bo-Querenberg e.V. für Winterjacken (1.500 Euro)
    • Freundeskreis JFH Steinkuhl für einen PC-Raum (1.425 Euro)
    • AWO HuTown für die 25-Jahr-Feier (1.150 Euro)
    • SV Bochum Steinkuhl 1927 e.V. für den Neuaufbau der Jugendabteilung (1.500 Euro)
    • Jugendfeuerwehr Querenburg für ein Rauchhaus (1.500 Euro)
    • Förderverein Freiwillige Feuerwehr Stiepel e.V. für Kellersanierung (1.500 Euro)

    Separater Antrag zur Einzelabstimmung

    Über einen weiteren Förderantrag soll in der Sitzung separat abgestimmt werden: Der Polizei- und Schutzhundesportverein Bochum Stiepel e.V. beantragt 1.500 Euro für die Sanierung seiner Flutlichtanlage.

    Verwendungsnachweis erforderlich

    Die Bezirksverwaltungsstelle Süd wird beauftragt, die Zuwendungen auszuzahlen und deren Verwendung zu prüfen. Die Auszahlung erfolgt grundsätzlich erst nach Einreichung entsprechender Verwendungsnachweise.

  • Stadt Bochum beteiligt sich an zwei Landeswettbewerben für Kulturelle Bildung

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten
    01.07.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten
    07.10.2026Ausschuss für Schule und Bildungnoch nicht beraten

    Die Stadt Bochum hat zwei Konzepte für Kulturelle Bildung entwickelt und reicht diese bei Landeswettbewerben ein. Im Fokus stehen die Verbesserung der kulturellen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen sowie die Integration von Kultureller Bildung in den Ganztag.

    Erste Konzepte nach einstimmigem Ratsbeschluss

    Die Verwaltung setzt damit einen Auftrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Die Grünen um, die im September 2024 die Erstellung des ersten Kommunalen Gesamtkonzepts für Kulturelle Bildung beantragt hatten. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.

    Seit 2024 koordiniert die neu eingerichtete Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung im Kulturbüro mit zwei halben Stellen den Entwicklungsprozess. Eine Steuerungsgruppe mit Vertretern verschiedener Bereiche trifft sich viermal jährlich und bringt ihre Ergebnisse in die Konzepte ein:

    • Mitarbeitende der Verwaltungsfachbereiche Kultur, Schule und Jugend
    • Vertreter städtischer und freier Kultureinrichtungen
    • Akteure der Jugendhilfe
    • Künstler und Vermittler

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Finanzielle Anreize und langfristige Förderung

    Bei einer Auszeichnung erhält die Stadt jeweils eine Prämie von 15.000 Euro pro Wettbewerb. Die Teilnahme ermöglicht es Bochum, einen kontinuierlichen Prozess zu beginnen: Die Stadt kann mit bis zu drei weiteren Gesamtkonzepten mit neuen Schwerpunkten erneut teilnehmen. Ab der vierten Auszeichnung würde eine Strukturförderung von jeweils 20.000 Euro für drei Jahre gewährt.

    Erhöhung des städtischen Budgets als Zeichen

    Die Stadt unterstreicht die Bedeutung des Themas durch eine deutliche Budgetaufstockung. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie wurde das Budget für das Themenfeld „Kulturelle Bildung für Nachhaltige Entwicklung strategisch gestalten“ von 3.000 auf 75.000 Euro jährlich für fünf Jahre erhöht – beginnend 2026.

    „Kultur bildet gemeinsame Zukunft“ – Das Gesamtkonzept

    Das erste Gesamtkonzept zielt auf eine strategische Zusammenführung vorhandener kommunaler Förderprogramme für Kulturelle Bildung des Landes NRW ab. Kern ist die enge Zusammenarbeit der Querschnittsfachbereiche Kultur, Schule, Jugend und Integration.

    Integration in den Ganztag

    Das zweite Konzept „Strategische Partnerschaften für kulturelle Teilhabe“ reagiert auf den gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen, der ab dem Schuljahr 2026/2027 sukzessive eingeführt wird. Ziel ist die Schaffung neuer Orte der kulturellen Teilhabe für Kinder und Familien.

    Die strategische Partnerschaft umfasst die Zusammenarbeit zwischen:

    • Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung
    • Schulverwaltungsamt
    • Trägern der Offenen Ganztagsschule (OGS)
    • Familiengrundschulzentren
    • Ausbildungsstätten für Erzieher

    Die Ausschüsse für Kultur und Tourismus, für Kinder, Jugend und Familie sowie für Schule und Bildung nehmen den Sachstand zur Kenntnis. Nina Selig von der Koordinierungsstelle wird das Kommunale Gesamtkonzept mündlich präsentieren.

  • SPD und Grüne beantragen Jugend-Kultur-Festival für Bochum

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

    Die Fraktionen von SPD und Grünen haben einen Antrag zur Durchführung eines partizipativen Jugend-Kultur-Festivals gestellt. Das Festival soll Teil des Gesamtkonzepts Kulturelle Bildung werden und mit der städtischen Nachhaltigkeitsstrategie verknüpft werden.

    Kooperation zwischen Jugendamt und Kulturbüro geplant

    Der Ausschuss für Kultur und Tourismus soll die Verwaltung beauftragen, ein partizipatives Jugend-Kultur-Festival durchzuführen. Konzeption, Planung und Durchführung sollen in enger Kooperation zwischen dem Jugendamt und der Koordinierungsstelle „Kulturelle Bildung“ im Kulturbüro entstehen.

    Das Festival wird Bestandteil des „Gesamtkonzepts Kulturelle Bildung der Stadt Bochum“ und soll im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt werden. Die Ko-Finanzierung durch Drittmittel von Land, Bund und EU wird angestrebt.

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Anknüpfung an bestehende Aktivitäten

    Die Koalition aus SPD und Grünen möchte vor allem Bochumer Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie das Zirkus-Festival „Bozival“ in das neue Festival einbeziehen. Der Antrag knüpft an die bereits erteilte Aufgabe zur Erstellung eines Gesamtkontexts für Kulturelle Bildung an.

    Bezug zur Sozialkonferenz

    Der Vorschlag steht im Einklang mit den Ergebnissen der 3. Bochumer Sozialkonferenz vom Mai 2025. In deren Dokumentation wird die Etablierung eines Jugendfestivals unter gleichzeitiger Öffnung bestehender Einrichtungen aus dem Kultur- oder Vereinswesen vorgeschlagen. Gemeinsam mit Jugendlichen könnte somit regelmäßig ein „Bochumer Tag der Jugendlichen“ ins Leben gerufen werden.

    Europäische Dimension

    Darüber hinaus wird im Regionalverband Ruhr (RVR) derzeit diskutiert, sich in Zukunft als Europäische Jugendhauptstadt zu bewerben. Ein Jugend-Kultur-Festival in Bochum könnte nach Ansicht der Antragsteller auf eine erfolgreiche Bewerbung einzahlen.

    Der Antrag ist für die Sitzung des Ausschusses für Kultur und Tourismus am 26. Mai 2026 gestellt worden.

  • Bochum Total erhält 25.000 Euro Förderung für 40. Jubiläum

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten

    Der Ausschuss für Kultur und Tourismus soll dem Musikfestival Bochum Total für 2026 einen Zuschuss von 25.000 Euro bewilligen. Das Festival findet vom 2. bis 5. Juli zum 40. Mal in der Innenstadt statt und gilt als eines der größten innerstädtischen Open-Air-Festivals Europas.

    Festival unter Kostendruck

    Die Bochum Total 2010 UG hat am 12. März 2026 einen Förderantrag über 25.000 Euro gestellt. Wie die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage ausführt, steht das Festival wie viele vergleichbare Veranstaltungen unter enormem finanziellen Druck. Die Gründe sind:

    • Allgemeine Kostensteigerungen in der Event- und Veranstaltungsszene (Personal-, Betriebskosten)
    • Höhere Sicherheitsaufwendungen durch strengere Auflagen im Bereich Terrorabwehr
    • Wegfall der Fördermittel von Land und Bund seit 2022

    Ohne die zusätzliche Unterstützung könne das Programm nicht auf dem etablierten hohen Niveau realisiert werden, heißt es in der Vorlage.

    Ratskompass-Newsletter

    Neue Ratsentscheidungen direkt ins Postfach. Kostenlos, werbefrei, jederzeit abbestellbar.

    Jetzt abonnieren

    Bedeutung für Stadtkultur und Nachwuchsförderung

    Bochum Total lockt jährlich hunderttausende Menschen ins Bermuda3eck und Kreativquartier Viktoriaquartier. Das kostenfreie Festival trägt zur kulturellen Grundversorgung bei und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe. Neben etablierten Künstlern erhalten zahlreiche örtliche und regionale Nachwuchs-Künstler die Chance, sich einem großen Publikum zu präsentieren.

    Steigende Förderung seit Corona

    Die kommunale Unterstützung wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht:

    • Bis 2020: 4.900 Euro vom Kulturbüro
    • 2023/2024: 15.000 Euro
    • 2025: 25.000 Euro
    • 2026: erneut 25.000 Euro (geplant)

    Finanzierung aus zwei Quellen

    Von der beantragten Summe sollen 5.000 Euro aus dem PSP-Element „Förderung von Musikprojekten POP/JAZZ“ des Kulturbüros stammen. Die restlichen 20.000 Euro trägt das Referat des Oberbürgermeisters für gesamtstädtische Angelegenheiten.

    Die Verwaltung begründet die Förderung als notwendige kommunale Aufgabe zur Sicherung der kulturellen Grundversorgung. Der Ausschuss für Kultur und Tourismus entscheidet am 10. Juni über den Antrag.