Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 14.01.2026 | Ausschuss für Schule und Bildung | Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen. |
Die Stadt Bochum hat zum 1. Juni 2025 die Postverteilung für Schulen umgestellt. Statt der bisherigen Hausmeister-Fahrten übernimmt nun zentral die Deutsche Post den Versand. Die Verwaltung verspricht sich davon mehr Zeit für Kernaufgaben der Schulhausmeister, rechnet aber mit jährlichen Mehrkosten von 40.000 Euro.
Hintergrund der Umstellung
Die Änderung geht auf ein Optimierungsprojekt der Zentralen Dienste zurück. Seit März 2022 sind die Schulhausmeister organisatorisch den Zentralen Diensten zugeordnet. Mehrwöchige Erhebungen zeigten, dass das von den Hausmeistern transportierte Postvolumen bereits stark rückläufig war. Als Hauptgrund nennt die Verwaltung die zunehmende Digitalisierung und den Anschluss der Schulsekretariate an das städtische Mailsystem.
Bisher holten die Schulhausmeister zweimal wöchentlich Post am Standort der Schulhausdienste in der Herner Straße ab und brachten ausgehende Post dorthin. Diese Fahrten entfallen nun komplett.
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Durch den Wegfall der Postdienste gewinnen die Schulhausmeister nach Angaben der Verwaltung durchschnittlich eineinhalb bis zwei Stunden pro Woche für ihre Kernaufgaben an den Schulen. Bezogen auf alle Schulen entspricht das mindestens 150 Arbeitsstunden wöchentlich. Zusätzlich reduzieren sich die Fahrtkostenentschädigungen um etwa 300 Euro pro Woche.
Mehrkosten durch Portogebühren
Die Umstellung verursacht jedoch neue Kosten: Die Verwaltung schätzt die zusätzlichen jährlichen Portokosten auf rund 40.000 Euro für alle Schulen. Diese Kosten werden weiterhin von der Stadt getragen, die Schulen müssen nicht selbst dafür aufkommen.
Ausstattung der Schulsekretariate
Die Schulsekretariate werden mit den erforderlichen Mitteln wie Briefwaagen und Umschlägen verschiedener Größen ausgestattet. Über den tatsächlichen zusätzlichen Zeitaufwand für das Einkuvertieren, Adressieren und Frankieren will die Verwaltung erst nach einer längeren Evaluierung Aussagen treffen.
Datenschutz bleibt gewährleistet
Für datenschutzrelevante Unterlagen sieht die Verwaltung keine Probleme. Die Deutsche Post gewährleiste zuverlässige und vertrauliche Zustellung. Reguläre Sendungen erreichen die Schulen binnen ein bis zwei Werktagen. Bei besonders schützenswerten Inhalten kommen spezielle Versandarten wie Einschreiben zum Einsatz.
Die CDU-Fraktion hatte die Umstellung kritisiert und bemängelt, das Projekt sei nicht vollständig durchdacht. Insbesondere befürchteten die Christdemokraten eine Mehrbelastung der oft unterbesetzten Schulsekretariate.
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