Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 19.05.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid | Der Antrag wird zurückgezogen. |
Die SPD-Bezirksfraktion Wattenscheid lehnt die bisherige Umbauplanung für den August-Bebel-Platz ab und fordert eine wirtschaftlich tragfähige Alternative. Statt vollständiger Autofreiheit soll der Platz weiterhin befahrbar bleiben und schrittweise aufgewertet werden.
Die SPD-Bezirksfraktion Wattenscheid hat einen Änderungsantrag zur geplanten Umgestaltung des August-Bebel-Platzes eingereicht. Der Antrag sieht vor, der vorliegenden Planung nicht zuzustimmen und stattdessen eine grundlegend neue Herangehensweise zu verfolgen.
Bisherige Großplanung soll gestoppt werden
Die Fraktion spricht sich gegen die Fortführung der umfassenden Umbauplanung mit vollständiger Autofreiheit aus. Stattdessen fordert sie eine wirtschaftlich tragfähige, schrittweise und umsetzbare Planung. Die Verwaltung soll auf Basis von fünf Leitplanken einen realistischen Maßnahmenplan erarbeiten.
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Der Änderungsantrag definiert konkrete Anforderungen an die Neuplanung:
- Keine Fortführung der bisherigen Großplanung: Die umfassende Umbauplanung mit vollständiger Autofreiheit wird nicht weiterverfolgt.
- Erhalt der Erreichbarkeit: Der August-Bebel-Platz soll weiterhin für den motorisierten Individualverkehr erreichbar und befahrbar bleiben. Verkehrsberuhigende Maßnahmen und Verbesserungen für Fußgänger, Radverkehr und ÖPNV sollen geprüft werden.
- Sichtbare punktuelle Aufwertung: Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung von Aufenthaltsqualität, Sauberkeit, Begrünung, Verschattung, Sitzgelegenheiten, Beleuchtung und Barrierefreiheit sollen entwickelt werden.
- Multifunktionale Nutzung sichern: Der Platz soll flexibel nutzbar bleiben für Parken, Wochenmarkt, Veranstaltungen, Außengastronomie und Aufenthalt.
- Einbettung in Gesamtkonzept: Die Planung soll in ein Gesamtkonzept für die Wattenscheider Innenstadt eingebettet werden, insbesondere mit Blick auf Alter Markt, Fußgängerzone und Friedrich-Ebert-Straße.
Kritik an mangelnder Akzeptanz
In der Begründung führt die SPD-Fraktion aus, dass die bisherige Planung keine ausreichende Akzeptanz finde. Insbesondere die vollständige Herausnahme des motorisierten Individualverkehrs sowie mögliche Auswirkungen auf Einzelhandel, Gastronomie und umliegende Wohnstraßen würden erhebliche Fragen aufwerfen. Auch der Umfang der Maßnahme, die Kostenentwicklung und die praktische Umsetzbarkeit sprächen gegen die bisherige Planung.
Forderung nach pragmatischer Lösung
Thomas Dißelbeck von der SPD-Bezirksfraktion Wattenscheid betont, dass es nicht darum gehe, eine Aufwertung des August-Bebel-Platzes zu verhindern. Vielmehr solle der Fokus auf eine pragmatische, wirtschaftlich tragfähige und bürgernahe Lösung gelegt werden. „Wattenscheid braucht jetzt keinen weiteren Planungskonflikt, sondern einen machbaren Ansatz mit konkreten Verbesserungen“, heißt es in der Begründung.
Der Änderungsantrag wird in der Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid am 19. Mai 2026 behandelt.
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