Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 24.09.2025 | Bezirksvertretung Bochum-Südwest | Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen. |
Die Sportgemeinschaft Linden-Dahlhausen muss ihre Hoffnungen auf einen Kunstrasenplatz vorerst begraben. Eine umfangreiche Anfrage der FDP-Fraktion offenbart massive Lärmschutzprobleme und fehlende Perspektiven für die Anlage am Lewacker.
Die Sportverwaltung hat in einer detaillierten Stellungnahme die Situation der Sportanlage Lewackerstraße dargelegt. Kernaussage: Die Anlage steht nicht auf der Prioritätenliste für den Umbau zu Kunstrasen in den Jahren 2025 bis 2030. Eine konkrete Perspektive für die Zukunft kann derzeit nicht gegeben werden.
Lärmschutz als zentrales Hindernis
Besonders ernüchternd fallen die Aussagen zum Lärmschutz aus. Der prognostizierte Beurteilungspegel überschreitet die zugelassenen Immissionsrichtwerte „erheblich“, so die Verwaltung. Das angrenzende Wohngebiet ist als reines Wohngebiet klassifiziert, was strenge Grenzwerte nach sich zieht. Selbst ein Verzicht auf Sonntagsspiele würde das Problem nicht lösen – massive und kostenintensive Lärmschutzmaßnahmen wären weiterhin erforderlich.
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Jetzt abonnierenEigenfinanzierung nicht empfohlen
Die Idee einer vereinsfinanzierten Lösung nach dem Vorbild des SC Obersprockhövel verwirft die Verwaltung deutlich. Bei geschätzten Baukosten von 1,7 bis 2 Millionen Euro müsste der Verein selbst bei maximaler städtischer Förderung noch 680.000 bis 800.000 Euro aufbringen. Zudem würde die Stadt ihr Zugriffsrecht auf die Fläche verlieren – angesichts zahlreicher anstehender Baumaßnahmen aus Sicht der Sportverwaltung „nicht zielführend“.
Weitere Problemfelder angesprochen
Die FDP-Anfrage beleuchtete auch weitere kritische Punkte: Ein gesperrter Spielplatz, für den keine gemeinsame Planung mit dem Verein vorgesehen ist. Sogenannte „Mietnomaden“ im Umkleidegebäude, deren Räumung frühestens Ende 2025 angestrebt wird. Eingeschränkte Öffnungszeiten der Materialausgabe, die nur donnerstags von 9 bis 12 Uhr erreichbar ist.
Die Verwaltung kündigte immerhin organisatorische Verbesserungen an: Sportplätze werden künftig konkret einzelnen Mitarbeitenden zugeordnet. Zudem sind halbjährliche Workshops mit Vereinen und Platzbetreuenden geplant, um Kommunikation und Pflege zu verbessern.
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