Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 19.03.2026 | Rat | noch nicht beraten |
Die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt fordert eine Umbenennung des Ausländerbüros in „Büro für Migration und Integration“. Mit einer Anfrage an Oberbürgermeister Jörg Lukat begründen sie dies mit dem Wandel der Aufgaben und verweisen auf entsprechende Umbenennungen in anderen Städten.
Neue Bezeichnung soll Aufgaben besser widerspiegeln
Das Ausländerbüro als Teil des Amts für Bürgerservice ist laut eigenen Angaben „Anlaufstelle für Aufenthalt, Einreise, Arbeit, Studium und Integration„. Die Ratsgruppe argumentiert, dass die derzeitige Bezeichnung die Aufgaben im Bereich Zuwanderungsservice verdecke und angesichts der notwendigen Zuwanderung und Einbürgerung veraltet wirke.
Als Alternative schlägt sie „Büro für Migration und Integration“ vor, international ergänzt durch „Bochum Immigration and Integration Office“. Die Stelle komme im Zusammenspiel mit weiteren städtischen Stakeholdern eine besondere Funktion für die Willkommens- und Integrationskultur zu.
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Jetzt abonnierenAndere Städte als Vorbild
Die Antragsteller verweisen auf mehrere Kommunen, die ihre entsprechenden Stellen bereits umbenannt haben. Frankfurt wählte 2024 „Frankfurt Immigration Office“, München „Servicestelle für Zuwanderung und Einbürgerung“ und Potsdam „Migrationsamt“. In Münster wurde 2022 das Amt für Migration und Integration neu gegründet.
Bereits 2013 gab es mit dem Modellprojekt „Ausländerbehörden – Willkommensbehörden“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge erste Ansätze, die Willkommensarbeit der entsprechenden Stellen zu betonen.
Welcome Office als Vorbild
Die Ratsgruppe sieht die Einführung des Welcome Offices 2025 als wichtigen Schritt für die Willkommenskultur. Dieses war bereits 2018 von der damaligen Fraktion FDP & Die STADTGESTALTER angeregt worden. Es sei folgerichtig, die Bezeichnung des Ausländerbüros diesem Wording anzupassen.
Sechs Fragen an die Verwaltung
In ihrer Anfrage zur Ratssitzung am 19. März 2025 stellen Dr. Volker Steude, Stefanie Beckmann und Nadja Zein-Draeger sechs konkrete Fragen: Sie wollen wissen, wie die Verwaltung die Umbenennungen in anderen Kommunen bewertet, welche Namen in Frage kommen und welche positiven Effekte sowie Kosten entstehen würden. Zudem fragen sie, ob die Umbenennung in der Organisationshoheit des Oberbürgermeisters liegt oder einen Ratsbeschluss erfordert, und ob die Verwaltung selbst eine Umbenennung anstrebt.
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