Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 23.01.2026 | Ausschuss für Sport, Bewegung und Freizeit | Die Anfrage wird schriftlich beantwortet. |
| 29.05.2026 | Ausschuss für Sport, Bewegung und Freizeit | noch nicht beraten |
Die Stadt Bochum hat auf eine CDU-Anfrage zu möglichen olympischen Fußballspielen im Ruhrstadion geantwortet. Die Verwaltung erklärt, dass konkrete olympische Anforderungen bei der aktuellen Modernisierung noch nicht berücksichtigt werden, da entsprechende Vorgaben fehlen.
Die Bochumer Sportstättenbesitzgesellschaft hat ausführlich auf acht Fragen der CDU-Fraktion zu einer möglichen olympischen Nutzung des Vonovia Ruhrstadions geantwortet. Hintergrund ist eine für Februar 2026 geplante Ratsentscheidung über einen Bürgerentscheid zur Beteiligung Bochums an Olympischen und Paralympischen Spielen.
Modernisierung folgt FIFA-Standards
Bei der aktuellen Modernisierung des Ruhrstadions werden die nationalen und internationalen Regularien für den Profifußball zugrunde gelegt. Eine konkrete Ausrichtung auf olympische Anforderungen erfolgt nicht, da entsprechende Detailvorgaben noch nicht vorliegen. Das IOC und der Deutsche Olympische Sportbund verweisen für operative Anforderungen im Fußball auf die FIFA Stadium Guidelines.
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Jetzt abonnierenErste Gespräche mit dem Land geführt
Zwischen Stadtverwaltung, Betreiber und Vertretern des Landes Nordrhein-Westfalen haben bereits Gespräche auf Arbeitsebene stattgefunden. Dabei wurden grundsätzliche Fragen zur möglichen Einbindung des Ruhrstadions in ein Bewerbungskonzept erörtert. Konkrete Festlegungen, vertragliche Vorabsprachen oder Zusagen wurden nicht getroffen.
Vertragliche Verpflichtungen noch unklar
Konkrete vertragliche Verpflichtungen für die Stadt oder den Betreiber lassen sich derzeit nicht benennen. Bei internationalen Sportgroßveranstaltungen ist erfahrungsgemäß davon auszugehen, dass:
- Sportstätten für einen definierten Zeitraum vollständig an das Organisationskomitee übergeben werden
- sie als sogenannte „Clean Venues“ (werbe- und logofrei) bereitzustellen sind
- temporäre bauliche Ergänzungen (Overlay) möglich und rückbaubar sind
Stadionkategorie und Turnierphasen offen
Eine verbindliche Einstufung in eine FIFA- oder IOC-Kategorie kann derzeit nicht vorgenommen werden, da olympiaspezifische Bewertungsmaßstäbe noch nicht konkretisiert sind. Nach derzeitiger Einschätzung wäre eine Nutzung für Gruppenspiele grundsätzlich denkbar. Finalspiele erscheinen aufgrund der Stadionkapazität nicht realistisch.
Standards für Barrierefreiheit und Medien
Das Stadion wird so modernisiert, dass die geltenden Anforderungen für ein zeitgemäßes Profifußballstadion eingehalten werden, insbesondere die Vorgaben der Deutschen Fußball Liga und des Deutschen Fußball-Bundes. Eine gesonderte Bewertung nach IOC-Standards ist erst möglich, wenn entsprechende Kriterien konkretisiert sind.
Für die Medienausstattung orientieren sich die Anforderungen im Fußballbereich an den FIFA-Regularien. Im Rahmen vergleichbarer Bewerbungsverfahren wären die vorhandenen Medienarbeitsplätze ausreichend gewesen. Sollten zusätzliche Flächen erforderlich sein, könnten temporäre Containerlösungen im Stadionumfeld eingerichtet werden.
Die vorhandenen VIP- und Hospitalityflächen entsprechen den derzeitigen Anforderungen für den Profifußballbetrieb. Temporäre Erweiterungen wären grundsätzlich über Overlay-Lösungen darstellbar.
Unterlagen
- Anfrage (20260177)
Olympischer Fußball im Ruhrstadion (PDF)
Vorgang im Ratsinformationssystem - Antwort der Verwaltung (20260607)
Olympischer Fußball im Ruhrstadion (PDF)
Vorgang im Ratsinformationssystem