Schlagwort: Umwelt und Nachhaltigkeit

  • Rechnungsprüfungsamt prüft Förderprogramm für Dächer, Fassaden und Vorgärten

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    22.05.2026Rechnungsprüfungsausschussnoch nicht beraten

    Das Rechnungsprüfungsamt hat das städtische Förderprogramm „Bochums Dächer, Fassaden und Vorgärten“ unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse der Prüfung werden dem Rechnungsprüfungsausschuss zur Kenntnisnahme vorgelegt.

    Prüfung des Förderprogramms

    Das Rechnungsprüfungsamt unter Leitung von Christian Strickling-Weilkes hat eine umfassende Prüfung des städtischen Förderprogramms „Bochums Dächer, Fassaden und Vorgärten“ durchgeführt. Der entsprechende Prüfungsbericht liegt als Anlage zu der Vorlage vor.

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    Beratung im Ausschuss

    Der Rechnungsprüfungsausschuss wird sich am 22. Mai 2026 mit den Prüfungsergebnissen befassen. Die Vorlage ist zur Kenntnisnahme vorgesehen, eine Beschlussfassung ist nicht erforderlich.

    Das Förderprogramm zielt darauf ab, private Investitionen in die Begrünung und Gestaltung von Dächern, Fassaden und Vorgärten zu unterstützen. Die detaillierten Prüfungsergebnisse sind dem beigefügten Prüfungsbericht zu entnehmen.

  • Bürgeranregung zur Markierung des geografischen Mittelpunkts im Friederikapark abgelehnt

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    21.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Mittenoch nicht beraten

    Die Verwaltung empfiehlt der Bezirksvertretung Bochum-Mitte, eine Bürgeranregung zur physischen Markierung des geografischen Mittelpunkts der Stadt im Friederikapark nicht zu folgen. Als Hauptgrund führt sie den Schutz der ökologischen Funktionen des Waldgebiets an.

    Bürger regt Markierung des Stadtmittelpunkts an

    Ein Bürger hatte gemäß § 24 Gemeindeordnung NRW angeregt, den geografischen Mittelpunkt der Stadt vor Ort sichtbar zu markieren. Er verwies darauf, dass es sich um ein „einzigartiges Merkmal“ der Stadt handle, das zwar in städtischen Angeboten wie der Freizeitkarte ausgewiesen sei, jedoch nicht in externen digitalen Kartendiensten wie Google Maps oder OpenStreetMap zu finden sei. Zudem könne eine solche Markierung dem wenig bekannten Friederikapark zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffen.

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    Verwaltung sieht ökologische Funktionen gefährdet

    Die Verwaltung würdigt die Anregung grundsätzlich als positiv, kommt jedoch nach fachlicher Prüfung zu einer ablehnenden Empfehlung. Der entscheidende Punkt ist der Charakter des Friederikaparks: Bei der Fläche handelt es sich trotz des Namens um einen Wald im Sinne des Gesetzes und eine städtische Forstfläche.

    Die Waldfläche übernimmt im dicht bebauten Umfeld wichtige ökologische Funktionen:

    • Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten
    • Rückzugs- und Überwinterungsgebiet für Kleinsäuger und Insekten
    • Brut- und Aufenthaltsraum für Vögel

    Eine Erhöhung des Bekanntheitsgrades mit potenziell steigenden Besucherzahlen sei daher aus fachlicher Sicht nicht zielführend, da diese die ökologischen Funktionen beeinträchtigen könnte.

    Weitere Argumente gegen die Markierung

    Die Verwaltung führt zusätzliche Gründe für ihre ablehnende Haltung an:

    • Der geografische Mittelpunkt ist ein rechnerisch ermittelter Flächenschwerpunkt ohne städtebauliche, historische oder funktionale Bedeutung
    • Aufwand für Einrichtung, Gestaltung und dauerhafte Unterhaltung stehe in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen
    • Der geografische Mittelpunkt sei bereits in städtischen digitalen Informationsangeboten verfügbar

    Die Tatsache, dass externe Kartendienste diesen Punkt bislang nicht ausweisen, begründe keinen unmittelbaren Handlungsauftrag für eine physische Markierung vor Ort.

    Entscheidung steht noch aus

    Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte wird am 21. Mai 2026 über die Bürgeranregung entscheiden. Finanzielle Auswirkungen oder jährliche Folgelasten entstehen durch die Ablehnung der Anregung nicht.

  • Verwaltung empfiehlt Schließung des Trampelpfades zwischen Kleingartenanlage und Hauptfriedhof

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    21.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Mittenoch nicht beraten

    Die Stadt Bochum will einen Trampelpfad zwischen der Kleingartenanlage „Auf der Prinz“ und dem Hauptfriedhof nicht ausbauen, sondern dauerhaft sperren. Die Verwaltung sieht keine funktionale Notwendigkeit für die Verbindung und befürchtet negative Auswirkungen auf Sicherheit und Entwässerung.

    Ausgangslage und Bürgerbeschwerden

    Im Bereich zwischen der Kleingartenanlage „Auf der Prinz“ und dem Hauptfriedhof besteht ein Trampelpfad, der bei Nässe regelmäßig verschlammt. Nach einer Bürgerbeschwerden führte Bezirksbürgermeisterin Menke ein Gespräch zu dem Thema. Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte hatte zunächst Bereitschaft signalisiert, Haushaltsmittel für einen möglichen Ausbau bereitzustellen.

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    Verwaltung sieht keinen funktionalen Bedarf

    Nach der fachlichen Prüfung lehnt die Verwaltung einen Ausbau jedoch ab. Sie argumentiert, dass der Trampelpfad weder erforderlich noch planungsrechtlich vorgesehen sei. Eine wesentliche Erschließungs- oder Verbindungsfunktion bestehe nicht:

    • Der Trampelpfad stelle keine notwendige Verbindung zum Friedhof dar
    • Für die Kleingartenanlage ergebe sich ebenfalls kein funktionaler Bedarf
    • Gleichwertige Wegeverbindungen für Fußgänger bestünden über das vorhandene Wegenetz des Hauptfriedhofs

    Der Stadtverband der Kleingärtner habe schriftlich erklärt, dass eine Schließung des Trampelpfades gewünscht wird.

    Sicherheitsbedenken wegen Radverkehr

    Die Verwaltung stellt fest, dass der Pfad überwiegend von Radfahrenden genutzt wird, obwohl das Radfahren sowohl in der Kleingartenanlage als auch auf dem Friedhof nicht zulässig ist. Der Erschließungsweg innerhalb der Kleingartenanlage weise ein starkes Gefälle auf, wodurch Radfahrende hohe Geschwindigkeiten erreichten. Dies stelle eine Gefährdung für Kleingärtner und insbesondere Kinder dar.

    Zudem erleichtere die Verbindung unerwünschte Querungen zwischen Friedhof und Kleingartenanlage. Aus der Kleingartensiedlung sei berichtet worden, dass es über den Trampelpfad wiederholt zu Einbrüchen in die Parzellen gekommen sei.

    Entwässerungsprobleme befürchtet

    Ein weiteres Argument gegen den Ausbau sind die Entwässerungsaspekte. Bei Stark- und Dauerregen sammle sich bereits heute auf dem Verbindungsweg unter dem Oviedo-Ring Oberflächenwasser in erheblichem Umfang. Die Unterführung sei dann zeitweise nur eingeschränkt nutzbar.

    Durch einen Ausbau des Trampelpfades würde aufgrund des Gefälles zusätzliches Oberflächenwasser in Richtung der Unterführung abgeleitet und die Überflutungsproblematik weiter verschärft.

    Beschlussvorschlag der Verwaltung

    Die Verwaltung schlägt der Bezirksvertretung Bochum-Mitte vor:

    • Auf den Ausbau des Trampelpfades zu verzichten
    • Den Trampelpfad zurückzubauen beziehungsweise dauerhaft zu sperren
    • Die Fläche durch geeignete Maßnahmen zu begrünen oder einer natürlichen Entwicklung zu überlassen

    Ein Ausbau würde Kosten von etwa 15.000 Euro brutto verursachen. Für den Rückbau und die Begrünung fallen hingegen keine direkten Kosten an. Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte entscheidet am 21. Mai 2026 über den Vorschlag.

  • Neue Sitzinseln entlang der Dorstener Straße geplant

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    21.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Mittenoch nicht beraten

    Im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt Hamme“ sollen drei weitere Sitzinseln im Straßenraum der Dorstener Straße entstehen. Die Maßnahme ergänzt bereits geplante Standorte in Grünanlagen und soll die fußläufige Alltagsmobilität verbessern.

    Förderung durch Bund und Land

    Für die Maßnahme „Grüne Wege“ der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Sozialer Zusammenhalt Bochum-Hamme“ haben Bund und Land 2024 Mittel aus dem Städtebauförderprogramm bewilligt. Die Maßnahme umfasst insgesamt vier Teilbausteine, darunter die Einrichtung von Sitzinseln entlang der Dorstener Straße zur Verbesserung der Alltagsmobilität und Vernetzung.

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    Drei Standorte im Straßenraum

    Ergänzend zu den ersten drei Standorten in Grünanlagen sollen nun drei weitere Standorte direkt im Straßenraum umgesetzt werden. In einer Bürgerbeteiligung Anfang März 2026 wurden folgende Standorte diskutiert:

    • Hedwigstraße/Ecke Dorstener Straße
    • Hildegardstraße/Ecke Dorstener Straße
    • Haltepunkt Hamme/Ecke Dorstener Straße

    Fast alle Sitzinselstandorte liegen auf der nördlichen Seite der Dorstener Straße, wodurch unnötige Straßenquerungen im Alltag vermieden werden.

    Ausstattung und Begrünung

    Die Sitzinseln werden mit Sitzbänken, Abfallbehältern und zusätzlicher Begrünung in Cortenstahlkübeln ausgestattet. Da die Schaffung neuer Baumstandorte wegen Nutzungskonflikten entlang der Dorstener Straße nicht möglich ist, bieten sich die Pflanzkübel als alternative Begrünungsmaßnahme an. Das Stadtteilmanagement sucht noch ehrenamtliche Pflegepaten – bisher haben sich ein Interessent und eine Einzelhändlerin zur Pflege bereit erklärt.

    Weitere Bausteine folgen

    Weitere Komponenten der „Grünen Wege“ sind die Beleuchtung der Wegeverbindung zur Sportanlage im Hammer Park und die Verbesserung der Sichtbarkeit der Eingänge durch Eingangsstelen sowie Wegweisung zu den Frei- und Grünanlagen. Diese werden nach und nach bis spätestens Ende 2027 umgesetzt.

    Kosten und Finanzierung

    Die Kostenschätzungen für die Ausstattung der drei Standorte im Straßenraum betragen insgesamt rund 16.500 Euro brutto. Davon übernimmt die Städtebauförderung 80 Prozent. Die Verwaltung sieht in der Maßnahme auch klimarelevante Auswirkungen, da alltägliche Wege als Fußgänger besser bewältigt werden können und die Nutzung des privaten Pkw für kurze Strecken möglicherweise vermieden wird.

  • Harpener Straße erhält neuen Mischwasserkanal für 1,1 Millionen Euro

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    21.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Mittenoch nicht beraten
    27.05.2026Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastrukturnoch nicht beraten

    Die Stadt plant den Neubau eines 200 Meter langen Mischwasserkanals in der Harpener Straße. Das Rohrvortriebsverfahren soll die seit 1920 bestehende „Abwassertreppe“ ersetzen und Umweltprobleme beseitigen. Die Bauzeit ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

    Veraltete Abwasserableitung wird erneuert

    Die seit 1920 bestehende „Abwassertreppe“ in der Harpener Straße befördert öffentliches Mischwasser über den Hang der Deutschen Bahn in einen offenen Seitengraben. Bei Regen tritt regelmäßig verdünntes Schmutzwasser über die Grabenufer und versickert im Untergrund. Um diesen abwassertechnischen Missstand zu beseitigen, soll ein neuer Mischwasserkanal DN 800 auf etwa 200 Meter Länge errichtet werden.

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    Rohrvortriebsverfahren minimiert Verkehrsbehinderungen

    Die Bauarbeiten erfolgen im Rohrvortriebsverfahren mit Bogenfahrt, um Auswirkungen auf den Straßenverkehr gering zu halten. Dennoch ist eine halbseitige Sperrung der Fahrbahn erforderlich. Aufgrund der Kurvigkeit und der benötigten Arbeitsflächen wird eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Die Fahrtrichtung von der Karl-Lange-Straße in Richtung Lohring bleibt weiterhin möglich.

    Zur Ausführung gelangen:

    • etwa 200 Meter Kanal DN 800 aus Beton
    • 2 Fertigteilschächte in der Start- und Zielbaugrube

    Umleitung und Bauzeit geplant

    Für den Gegenverkehr ist eine Umleitung über Harpener Straße, Krümmede, Gersteinring, Castroper und Karl-Lange-Straße vorgesehen. Radfahrende werden über die Krümmede umgeleitet. Die Arbeiten sind bewusst für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, um verkehrlich günstig im „Windschatten“ der Einbahnstraßenregelung auf dem Lohring zu liegen und rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten an der Castroper Straße abgeschlossen zu sein.

    Die Bauzeit beträgt etwa vier Monate. Aufgrund des Rohrvortriebsverfahrens sind keine Bäume betroffen.

    Finanzierung und Folgekosten

    Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer. Die erforderlichen Mittel wurden außerplanmäßig beantragt und stehen vorbehaltlich der Zustimmung durch den Rat zur Verfügung.

    Die jährlichen Folgekosten umfassen:

    • Unterhaltungsaufwand: etwa 33.000 Euro (3 Prozent der Bausumme)
    • Abschreibungsaufwand: etwa 13.750 Euro bei 80 Jahren Nutzungsdauer
    • Zinsaufwand: durchschnittlich 21.000 Euro jährlich über 30 Jahre

    Verbesserung der klimatischen Verhältnisse

    Durch die geschlossene Führung des Abwassers soll sich das Klima in der nahen Umgebung verbessern. Die Maßnahme ist im Abwasserbetriebskonzept unter der Nummer 7116 aufgenommen worden.

    Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte wird am 21. Mai 2026 angehört. Die Entscheidung trifft der Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur am 27. Mai 2026.

  • Stadt führt keine Lärm- und Rauchuntersuchungen in Grünanlage Schmechtingwiese durch

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.03.2026Bezirksvertretung Bochum-MitteDie Anfrage wird schriftlich beantwortet.
    21.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Mittenoch nicht beraten

    Die Stadtverwaltung hat bestätigt, dass weder behördliche Lautstärkemessungen noch Sichtfeldanalysen zur Rauchentwicklung durch Grillaktivitäten in der Grünanlage Schmechtingwiese durchgeführt wurden oder werden. Stattdessen setzt die Stadt auf Kontrollen durch den kommunalen Ordnungsdienst.

    Keine behördlichen Messungen vorgenommen

    Die Stadt Bochum hat auf eine Anfrage der Linksfraktion in der Bezirksvertretung Mitte klargestellt, dass bislang keine behördlichen Lautstärkemessungen im Bereich der Schmechtingwiese durchgeführt wurden. Dies gilt sowohl für die Sommermonate als auch für Wochenenden sowie Abend- und Nachtstunden.

    Auch Sichtfeldanalysen zur Beurteilung der Rauchentwicklung durch das Grillgeschehen in der Grünanlage fanden nicht statt, wie die Verwaltung in ihrer Antwort mitteilte.

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    Ordnungsdienst kontrolliert vor Ort

    Als Begründung für das Ausbleiben solcher Messungen verwies die Stadt auf den Einsatz des kommunalen Ordnungsdienstes. Dieser überprüfe an sommerlichen Wochenenden verstärkt die Einhaltung der Regeln nach § 17 der Bochumer Sicherheitsverordnung in der Grünanlage.

    Die Anfrage war von Ida Paul für die Linksfraktion im Stadtbezirk Mitte in der Sitzung vom 5. März 2026 gestellt worden. Die Antwort der Verwaltung wird in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Mitte am 21. Mai 2026 zur Kenntnis genommen.

  • Kanalbaumaßnahme Eppendorfer Straße kostet 9,4 Millionen Euro

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    19.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheidnoch nicht beraten
    27.05.2026Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastrukturnoch nicht beraten

    Die Stadt plant den Aufbau eines neuen Kanalsystems in der Eppendorfer Straße mit Regenwasser-Abkopplung. Die Gesamtkosten sind auf 9,4 Millionen Euro gestiegen – deutlich mehr als ursprünglich geplant.

    Umfassendes Entwässerungskonzept geplant

    In der Eppendorfer Straße soll ein modernes Kanalsystem entstehen, an das die Entwässerung der anliegenden Straßen angebunden wird. Bisher läuft diese in den parallel verlaufenden offenen Mischwassersammler. Das neue System sieht eine vollständige Abkopplung des Regenwassers vor – künftig soll Regenwasser in dem momentan offenen Eppendorfer Graben fließen.

    Die Planung umfasst:

    • Vergrößerung des vorhandenen Mischwasserkanals bis zum Anschluss an die Holzstraße
    • Bau eines parallel verlaufenden Regenwasserkanals bis zum Anschluss an den Graben
    • Ein modifiziertes Mischsystem mit bis zu drei Rohrleitungen

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    Deutliche Kostensteigerung durch Baugrund-Probleme

    Die ursprünglich im Juni 2025 beschlossene Maßnahme wurde bereits einmal vorgestellt. Nun müssen die Gremien über die erheblich gestiegenen Kosten entscheiden. Die Gesamtkosten betragen mittlerweile rund 9,4 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer.

    Die Kostensteigerung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen:

    • Zusätzliche Erdarbeiten
    • Umfangreicherer Straßenaufbruch und -wiederherstellung
    • Erschwertes Arbeiten im Fels laut Baugrundgutachten
    • Zusätzliche Entsorgungskosten durch Schadstoffbelastung

    Finanzierung durch Umschichtung im Haushalt

    Für 2026 stehen bereits 685.000 Euro zur Verfügung. Die restlichen Mittel sollen durch Umschichtung im Profit Center 5304 bereitgestellt werden. Dafür werden Gelder aus acht anderen Kanalbaumaßnahmen verwendet, die sich dadurch in spätere Jahre verschieben:

    • „BM HS Leither Bach“: 1.450.000 Euro
    • „BM Constantin X“: 780.000 Euro
    • „An der Maarbrücke“: 1.080.000 Euro
    • „Auf der Markscheide“: 930.000 Euro
    • „Kirchstraße“: 1.030.000 Euro
    • „Schwerinstraße“: 975.000 Euro
    • „Steeler Straße“: 1.030.000 Euro
    • „Wasserstraße“: 1.440.000 Euro

    Langfristige Folgekosten berücksichtigt

    Die jährlichen Folgekosten setzen sich zusammen aus einem Abschreibungsaufwand von 117.500 Euro bei einer Nutzungsdauer von 80 Jahren sowie Zinskosten. Der anfängliche jährliche Zinsaufwand beläuft sich bei einem Zinssatz von 3,67 Prozent auf 345.000 Euro.

    Die Verwaltung begründet die hohen Investitionskosten mit den langfristigen Vorteilen für Nachhaltigkeit und Umweltschutz, da das System zum Schutz der lokalen Gewässer und zur Reduzierung der Umweltbelastung beitrage.

    Beratung in den Gremien

    Die Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid wird am 19. Mai 2026 angehört. Die Entscheidung trifft am 27. Mai 2026 der Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur.

  • Kanalsanierung in der Buchenstraße: Neubau für 3 Millionen Euro geplant

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    19.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheidnoch nicht beraten

    Die Stadt Bochum plant die umfassende Sanierung der Kanalisation in der Buchenstraße. Die vorhandenen Rohre weisen extreme Schäden auf und sollen durch ein modifiziertes Mischsystem mit zwei Leitungen ersetzt werden. Die Bezirksvertretung Wattenscheid entscheidet am 19. Mai über das 3-Millionen-Euro-Projekt.

    Die Kanalrohre in der Buchenstraße haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Laut Verwaltungsvorlage weisen sie „extreme Deformationen und Scherbenbildungen sowie einen sehr ausgeprägten Korrosionsgrad bis hin zum Substanzverlust“ auf. Diese Schäden gefährden das tragende Rohr-Bodensystem so stark, dass Tagesbrüche drohen.

    Modifiziertes Mischsystem als Lösung

    Nach umfassender Prüfung verschiedener Varianten hat die Verwaltung den Neubau eines modifizierten Mischsystems mit zwei Rohrleitungen als Vorzugsvariante festgelegt. Dabei werden Regenwasser und Schmutzwasser getrennt voneinander abgeleitet.

    Die Entscheidung basiert auf mehreren Faktoren:

    • Beträchtliches Abkopplungspotenzial für Regenwasser von Dachflächen
    • Günstige Bedingungen in der Böckenbuschstraße durch Nähe der Regenwasserrohre zum Gehweg
    • Ideale Versickerungsmöglichkeiten im nördlich gelegenen Volkspark

    Trotz höherer Anfangsinvestitionen biete das System langfristige Vorteile für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Es ermögliche eine schadstoffdifferenzierte Entwässerung und trage zur Verbesserung der Grundwasserstände sowie zum Schutz lokaler Gewässer bei.

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    Vollsperrungen während der Bauzeit

    Durch die Verlegung von zwei parallel verlaufenden Kanalsträngen sind in Abschnitten Vollsperrungen der Straßen für den Durchgangsverkehr notwendig. Diese sollen mit anderen Baumaßnahmen abgestimmt werden, um die Belastung für Anwohner zu minimieren.

    Finanzierung und Zeitplan

    Die Gesamtkosten der Kanalbaumaßnahme betragen rund 3 Millionen Euro (einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer). Der Baubeginn ist für das dritte Quartal 2026 geplant, die Bauzeit beträgt etwa 18 Monate.

    Die Finanzierung erfolgt teilweise aus bereits verfügbaren Mitteln (1,275 Millionen Euro), der Rest wird durch Umschichtung aus anderen Projekten bereitgestellt:

    • 1,4 Millionen Euro aus dem Projekt „Grubenwasserleitung Süd“
    • 325.000 Euro aus dem Projekt „Harpener Heide RÜ“

    Bei einer Nutzungsdauer von 80 Jahren entstehen jährliche Abschreibungskosten von 37.500 Euro. Der durchschnittliche Zinsaufwand wird über 30 Jahre auf 57.000 Euro pro Jahr geschätzt.

  • Kanalneubau in der Vorstadtstraße soll 2026 beginnen

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    19.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheidnoch nicht beraten

    Die Bezirksvertretung Wattenscheid entscheidet im Mai über den Neubau der Kanalisation in der Vorstadtstraße. Das 97 Jahre alte Mischsystem soll durch ein modernes Zwei-Rohr-System ersetzt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,52 Millionen Euro.

    Erneuerung nach fast 100 Jahren

    Die bestehenden Betonrohre aus dem Jahr 1927 sind undicht und verschlissen. Eine TV-Inspektion hat die Notwendigkeit der Erneuerung dokumentiert. Der alte Mischwasserkanal wird in gleicher Trasse entfernt und durch ein neues Abwassersystem ersetzt.

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    Modifiziertes Mischsystem geplant

    Das neue Zwei-Rohr-Kanalsystem trennt Abwasser und Regenwasser. Der neue Abwasserkanal verläuft von der Rathausstraße bis zur Voedestraße, der Regenwasserkanal beginnt im Kreuzungsbereich der Hüller Straße. Insgesamt werden etwa 450 Meter Kanalisation mit Durchmessern von DN 300 bis DN 600 in offener Bauweise hergestellt.

    Das saubere Regenwasser wird künftig in einem separaten Kanal abgeleitet. Dies entlastet die Kläranlage und führt dem Gewässer zusätzliches Wasser zu.

    Bauarbeiten und Verkehrsbeeinträchtigungen

    Der Baubeginn ist für Mitte des vierten Quartals 2026 geplant. Die Bauzeit beträgt etwa acht Monate. Sowohl die Hüller- als auch die Vorstadtstraße müssen abschnittsweise vollgesperrt werden. Fußgänger können die Baustelle mindestens einseitig auf dem regulären Gehweg passieren.

    Für die Vollsperrung der Vorstadtstraße ist keine explizite Umleitung vorgesehen, da über die Marienstraße und den Friedrich-Ebert-Platz gute Umfahrungsmöglichkeiten bestehen. Während der Sperrung der Hüller Straße wird eine Umleitung über Friedrich-Ebert-, Lyren- und Marienstraße ausgeschildert.

    Koordinierte Infrastrukturarbeiten

    Im Vorfeld der Kanalbauarbeiten erneuern die Stadtwerke Stromleitungen und die Wasserleitung. Eine Baustelleneinrichtungsfläche wird zunächst in Höhe der Hüller Straße erstellt und wandert mit fortschreitender Bauausführung Richtung Voedestraße.

    Finanzierung und Förderung

    Die Gesamtkosten betragen 1,52 Millionen Euro einschließlich Mehrwertsteuer. Davon stehen eine Million Euro direkt für die Maßnahme zur Verfügung, verteilt auf 200.000 Euro in 2026 und 800.000 Euro in 2027. Die zusätzlich benötigten 522.000 Euro werden durch Umschichtung von der Maßnahme Röhlinghauser Straße bereitgestellt, die sich auf 2033 verschiebt.

    Da die Maßnahme im Emschergebiet liegt, wird ein Förderantrag bei der Emschergenossenschaft für die vom Mischwasserkanal abgekoppelten Flächen gestellt. Die neue Förderrichtlinie „ELKA“ (Richtlinie zur Förderung der Klimafolgenanpassung) hat die bisherige „Zukunftsvereinbarung Regenwasser“ seit Januar 2025 abgelöst.

  • SPD und Grüne wollen Nachhaltigkeitsstrategie bei Finanzierung ändern

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    07.05.2026Ratnoch nicht beraten

    SPD und Grüne haben einen gemeinsamen Änderungsantrag zur vierten Tranche der Nachhaltigkeitsstrategie eingereicht. Die Fraktionen fordern eine andere Finanzierung für Metropolrad Ruhr und VHS-Kurse, mehr Geld für Baumpflanzungen und Kürzungen beim Wegweiser für außerschulische Lernorte.

    Metropolrad und VHS-Kurse anders finanzieren

    Bei zwei Projekten wollen SPD und Grüne die Finanzierung aus der Nachhaltigkeitsstrategie herausnehmen. Für das Metropolrad Ruhr sollen die zusätzlich benötigten Mittel nicht mehr aus dem zentralen Ansatz der Nachhaltigkeitsstrategie kommen, sondern im laufenden Etat der Produktgruppe 54.01 bereitgestellt werden.

    Die VHS-Workshops zur Pflege von Grünflächen sollen auch 2027 mit Mitteln aus dem VHS-Etat finanziert werden, falls weiterhin auf Teilnahmegebühren verzichtet werden soll.

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    Budget für Wegweiser um die Hälfte gekürzt

    Beim Projekt „Wegweiser Außerschulische Lernorte in Bochum“ schlagen die Fraktionen eine deutliche Budgetreduzierung vor. Da wesentliche Informationen bereits vorhanden seien und hauptsächlich aufbereitet werden müssten, könne auf gedruckte Flyer und ähnliche Materialien ganz oder teilweise verzichtet werden. Das Budget soll um 25.000 Euro auf 25.000 Euro reduziert werden.

    Auch die geplanten jährlichen Aktualisierungsmittel von 4.000 Euro ab 2028 sollen zunächst nicht vorgesehen werden. Diese Entscheidung könne später getroffen werden, wenn das Projekt erfolgreich sei.

    Mehr Geld für Kultur und Baumpflanzungen

    Für das Projekt „Kulturelle Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ sollen dem Kulturbüro zusätzlich 75.000 Euro jährlich ab 2026 zur Verfügung gestellt werden. Das Geld soll aus den umgeschichteten Mitteln kommen und vorrangig für die Zusammenarbeit mit der Freien Szene und dem Kunstmuseum verwendet werden.

    Ein neues Projekt sehen die Fraktionen bei den Baumpflanzungen vor. Der Rat soll die Verwaltung beauftragen, das Tempo und die Zahl der Baumpflanzungen deutlich zu erhöhen. Dafür sollen aus dem zentralen Ansatz 180.000 Euro pro Jahr für Personal- und Sachmittel eingeplant werden.

    Begründung nur mündlich

    Die Antragsteller Dr. Peter Reinirkens (SPD) sowie Vicki Marschall und Sebastian Pewny (Grüne) kündigen an, dass die weitere Begründung mündlich in der Ratssitzung am 7. Mai 2026 erfolgen wird.