Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 19.03.2026 | Rat | noch nicht beraten |
Die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt fordert den Einsatz des „Woggybots“ zur Automatisierung der Wohngeldbearbeitung. Das Robotic Process Automation-System wird bereits erfolgreich in Nürnberg eingesetzt und soll die sechsmonatigen Bearbeitungszeiten in Bochum verkürzen.
Lange Wartezeiten trotz Organisationsoptimierung
Seit der Wohngeldreform 2023 ist der Kreis der Berechtigten deutlich angestiegen. Die Verwaltung teilte im Oktober 2025 mit, dass Bearbeitungsrückstände noch immer nicht vollständig abgebaut wurden. Erstanträge werden derzeit noch innerhalb von sechs Monaten bearbeitet. Die Wohngeldstelle befindet sich zwar in einem Prozess der Organisationsoptimierung und prüft dabei auch den Einsatz von Automatisierungssoftware.
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Die Stadt Nürnberg setzt bereits seit 2023 den sogenannten Woggybot ein. Der „Wohngeldroboter“ als Robot Process Automation entlastet die Bediensteten und ermöglicht Bürgern schnelleren Erhalt von Wohngeld. In Nürnberg erreicht der Woggybot eine Zeitersparnis von 10 Prozent pro Antrag, was bei rund 530.000 Einwohnern 1.000 Arbeitsstunden pro Jahr einspart. 2023 erhielt Nürnberg für den Woggybot den ersten Platz beim DIGITAL-Award in der Kategorie „Städte und Gemeinden über 20.000 Einwohner“.
Fünf konkrete Fragen an die Verwaltung
Die Ratsgruppe stellt fünf detaillierte Fragen zur Situation der Wohngeldstelle und zum möglichen Einsatz des Woggybots. Sie wollen wissen, wie sich die Bearbeitungszeiten in den letzten sechs Monaten entwickelt haben und welche Ergebnisse die laufende Prozessoptimierung gebracht hat. Zudem fragen sie nach der grundsätzlichen Bewertung des Woggybots durch die Verwaltung sowie nach den damit verbundenen Kosten.
Besonders relevant ist die Frage nach konkreten Einsatzbereichen, in denen der Woggybot die örtliche Wohngeldstelle entlasten könnte. Abschließend wollen die Stadtgestalter wissen, ob die Verwaltung den Woggybot testen oder Kontakt mit Nürnberg aufnehmen wird – und falls nicht, welche alternativen Lösungen stattdessen implementiert werden sollen.
Die Antwort soll auch dem Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur vorgelegt werden. Die Anfrage ist für die 5. Ratssitzung am 19. März 2025 eingereicht.
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