Die Grünen-Fraktion in der Bezirksvertretung Bochum-Nord drängt auf Lösungen für die problematische Verkehrssituation in der Fußgängerzone Lothringer Straße in Gerthe. Autofahrer missachten regelmäßig das Durchfahrtsverbot und gefährden Fußgänger.
Verkehrsregeln werden ignoriert
Die Fußgängerzone zwischen Castroper Hellweg und Hans-Sachs-Straße wird laut der Anfrage von Thomas Wedding immer wieder von Autos durchfahren, die weder Anlieger noch Lieferanten sind – auch nach 11 Uhr, wenn das Durchfahrtsverbot gilt. Fußgänger müssen regelmäßig an den Straßenrand ausweichen. Zusätzlich erschweren unkontrolliert parkende Fahrzeuge den Durchgang und die Erreichbarkeit für Anlieger.
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Jetzt abonnierenMangelhafte Beschilderung als Ursache
Ein Hauptproblem sehen die Grünen in der unzureichenden Beschilderung vom Castroper Hellweg aus. Autofahrer sehen nur das Schild „Einbahnstraße“ und berufen sich darauf, wenn sie auf das Durchfahrtsverbot angesprochen werden.
Kartendaten: © OpenStreetMap
Städtebauliche Bedeutung nimmt ab
Obwohl der Straßenzug für die städtebauliche Wahrnehmung des Quartiers wichtig ist, hat seine Bedeutung für die Nahversorgung stark nachgelassen, da der Einzelhandel andere Standorte bevorzugt.
Drei konkrete Fragen an die Verwaltung
Die Grünen-Fraktion stellt drei Fragen an die Verwaltung:
- Welche Möglichkeiten gibt es zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger und der Erreichbarkeit für Anlieger?
- Mit welchen Mitteln kann eine Aufwertung des Straßenzugs erreicht werden, die zuvor mit den Bürgern abgesprochen wird?
- Wann ist eine Realisierung möglich?
Die Fraktion fordert eine mündliche Antwort in der Bezirksvertretungssitzung am 28. April 2026 sowie einen zeitnahen Ortstermin. Sie kritisiert, dass die Verwaltung zwar wiederholt Verbesserungsmaßnahmen angekündigt, aber bisher keine Anzeichen für die versprochene Neugestaltung der Fußgängerzone und die notwendige Bürgerbeteiligung erkennbar seien.
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