Zweirichtungsradweg an Universitätsstraße aus Sicherheitsgründen abgelehnt

Beratungsfolge

DatumGremiumErgebnis
27.05.2026Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastrukturnoch nicht beraten

Die Stadtverwaltung lehnt die Freigabe des Radwegs an der Universitätsstraße für beide Fahrtrichtungen ab. Als Grund werden Verkehrssicherheit und zu geringe Breite angeführt. Auch eine Freigabe des Bürgersteigs kommt nicht in Frage.

Die Verwaltung hat eine Prüfung zur Freigabe des Radwegs an der Universitätsstraße auf Höhe des Polizeipräsidiums für beide Fahrtrichtungen abgeschlossen. Das Ergebnis fällt negativ aus: Eine solche Lösung ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Sicherheitsbedenken stehen im Vordergrund

Die Nutzung von Radverkehrsanlagen in Gegenrichtung sei innerorts eine häufige Unfallursache, erklärt die Verwaltung. Die Prüfung im Einvernehmen mit der Polizei habe ergeben, dass eine wechselseitige Freigabe aufgrund verschiedener Faktoren ausgeschlossen werden müsse:

  • Hohe Geschwindigkeiten des motorisierten Verkehrs (60 km/h)
  • Hochfrequentierte Einfahrten
  • Einmündung zwischen Universitätsstraße 102-104
  • Hohe Verkehrs- und Radfahrermenge

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Bauliche Mindestanforderungen nicht erfüllt

Zusätzlich zu den Sicherheitsbedenken sprechen auch bauliche Gründe gegen eine Freigabe. Die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen schreiben für wechselseitige Freigaben eine Mindestbreite von 2,50 Meter vor. Der bestehende Radfahrstreifen weist jedoch nur eine Breite von zwei Metern auf.

Alternative Route über Friedrich-Harkort-Straße

Als sichere Alternative für Radfahrende von den Studierendenwohnheimen zur Innenstadt verweist die Verwaltung auf die Route über Friedrich-Harkort-Straße/Mulderpaßstraße/Kampmannstraße zur Radverkehrsanlage Wasserstraße. Von dort könne über den signalisierten indirekten Linksabbieger auf die Universitätsstraße gewechselt werden.

Auch Bürgersteigfreigabe nicht möglich

Die Anfrage der Fraktion „Die Linke“ hatte auch eine mögliche Freigabe des Bürgersteigs für den Radverkehr als Alternative ins Spiel gebracht. Auch dies lehnt die Verwaltung ab. Im Bereich der Universitätsstraße 84-88 gebe es Engstellen durch Baumscheiben und Sicherheitssysteme, die einen Begegnungsverkehr zwischen Fußgängern und Radfahrenden unmöglich machten.

Die Verwaltung bewertet die aktuelle Querungssituation im Bereich der A448-Auffahrt für Radfahrende als „nicht zufriedenstellend“, sieht aber keine Möglichkeiten für bauliche Verbesserungen.

Unterlagen

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