Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 04.03.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Ost | Mehrheitlich nach Beschlussvorschlag Enthaltungen: 0 Dagegen: 4 (AfD) Dafür: 15 (SPD, Grüne, CDU, Linke) |
Die Bezirksvertretung Bochum-Ost soll Anfang März über eine naturnahe Pflege des Volksparks Langendreer beschließen. Die Verwaltung schlägt vor, ökologische Aspekte bei der Parkunterhaltung zu verstärken, dabei aber auch die Bedürfnisse der verschiedenen Nutzergruppen zu berücksichtigen.
Ausgleich zwischen Ökologie und Nutzerdruck
Das Umwelt- und Grünflächenamt verweist in seiner Vorlage auf den Klimawandel und das Insektensterben als Gründe für ein Umdenken bei der Parkpflege. Ökologische Aspekte und die Förderung der Biodiversität sollen stärker berücksichtigt werden. Gleichzeitig müsse aber dem „hohen Nutzerdruck mit vielfältigen Ansprüchen“ Rechnung getragen werden.
Der Volkspark Langendreer ist ein zentraler Anlaufpunkt für unterschiedliche Nutzergruppen – von Kindern und Jugendlichen, die Spielplätze und Sportflächen benötigen, über Ruhesuchende bis hin zu Aktivisten wie der Gartengruppe VoPaGa.
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Jetzt abonnierenBereits umgesetzte Maßnahmen
Die Verwaltung führt bereits einige ökologische Maßnahmen durch: Im Bereich der Obstwiese werden Wiesenflächen nur zweimal jährlich gemäht, Gehölzränder teilweise gar nicht mehr ausgemäht und Laub soweit möglich in der Anlage belassen. Die großen Gehölzstreifen bestehen zum großen Teil aus heimischen Gehölzen und bieten Kleintieren sowie Insekten Rückzugsorte.
Parkentwicklung mit Bürgerbeteiligung
Der Volkspark wurde vor einigen Jahren im Rahmen eines ISEK-Projektes umgestaltet. Die Planung basierte auf umfangreichen Bürger- und Akteursbeteiligungen seit 2018. Neben einer Obstwiese mit extensiver Wiesenfläche wurden neue Bäume und Gehölze gepflanzt sowie insektenfreundliche Staudenbeete angelegt.
Die Verwaltung will für die kommende Vegetationsperiode prüfen, welche weiteren ökologisch sinnvollen Maßnahmen umgesetzt werden können. Zusätzliche Kosten entstehen durch die Maßnahmen nicht.
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