Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 07.05.2026 | Rat | noch nicht beraten |
Die Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Bochum erkundigt sich nach den Gründen für die Pausierung des städtischen Förderprogramms für Balkonkraftwerke und fordert verstärkte Kommunikationsbemühungen für einkommensschwache Haushalte.
Kritik an früher Pausierung des Förderprogramms
In einer Anfrage an Oberbürgermeister Jörg Lukat kritisiert die Linksfraktion, dass das Förderprogramm für Balkonkraftwerke aus der 3. Tranche bereits kurz nach dem Start am 31. Dezember 2025 wieder pausiert wurde. Die Fraktion sieht darin einen Widerspruch zur städtischen Nachhaltigkeitsstrategie, die den massiven Ausbau erneuerbarer Energien als erforderlich für die Klimaneutralität definiert.
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Jetzt abonnierenBesondere Bedeutung für einkommensschwache Haushalte
Die Linksfraktion betont, dass gerade Haushalte mit geringem Einkommen von dem Förderprogramm profitieren könnten. Nach aktuellen Schätzungen können Balkonkraftwerke etwa 10 bis 15 Prozent des jährlichen Strombedarfs eines Zwei-Personen-Haushalts decken und damit zu erheblichen Einsparungen bei den Energiekosten führen. Allerdings sei es schwieriger, diese Zielgruppe über die üblichen Kanäle der Stadtverwaltung zu erreichen, da sie Investitionen eher skeptisch gegenüberstehe.
Drei konkrete Fragen an die Verwaltung
Die Fraktion stellt folgende Fragen:
- Aus welchen Gründen wurde das Förderprogramm Balkonkraftwerke aus der 3. Tranche nach dem Start am 31.12.2025 bereits wieder pausiert?
- Ist vorgesehen, das Förderprogramm fortzuführen?
- Sollen die Kommunikationsbemühungen in Richtung der Zielgruppe (Haushalte mit geringem Einkommen) intensiviert werden? Wenn ja, wie?
Forderung nach verstärkter Kommunikation
Dr. Sonja Knobbe, die die Anfrage als Ratsmitglied unterzeichnet hat, argumentiert, dass die erfolgreiche Einführung des Förderprogramms erhöhte Kommunikationsanstrengungen und eine gewisse Anlaufzeit erfordere, um Bekanntheit zu erlangen und entsprechend genutzt zu werden. Die Fraktion fordert eine schriftliche Beantwortung der Anfrage durch die Verwaltung.
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