Schlagwort: Mobilität

  • Verwaltung plant Verbesserungen für Verkehrssituation am Castroper Hellweg

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    02.06.2026Bezirksvertretung Bochum-Nordnoch nicht beraten

    Die Stadt will die problematische Ampelsteuerung zwischen Schwerinstraße und Sodinger Straße überarbeiten. Neue Programme sollen Rückstaus verhindern und die Sicherheit für Fußgänger erhöhen.

    Die Bezirksvertretung Bochum-Nord hatte sich mit der unbefriedigenden Verkehrssituation am Castroper Hellweg in Gerthe-Mitte befasst. Die Grünen-Fraktion hatte auf Hinweise von Bürgern aufmerksam gemacht, die über den Mängelmelder Beschwerden eingereicht hatten.

    Probleme im Detail

    Die Anfrage der Grünen-Fraktion führte vier konkrete Problemfelder auf:

    • Mehr Fahrzeuge passieren die Ampel an der Hiltroper Landwehr als dort abbiegen oder die folgende Kreuzung Sodinger Straße durchfahren können. Dies führt zur vollständigen Blockade des Kreuzungsbereichs und Rückstau bis zur Haltestelle Gerthe-Mitte.
    • Einmündender Verkehr von der Hiltroper Landwehr kann trotz Grünsignal nicht auf den Castroper Hellweg einfahren oder nutzt den Straßenraum als zusätzliche Spur.
    • Fußgängerampeln werden durch rückgestaute Fahrzeuge blockiert. Fußgänger müssen sich um stehende Fahrzeuge schlängeln und mit drängelnden Fahrzeugführern auseinandersetzen.
    • Die Ampeln sind nicht aufeinander abgestimmt – Fahrzeuge erhalten an der Hiltroper Landwehr Grün, werden aber kurz danach an der Sodinger Straße wieder gestoppt.

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    Lösungsansatz der Verwaltung

    Das Tiefbauamt bestätigt die Probleme und hat bereits mit einer Neuplanung der Ampelprogramme begonnen. Bisherige geringfügige Anpassungen hätten keine nennenswerten Verbesserungen gebracht.

    Die Neuregelung sieht vor, den Zufluss in den Abschnitt zwischen Hiltroper Landwehr und Hans-Sachs-Straße/Sodinger Straße zu begrenzen. Dadurch soll eine Überstauung der angrenzenden Knoten künftig verhindert werden. Zusätzlich will die Verwaltung die Koordinierung („Grüne Welle“) der Anlagen einschließlich der Kreuzung Castroper Hellweg/Schwerinstraße verbessern.

    Umsetzung geplant für Ende Juni

    Als Nebeneffekt werden sich die Wartezeiten vor dem genannten Abschnitt geringfügig erhöhen. Die Verwaltung hält dies jedoch für vertretbar, da sich die Verkehrssicherheit insbesondere für Fußgänger durch die geringere Überstauungsgefahr erhöht.

    Die Anpassungen sollen nach derzeitigem Stand Ende Juni 2026 in die Anlagen eingespielt werden. Anschließend will die Verwaltung die Verkehrsentwicklung beobachten und gegebenenfalls nachsteuern.

  • Haltestelle Biggestraße steht erst ab Position 154 auf Prioritätenliste

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    03.03.2026Bezirksvertretung Bochum-NordDie Anfrage wird schriftlich beantwortet.
    02.06.2026Bezirksvertretung Bochum-Nordnoch nicht beraten

    Die Stadt Bochum beantwortet eine Anfrage der Partei „Die Linke“ zum barrierefreien Umbau von Haltestellen in Bochum-Nord. Die Haltestelle Biggestraße im Flüsseviertel steht auf Position 154 der TOP-100-Liste und wird daher absehbar nicht in den nächsten Jahren umgebaut.

    Biggestraße nicht prioritär eingestuft

    Die Haltestelle „Biggestraße“ im Flüsseviertel steht auf Position 154 der sogenannten TOP-100-Liste für den barrierefreien Haltestellenausbau. Diese Priorisierung wurde vom Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur am 6. November 2024 beschlossen. Die Haltestelle wäre daher absehbar in den nächsten Jahren nicht für den Umbau vorgesehen.

    Sollte jedoch eine Straßenbaumaßnahme in diesem Bereich erfolgen, würde die Haltestelle auch ohne Priorität mit ausgebaut werden, teilt die Verwaltung mit.

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    Drei Haltestellen in Vorbereitung

    Für das Jahr 2026 sind drei Haltestellen in Bochum-Nord in der Vorbereitung:

    • Klüsener Straße
    • Bethanienstraße
    • Hegelstraße

    Alle drei wurden bereits 2025 nach § 12 dem VRR zur Förderung angemeldet. Der Ausbau kann nach der Vergabe stattfinden.

    Verzögerung bei der Umsetzung erwartet

    Die Verwaltung rechnet jedoch nicht vor 2027 mit einer barrierefreien Nutzung für den ÖPNV. Erfahrungsgemäß beginnen die beauftragten Firmen nicht sofort mit der Umsetzung der Baumaßnahmen.

    Der Ausbau der Haltestellen schreitet kontinuierlich voran und wird monatlich fortgesetzt. Ein Sachstand erfolgt einmal jährlich zum 31. Dezember.

  • Grüne fragen nach Verbesserungen für Verkehrsversuch Hattinger Straße

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    27.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Südwestnoch nicht beraten

    Die Grünen-Bezirksfraktion Südwest kritisiert die unzureichende Beschilderung des laufenden Verkehrsversuchs auf der Hattinger Straße in Linden. In einer Anfrage monieren sie fehlende Hinweise für Auto- und Radfahrer auf die gemeinsame Straßennutzung.

    Verkehrsversuch ohne erkennbare Hinweise

    Der Verkehrsversuch auf der Hattinger Straße in Linden ist bereits angelaufen. Stadtauswärts ab der Hilligenstraße gilt Tempo 20, der Radweg auf dem Bürgersteig wurde aufgehoben und gesperrt, neue Parkboxen sind markiert. Nach Beobachtung der Grünen-Bezirksfraktion fehlen jedoch deutliche Hinweise auf den Verkehrsversuch.

    Die Fraktion bemängelt, dass Autofahrer nicht erkennen können, dass der Radverkehr nun über die Straße geleitet wird. Radfahrer würden erst an der Einmündung Hasenwinkler Straße erstmals den blockierten Radweg bemerken, dann wieder nach der Einmündung Hilligenstraße.

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    Vier Fragen zur Verkehrsführung

    In ihrer Anfrage für die Bezirksvertretungssitzung am 27. Mai stellt die Fraktion vier konkrete Fragen:

    • Ob Piktogramme geplant sind, die die gemeinsame Nutzung der Straße durch Auto- und Fahrradverkehr signalisieren, und ob temporär ein Schutzstreifen markiert werden kann, der zusätzlich vor den für Fahrradreifen gefährlichen Schienen warnt
    • Ob Markierungen geplant sind, die den Radverkehr von den bestehenden Bürgersteigradwegen auf die Straße leiten
    • Ob Hinweise wie Schilder oder Banner zu Beginn der Versuchsstrecke auf den Verkehrsversuch aufmerksam machen sollen
    • In welchem Umfang die lokale Polizeiwache in den Verkehrsversuch eingebunden ist

    Die Anfrage wurde von Martin Petermann, stellvertretendem Fraktionsvorsitzenden der Grünen-Bezirksfraktion Südwest, eingereicht.

  • UWG und Wattenscheider Chance fordern Änderungen beim Umbau des August-Bebel-Platzes

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    19.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheidnoch nicht beraten

    Die UWG-Bezirksfraktion und die Wattenscheider Chance haben einen Änderungsantrag zum geplanten Umbau des August-Bebel-Platzes in Wattenscheid vorgelegt. Sie fordern unter anderem den Verzicht auf Neubauten, die Errichtung eines Wasserspielplatzes und den Erhalt der Befahrbarkeit für Autos.

    Grünflächen statt Neubauten

    Die Antragsteller wollen die nördliche Platzkante durch Grünbepflanzung statt durch einen Neubau gestalten. Damit soll eine markante Abgrenzung des August-Bebel-Platzes geschaffen werden, ohne den Platz weiter zu verbauen.

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    Wasserspielplatz soll Pavillons ersetzen

    An Stelle der bestehenden Pavillons im südöstlichen Bereich soll ein Wasserspielplatz mit Begrünung und Sitzgelegenheiten entstehen. Für die betroffenen Gewerbe- und Einzelhandelsgeschäfte in den wegfallenden Pavillons soll die Verwaltung unter Ausschöpfung aller Fördermöglichkeiten Ersatzstandorte anbieten. Dabei haben leerstehende Räumlichkeiten in der Nähe des Platzes Priorität.

    Motorisierter Verkehr soll erhalten bleiben

    Der Änderungsantrag sieht vor, dass der August-Bebel-Platz weiterhin für den motorisierten Individualverkehr befahrbar bleibt. Die Höchstgeschwindigkeit soll auf 20 km/h begrenzt werden. Eine zusätzliche Fahrradspur sei nicht erforderlich und würde „ersatzlos“ entfallen. Die Ampel zur Voedestraße könnte durch eine Fußgänger-Bedarfsampel ersetzt werden.

    Multifunktionsplatz für verschiedene Nutzungen

    • Weiterhin als Parkplatz im täglichen Gebrauch
    • Ersatzfläche für den Wochenmarkt
    • Nutzung für Sonderveranstaltungen
    • Berücksichtigung ökologischer Anforderungen

    Begründung der Antragsteller

    Hans-Josef Winkler und Wolfgang Rohmann begründen ihren Antrag mit der Notwendigkeit, die Aufenthaltsqualität und Sauberkeit des zentralen Ankerplatzes zu verbessern. Geplante Neubauten würden den Platz weiter verbauen und den „notwendigen offenen Charakter“ verhindern.

    Die Antragsteller befürchten bei einer Sperrung für den Autoverkehr starke Belastungen durch umgeleiteten Straßenverkehr in umliegenden Wohngebieten sowie einen wirtschaftlichen Niedergang der Geschäfte am Platz. Eine zusätzliche Fahrradspur würde die verkehrliche Trennung des Platzes vergrößern und den Platzcharakter unnötig einschränken.

  • Die Linke fragt nach mehr bezahlbarem Wohnraum im Rechener Park West

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    21.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Mittenoch nicht beraten

    Die Fraktion Die Linke in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte stellt sechs Anfragen zum geplanten Neubaugebiet „Rechener Park West“. Dabei geht es um die Erhöhung der Quote für geförderten Mietwohnungsbau, klimafreundliches Bauen und bessere Bürgerbeteiligung.

    Die Fraktionsvorsitzende Ida Paul richtet ihre Anfragen an Bezirksbürgermeisterin Barbara Menke zur 4. Sitzung der Bezirksvertretung am 21. Mai 2026. Im Zentrum steht der Bebauungsplan Nr. 987 für das Neubaugebiet „Rechener Park West“.

    Mehr geförderten Wohnungsbau gefordert

    Die Anfrage zielt darauf ab, die geplante Quote von mindestens 40 Prozent der Wohnfläche im geförderten Mietwohnungsbau zu erhöhen. Die Fraktion möchte wissen, unter welchen Bedingungen noch mehr bezahlbaren Wohnraum bereitgestellt werden könnte.

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    Klimaschutz und Mobilität im Fokus

    Die Linke erkundigt sich, ob der Bebauungsplan ausschließlich klimafreundliche mehrgeschossige Bauweise vorsieht. Zudem fragt sie, ob durch eine Verbesserung des ÖPNV-Angebots mit verdichteter Buslinientaktung die Anzahl der PKW-Stellplätze für ein klimafreundliches und autoreduziertes Wohnen verringert werden könnte.

    Soziale Infrastruktur und Mehrgenerationenwohnen

    • Einrichtung eines Quartierstrefpunkts ohne Verzehrzwang für das soziale Miteinander
    • Förderung solidarischen Wohnens durch gezielte Einrichtung von Mehrgenerationenhäusern

    Kritik an mangelnder Bürgerbeteiligung

    Die Fraktion kritisiert, dass die letzte Bürgerbeteiligung laut Verwaltungsvorlage bereits acht Jahre zurückliegt. Sie möchte wissen, welche Möglichkeiten die Verwaltung sieht, die Belange aller beteiligten Bürger bereits in der Planungsphase kontinuierlich einzubringen.

  • SPD Wattenscheid fragt nach Parksituation am Stadtgartenring

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    19.05.2026Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheidnoch nicht beraten

    Die SPD-Bezirksfraktion Wattenscheid hat eine Anfrage zur angespannten Parksituation im Bereich Stadtgartenring gestellt. Besonders im Umfeld der Zufahrt zur Sportanlage DJK Wattenscheid kommt es zeitweise zu Parkproblemen, wenn verschiedene Nutzungen aufeinandertreffen.

    Mehrere Nutzungen verstärken Parkdruck

    Im Bereich des Stadtgartenrings treffen verschiedene Nutzungen aufeinander, die zusätzlichen Parkverkehr verursachen. Neben dem üblichen Bewohnerparken entsteht weiterer Bedarf durch das nahegelegene Krankenhaus beziehungsweise eine Pflegeeinrichtung sowie durch den Trainings- und Spielbetrieb auf der Sportanlage. Insbesondere an Wochenenden kann es dadurch zu einer erhöhten Nachfrage nach Parkmöglichkeiten im öffentlichen Straßenraum kommen.

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    Verwaltung soll Situation bewerten

    Thomas Dißelbeck, Fraktionsvorsitzender der SPD-Bezirksfraktion Wattenscheid, richtet konkrete Fragen an die Verwaltung:

    • Liegen der Verwaltung Erkenntnisse zur Parksituation im Bereich Stadtgartenring vor, insbesondere im Umfeld der Zufahrt zur überwiegend von DJK Wattenscheid genutzten Sportanlage?
    • Kommen aus Sicht der Verwaltung Maßnahmen in Betracht wie eine bessere Abstimmung mit den umliegenden Einrichtungen, Hinweise zur Nutzung vorhandener privater Stellplätze, eine stärkere Lenkung des Sportplatzverkehrs oder punktuelle ordnende Maßnahmen?

    Ziel: Verhältnismäßige und quartiersverträgliche Lösungen

    Ziel der Anfrage ist zunächst eine objektive Bewertung der Situation. Auf dieser Grundlage sollen mögliche Entlastungen geprüft werden, die verhältnismäßig und quartiersverträglich sind. Die SPD-Fraktion betont, dass es insbesondere zu bestimmten Tageszeiten und an Wochenenden zu einer erhöhten Nachfrage nach Parkraum komme.

  • Verwaltung prüft bessere Sichtbarkeit von Fahrbahnmarkierungen bei Regen

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    27.05.2026Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastrukturnoch nicht beraten

    Das Tiefbauamt hat auf eine CDU-Anfrage zur schlechten Erkennbarkeit von Fahrbahnmarkierungen bei Nässe geantwortet. Die Verwaltung will größere Reflexglasperlen testen und sieht strukturierte Markierungen als mögliche Lösung.

    Die Sichtbarkeit von Fahrbahnmarkierungen bei Regen beschäftigt die Bochumer Kommunalpolitik. CDU-Ratsfrau Carolin Pesch hatte im Februar im Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur nachgefragt, wie das Problem der bei Nässe schlecht erkennbaren Spurmarkierungen gelöst werden kann.

    Keine festen Prüfintervalle für Markierungen

    Die Verwaltung kontrolliert Fahrbahnmarkierungen nicht in regelmäßigen Abständen, sondern bei Straßenbegehungen, Stichproben oder nach Bürgermeldungen. Ob eine Erneuerung nötig ist, entscheiden die Fachleute je nach Zustand der Markierung, Verkehrsbelastung, Unfallhäufung, geplanten Baumaßnahmen oder Witterung.

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    Größere Reflexperlen sollen aus Wasserfilm herausragen

    Als technische Lösung schlägt das Tiefbauamt vor, größere Reflexglasperlen statt der normalen Größe zu verwenden. Diese erhöhen den Reflexionsgrad und können aus dem Wasserfilm herausragen. Die Verwaltung will mit Herstellern und Vertragspartnern einen möglichen Einsatz in Bochum prüfen.

    Strukturierte Markierungen mit höherem Wartungsaufwand

    Strukturierte Markierungen wie Rillenmarkierungen können die Sichtbarkeit verbessern, wenn die Profilierung aus dem Wasser herausragt. Bei häufig überfahrenen Markierungen wie Haltebalken rechnet die Verwaltung jedoch mit höherem Instandhaltungsaufwand. Als Alternative nennt sie eine optimierte Straßenentwässerung, die das Ansammeln von Regenwasser verhindert und langfristig wirtschaftlicher sein könnte.

    Die CDU-Fraktion hatte in ihrer Anfrage auf gefährliche Situationen besonders auf den mehrspurigen Radialstraßen hingewiesen, wo durch nasse Fahrbahnoberflächen Markierungen verblassen und das Unfallrisiko steigt.

  • Verwaltung lehnt Ladeinfrastruktur für E-Bikes in Radstation ab

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    27.05.2026Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastrukturnoch nicht beraten

    Die Stadtverwaltung empfiehlt dem Mobilitätsausschuss, eine Bürgeranregung zur Installation von E-Bike-Ladestationen am Hauptbahnhof abzulehnen. Als Grund wird ein ungünstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis genannt.

    Antrag fordert brandschutzkonforme Lösung

    Ein Bürger hatte angeregt, in der Radstation am Bochumer Hauptbahnhof Ladeinfrastruktur für Pedelecs zu installieren. Das Laden von E-Bike-Akkus ist dort derzeit aus Brandschutzgründen untersagt, da die vorhandene Infrastruktur die aktuellen Sicherheitsanforderungen nicht erfüllt.

    Der Antragsteller verwies auf die besonderen sicherheitsrelevanten Anforderungen für Lithium-Ionen-Akkus, die unter anderem umfassen:

    • VdS 3103 (Richtlinien zur Schadenverhütung bei Lithium-Batterien)
    • DGUV-Informationen zum sicheren Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien
    • Anforderungen der Musterbauordnung und Landesbauordnung NRW
    • DIN EN Normen für elektrische Sicherheit und Ladeeinrichtungen

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    Verwaltung sieht geringen Bedarf

    Die Verwaltung begründet ihre ablehnende Haltung mit der geringen Nachfrage. Nach Rücksprache mit der Betreiberin ViA Ruhr e.V. und dem Personal vor Ort gebe es nur vereinzelte Anfragen zum Laden von Pedelec-Akkus.

    Die Einschätzung der Verwaltung: Im Alltag beim Pendeln bestehe kaum Bedarf an öffentlicher Ladeinfrastruktur für Pedelecs, da die Reichweite für gängige Alltagsstrecken ausreiche. Bedarf entstehe hauptsächlich bei weiten Einzelfahrten oder touristischen Unternehmungen.

    Zusätzliche Einschränkungen

    Die Verwaltung führt weitere Argumente gegen die Installation an:

    • Das Laden wäre auch mit speziellen Schränken nur während der Öffnungszeiten möglich, nicht in den Nachtstunden
    • In der Radstation stehen keine geeigneten Flächen für Ladeschränke zur Verfügung
    • Die Stadt ist Mieterin der Fläche, dem Betreiber fehlen die finanziellen Mittel

    Positive Entwicklung der Radstation

    Die Radstation wird nach Angaben der Verwaltung so gut angenommen, dass vor dem Gebäude eine Ergänzungsfläche eingerichtet werden musste. Zusätzlich wurde auf dem Buddenbergplatz eine Fahrradparkanlage im DeinRadschloss-System installiert.

    Die Stadt Bochum hat die Grundausstattung vorgenommen und stellt die Flächen dem Verein für integrative Arbeit Ruhr zum Betrieb zur Verfügung. Die Radstation bietet neben dem Parken von Fahrrädern auch Leihräder und Reparaturen an.

    Der Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur entscheidet am 27. Mai 2026 über die Anregung.

  • Verwaltung will Radverkehr auf Königsallee regelkonform führen

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    27.05.2026Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastrukturnoch nicht beraten

    Die Stadtverwaltung folgt einer Bürgeranregung zur Verbesserung der Radverkehrssituation vor dem Schauspielhaus. Die derzeitige Führung über einen freigegebenen Gehweg soll durch einen regelkonformen Radfahrstreifen ersetzt werden.

    Aktuelle Situation ist nicht regelkonform

    Ein Bürger hatte die problematische Radverkehrsführung gegenüber dem Schauspielhaus kritisiert. Derzeit erfolgt die Führung über einen für den Radverkehr freigegebenen Gehweg, der laut Verwaltung „nicht regelkonform und verkehrssicherheitsrelevant“ ist. Der Gehweg weist eine unzureichende Breite auf und ist durch Bäume, Poller sowie unebene Oberflächen erheblich eingeschränkt.

    Die gemeinsame Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer führt zu Konflikten, insbesondere im Bereich von Gebäudezugängen und der nahegelegenen Haltestelle. Laut dem Antragsteller entspricht die Ausführung nicht den anerkannten Regeln der Technik gemäß ERA 2010 und widerspricht den Grundsätzen der RASt 06.

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    Lösung nur im Rahmen größerer Umgestaltung möglich

    Die Verwaltung bestätigt die Kritik grundsätzlich, sieht aber eine isolierte Lösung als nicht machbar an. Die Situation kann erst im Rahmen einer Umgestaltung der Königsallee zwischen Hattinger Straße und Arnikastraße gelöst werden. Dabei muss auch die Führung des motorisierten Individualverkehrs innerhalb der Kreuzung von Königsallee, Hattinger Straße und Oskar-Hoffmann-Straße verändert werden.

    Bisher wird der Kfz-Verkehr aus nördlicher Richtung zweistreifig nach Süden geführt. Für einen Radfahrstreifen in Richtung Süden müsste der Kfz-Verkehr bereits vor der Kreuzung auf einem Fahrstreifen gebündelt werden.

    Planung läuft bereits

    Im Rahmen der Planungen zur Sanierung und Umgestaltung der Viktoriastraße und der nördlichen Königsallee sowie der Planung des Radschnellweges werden bereits Grundlagenuntersuchungen durchgeführt, um eine regelkonforme Radverkehrsführung zu ermöglichen.

    Entscheidung im Ausschuss

    Der Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur soll am 27. Mai 2026 über die Vorlage entscheiden. Die Verwaltung schlägt vor, der Anregung zu folgen und im Rahmen der Königsallee-Planung ausreichend dimensionierte Radverkehrsanlagen einzuplanen.

    Die finanziellen Auswirkungen werden erst mit Fortschreiten der Gesamtplanung bekannt.

  • Haushaltsbefragung zur Mobilität zeigt Rückgang beim Autoverkehr in Bochum

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    27.05.2026Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastrukturnoch nicht beraten

    Die Stadt hat die vertieften Ergebnisse der Verkehrsbefragung SrV 2023 vorgelegt. Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs ging von 53,7 Prozent im Jahr 2018 auf 49,2 Prozent zurück, während der Fußverkehr deutlich zunahm. Im bundesweiten Vergleich liegt Bochum jedoch weiterhin über dem Durchschnitt beim Autoverkehr.

    Die Verwaltung präsentierte dem Ausschuss für Mobilität, Digitalisierung und Infrastruktur eine vertiefte Auswertung der Haushaltsbefragung „System repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV) 2023 – Mobilität in Städten“. Die Analyse konzentriert sich auf drei Bereiche: den Städtevergleich, den Anteil der Mitfahrenden und die Mobilität in verschiedenen Lebensaltern.

    Städtevergleich zeigt bundesweiten Trend

    Bochum wird in der Studie mit Oberzentren zwischen 100.000 und 500.000 Einwohnern mit hügeliger Topografie verglichen. Mit 370.000 Einwohnern ist Bochum die größte Stadt in dieser Gruppe, gefolgt von Wiesbaden und Chemnitz. Die kleinste Vergleichsstadt ist Kaiserslautern mit knapp über 100.000 Einwohnern.

    In allen Städten dieser Gruppe ging der Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) zurück – im Durchschnitt um fünf Prozentpunkte. Als wesentlichen Grund nennt die Verwaltung die Corona-Pandemie und die gestiegene Home-Office-Quote, die von 2,6 Prozent (2018) auf 14,1 Prozent (2023) anstieg.

    Der Fußverkehr verzeichnete deutschlandweit die größten Zuwächse. Die Verwaltung führt dies auf zwei Faktoren zurück: Erwerbstätige im Home-Office legen häufiger Wege zu Fuß zurück, und die Anzahl der Hunde in Haushalten nahm zwischen 2018 und 2023 um zehn Prozent zu. Auch Fitnesstracker sollen die Anzahl der Fußwege erhöht haben.

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    Bochum über dem Bundesdurchschnitt beim Autoverkehr

    Trotz des Rückgangs liegt Bochum bei Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern weiterhin über dem Durchschnitt beim MIV-Anteil. Während Bochum bei 49,2 Prozent liegt, erreichen Erfurt und Kassel bereits etwa 35 Prozent – das bedeutet etwa 30 Prozent weniger Autofahrten als in Bochum.

    Die Entwicklung der acht Städte, die sowohl 2018 als auch 2023 untersucht wurden, zeigt folgende Durchschnittswerte:

    • Fußverkehr: von 29,1% auf 32,6%
    • Radverkehr: von 11,3% auf 12,9%
    • Öffentlicher Verkehr: von 14,5% auf 14,2%
    • Motorisierter Individualverkehr: von 45,2% auf 40,4%

    Bochum liegt in allen Kategorien außer beim Fußverkehr unter dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe.

    Rückgang bei Mitfahrenden

    Eine besondere Betrachtung gilt dem Anteil der Mitfahrenden im Auto, da diese kein zusätzliches Fahrzeug nutzen. Zwischen 2018 und 2023 ging dieser Anteil in Bochum von 11,7 auf 10,0 Prozent zurück – ein relativer Rückgang um 15 Prozent.

    Dies bedeutet, dass die Anzahl der tatsächlichen Pkw-Fahrten lediglich um 2,8 Prozentpunkte zurückging und nicht um 4,5 Prozentpunkte, wie der MIV-Rückgang vermuten ließe. Positiv zu bewerten ist, dass Bochum mit zehn Prozent Mitfahrendenanteil über dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe (8,9 Prozent) liegt.

    Mobilität variiert stark nach Lebensalter

    Die Auswertung nach Altersgruppen zeigt deutliche Unterschiede in der Verkehrsmittelwahl:

    • 0-14 Jahre: 40% MIV-Anteil (ausschließlich als Mitfahrende)
    • 15-24 Jahre: Niedrigster MIV-Anteil, hohe Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel (besonders Studierende)
    • 25-44 Jahre: Höchster MIV-Anteil (berufstätige Eltern)
    • 45-64 Jahre: Weiterhin hoher MIV-Anteil
    • 65 Jahre und älter: Rückgang des MIV-Anteils

    Besonders interessant sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Wegehäufigkeit: Frauen legen zwischen 35 und 45 Jahren deutlich mehr Wege zurück als Männer, hauptsächlich aufgrund von Bring- und Holtätigkeiten für Kinder sowie häufigerer Teilzeitarbeit.

    Führerscheinbesitz bei 90 Prozent

    Der Führerscheinbesitz liegt in der Gesamtbevölkerung bis zum 80. Lebensjahr bei etwa 90 Prozent. Die früher deutlichen Unterschiede zwischen Frauen und Männern haben sich in den letzten 20 Jahren weitgehend angeglichen. In Bochum besitzen 90,2 Prozent der befragten Frauen ab 17 Jahren und 92,8 Prozent der Männer einen Führerschein.

    Ausblick auf SrV 2028

    Die Verwaltung plant, auch 2028 wieder an der SrV-Erhebung teilzunehmen, um die Kontinuität der Datenerhebung zu gewährleisten. Im Mai 2026 findet bereits die erste Informationsveranstaltung zum nächsten Erhebungsdurchgang statt.

    Die Daten bestätigen, dass Bochum seinem im Leitbild für 2030 formulierten Ziel von 60 Prozent Wegeanteil am Umweltverbund nähergekommen ist. Allerdings bleibt der MIV-Anteil im Vergleich zu anderen Städten weiterhin überdurchschnittlich hoch.