Stadt Bochum beteiligt sich an zwei Landeswettbewerben für Kulturelle Bildung

Beratungsfolge

DatumGremiumErgebnis
10.06.2026Ausschuss für Kultur und Tourismusnoch nicht beraten
01.07.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten
07.10.2026Ausschuss für Schule und Bildungnoch nicht beraten

Die Stadt Bochum hat zwei Konzepte für Kulturelle Bildung entwickelt und reicht diese bei Landeswettbewerben ein. Im Fokus stehen die Verbesserung der kulturellen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen sowie die Integration von Kultureller Bildung in den Ganztag.

Erste Konzepte nach einstimmigem Ratsbeschluss

Die Verwaltung setzt damit einen Auftrag der SPD-Fraktion und der Fraktion Die Grünen um, die im September 2024 die Erstellung des ersten Kommunalen Gesamtkonzepts für Kulturelle Bildung beantragt hatten. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen.

Seit 2024 koordiniert die neu eingerichtete Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung im Kulturbüro mit zwei halben Stellen den Entwicklungsprozess. Eine Steuerungsgruppe mit Vertretern verschiedener Bereiche trifft sich viermal jährlich und bringt ihre Ergebnisse in die Konzepte ein:

  • Mitarbeitende der Verwaltungsfachbereiche Kultur, Schule und Jugend
  • Vertreter städtischer und freier Kultureinrichtungen
  • Akteure der Jugendhilfe
  • Künstler und Vermittler

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Finanzielle Anreize und langfristige Förderung

Bei einer Auszeichnung erhält die Stadt jeweils eine Prämie von 15.000 Euro pro Wettbewerb. Die Teilnahme ermöglicht es Bochum, einen kontinuierlichen Prozess zu beginnen: Die Stadt kann mit bis zu drei weiteren Gesamtkonzepten mit neuen Schwerpunkten erneut teilnehmen. Ab der vierten Auszeichnung würde eine Strukturförderung von jeweils 20.000 Euro für drei Jahre gewährt.

Erhöhung des städtischen Budgets als Zeichen

Die Stadt unterstreicht die Bedeutung des Themas durch eine deutliche Budgetaufstockung. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie wurde das Budget für das Themenfeld „Kulturelle Bildung für Nachhaltige Entwicklung strategisch gestalten“ von 3.000 auf 75.000 Euro jährlich für fünf Jahre erhöht – beginnend 2026.

„Kultur bildet gemeinsame Zukunft“ – Das Gesamtkonzept

Das erste Gesamtkonzept zielt auf eine strategische Zusammenführung vorhandener kommunaler Förderprogramme für Kulturelle Bildung des Landes NRW ab. Kern ist die enge Zusammenarbeit der Querschnittsfachbereiche Kultur, Schule, Jugend und Integration.

Integration in den Ganztag

Das zweite Konzept „Strategische Partnerschaften für kulturelle Teilhabe“ reagiert auf den gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen, der ab dem Schuljahr 2026/2027 sukzessive eingeführt wird. Ziel ist die Schaffung neuer Orte der kulturellen Teilhabe für Kinder und Familien.

Die strategische Partnerschaft umfasst die Zusammenarbeit zwischen:

  • Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung
  • Schulverwaltungsamt
  • Trägern der Offenen Ganztagsschule (OGS)
  • Familiengrundschulzentren
  • Ausbildungsstätten für Erzieher

Die Ausschüsse für Kultur und Tourismus, für Kinder, Jugend und Familie sowie für Schule und Bildung nehmen den Sachstand zur Kenntnis. Nina Selig von der Koordinierungsstelle wird das Kommunale Gesamtkonzept mündlich präsentieren.

Unterlagen

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