Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 23.04.2026 | Bezirksvertretung Bochum-Mitte | noch nicht beraten |
Anwohner der Karolinenstraße und Overdyker Straße haben vier kritische Fragen zur laufenden Altlastensanierung gestellt. Sie bemängeln fehlende Schutzmaßnahmen, unzureichende Information und fordern den Erhalt des vorhandenen Waldes.
Die Einwohnerfrage richtet sich an die Bezirksvertretung Bochum-Mitte und bezieht sich auf die Altlastensanierung im Bereich des Bebauungsplans 924. Die Anwohner haben konkrete Kritikpunkte und Forderungen vorgebracht.
Schutz des vorhandenen Waldes gefordert
Die erste Frage betrifft den Erhalt des Waldbestandes, der laut Wald und Holz NRW als Wald gelistet ist. Die Anwohner argumentieren, dass dieser Wald eine klimatische und ökologische Aufwertung der vorhandenen Bebauung darstelle und unbedingt erhalten werden solle. Sie verweisen auf eine ähnliche Argumentation bei einer Brachfläche an der Immanuel-Kant-Straße in einer vorherigen Sitzung.
Besonders kritisch sehen sie, dass im näheren Umfeld bereits unzählige Gehölze entfernt und nicht ersetzt wurden, wie beispielsweise an der Karolinenstraße 90-92. Ein Ersatz im Münsterland könne und dürfe keine Alternative für die hier dringend benötigten Bäume und Grünflächen sein.
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Die zweite Frage betrifft mögliche zusätzliche Bodenverunreinigungen. Nach Informationen der Anwohner sollen auf dem Gelände weitaus größere Verunreinigungen als bisher vermutet entdeckt worden sein. Sie beklagen, dass es hierzu bislang keinerlei Informationen für die in unmittelbarer Nähe der Baustelle Wohnenden gegeben habe.
Kritik an Transportsicherung
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Arbeitsweise der ausführenden Firma Ecosoil. Die Anwohner berichten, dass die Firma die zwingend notwendige Ladungssicherung erst nach mehrfachen Beschwerden bei der städtischen Umweltbehörde eingehalten habe. Sie verfügen nach eigenen Angaben über Bildbelege für diese Vorwürfe.
Besonders kritisiert wird die Aussage des Bauleiters, sauberer Boden könne auch ohne Plane transportiert werden. Selbst ein Mitarbeiter der städtischen Umweltbehörde habe sich bestürzt über das Verhalten der Firma gezeigt. Die Stadt habe versichert, dass die Belastung der Anwohner so gering wie möglich gehalten würde – das Verhalten der Firma zeige jedoch das Gegenteil.
Fehlende Schutzmaßnahmen auf der Baustelle
Die vierte Frage bezieht sich auf fehlende Schutzmaßnahmen auf der Baustelle. Die Anwohner beobachten, dass keinerlei Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung oder Atemschutz ergriffen werden. Sie fragen, wer dies regelmäßig und nachhaltig kontrolliert.
Die Einwohnerfrage wird in der Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Mitte am 23. April 2026 zur Kenntnis genommen. Direkt an die Bezirksbürgermeisterin richtet sich die Frage, wie sie zu der geschilderten Situation stehe.
Unterlagen
- Fragen für Einwohnerinnen und Einwohner in Sitzungen der Bezirksvertretungen gemäß §19 der Geschäftsordnung für den Rat der Stadt Bochum, die Ausschüsse und die Bezirksvertretungen (GeschO) – Altlastensanierung der Fläche an der Overdyker Straße und Karolinenstraße- (PDF)
- Vorgang im Ratsinformationssystem