Beratungsfolge
| Datum | Gremium | Ergebnis |
|---|---|---|
| 05.02.2026 | Rat | Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen. |
Die Stadt Bochum nutzt bisher keine Künstliche Intelligenz in der Haushaltsplanung. Auf eine Anfrage der Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt zu den Erfahrungen des Kreises Pinneberg mit KI-gestützter Budgetprognose antwortet die Verwaltung zurückhaltend.
Pinneberg als Vorbild für KI-Einsatz
Die Kreisverwaltung Pinneberg hat mit ihrem Projekt „KI@PI – Erfolgreich steuern und entscheiden“ bereits konkrete Erfolge erzielt. Machine-Learning-Modelle prognostizieren dort über 2.000 Haushaltsproduktkonten, während eine automatisierte Anomalieerkennung Fehler aufspürt. Bei den örtlichen Sozialausgaben lagen vier Vorhersagemodelle nur wenige Prozente daneben. Der Quellcode steht als Open-Source anderen Kommunen zur Nachnutzung zur Verfügung.
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Jetzt abonnierenBochum noch ohne KI-Verfahren
Das Amt für Finanzsteuerung unter Johannes Olschowy macht in seiner Antwort deutlich, dass derzeit im Haushaltsmanagement der Stadt noch keine KI-Verfahren zum Einsatz kommen. Die Verwaltung verweist auf die starke Reglementierung kommunaler Haushaltsprozesse durch die Gemeindeordnung NRW und die Kommunalhaushaltsverordnung NRW sowie weitere Regelungen zur Finanzstatistik.
Datenschutz und Kapazitätsgrenzen als Hindernisse
Ob und wie KI unter Berücksichtigung von Datenschutz und Mitarbeitendenrechten im Haushaltsmanagement eingesetzt werden kann, müsse noch ausgelotet werden, so die Verwaltung. Die Erfahrungen aus Pinneberg könnten dabei perspektivisch einbezogen werden. Vor dem Hintergrund der laufenden Umstellung auf SAP S4/HANA wäre jedoch ein weiteres Großprojekt im Haushaltsmanagement mit den vorhandenen Kapazitäten nicht darstellbar.
Keine KI-Technologien für Haushalt 2026
Auf die konkrete Frage, ob die Verwaltung zur Aufstellung des Haushalts 2026 als „Vorreiter modernen Stadtmanagements“ auf ähnliche Technologien zurückgreifen wird, gibt die Verwaltung eine klare Absage. Die genannten regulatorischen und kapazitiven Beschränkungen stehen dem entgegen.
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