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BSW fordert 24-Stunden-Dolmetscherpool für Polizei und Rettungskräfte

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Beratungsfolge

DatumGremiumErgebnis
18.12.2025RatDie Anfrage wird schriftlich beantwortet.

Die BSW-Ratsgruppe im Rat der Stadt Bochum fordert die Einrichtung eines 24-Stunden-Notfallpools für Gebärden- und Sprachdolmetscher. Hintergrund ist ein Polizeieinsatz im November, bei dem ein gehörloses Mädchen angeschossen wurde.

Vorfall gibt Anlass zur Initiative

In der Nacht vom 16. auf den 17. November wurde bei einem Polizeieinsatz in Bochum ein gehörloses Mädchen von einem Polizisten angeschossen. Nach diesem Vorfall forderte der NRW-Landesverband der Gehörlosen einen 24-Stunden-Notfallpool für Gebärdendolmetscher. Gehörlose hätten immer wieder Vorfälle gemeldet, bei denen fehlende Kommunikationsstrukturen zu gefährlichen Situationen, Traumatisierungen und Rechtsverletzungen geführt hätten.

Die BSW-Ratsgruppe verweist auch auf den Fall des am 8. August 2022 in Dortmund erschossenen Jugendlichen Mouhamed Dramé, der die Relevanz von Kommunikationsmöglichkeiten bei Polizeieinsätzen auch auf sprachlichem Gebiet zeige.

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Fünf Fragen an die Verwaltung

In ihrer Anfrage zur Ratssitzung am 18. Dezember 2025 stellt die BSW-Ratsgruppe fünf konkrete Fragen an Oberbürgermeister Jörg Lukat:

Die Ratsgruppe möchte wissen, wie viele Gebärdendolmetscher es in der Stadt gibt und wie schnell sie bei Anfragen von Polizei oder Rettungskräften vor Ort sein können. Zudem fragt sie, wie viele dieser Dolmetscher rund um die Uhr erreichbar sind.

Kosten und Umsetzbarkeit im Fokus

Weitere Fragen betreffen die grundsätzliche Möglichkeit der Einrichtung eines solchen Pools sowie die damit verbundenen Kosten – je nach Anzahl der aufgenommenen Sprachen seien mehrere Szenarien denkbar. Die BSW möchte auch wissen, wie lange die Einrichtung dauern würde und wann Einsatzrichtlinien erlassen werden könnten, die den Rückgriff auf den Pool vor dem Schusswaffengebrauch vorschreiben.

Video-Dolmetsch-Systeme als Übergangslösung

Als technische Übergangslösung schlägt die Ratsgruppe Video-Dolmetsch-Systeme für Einsatzkräfte vor. Sie fragt nach dem möglichen Zeitraum für eine solche Anschaffung und den damit verbundenen Kosten.

„Es darf nicht wieder so weit kommen, dass die Schusswaffe näher ist als der Gebärdendolmetscher oder Sprachdolmetscher“, begründet BSW-Fraktionsvorsitzender Sven Ratajczak die Initiative.

Unterlagen

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