Kategorie: Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie

  • Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie (JHA) am 22. April

    Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA) tagt am 22. April von 14:00 bis 17:00 Uhr. In diesem Beitrag bilden wir die Tagesordnung ab und verlinken die entsprechenden Beiträge im Ratskompass sowie die Vorlage im Ratsinformationssystem.

    Letztes Update vom 21. April 2026

    1.1. Wahl des Entscheidungsgremiums für die Förderung von Präventiven Maßnahmen in den Sozialräumen

    Der Jugendhilfeausschuss muss neue Vertreter für das Entscheidungsgremium zur Förderung präventiver Maßnahmen in den Sozialräumen benennen. Die Wahl findet nach dem Ende der aktuellen Wahlperiode statt.

    1.1.1. Wahl des Entscheidungsgremiums für die Förderung von Präventiven Maßnahmen in den Sozialräumen – Änderungsantrag der Fraktionen SPD, CDU, Grüne, Linke –

    SPD, CDU, Grüne und Die Linke haben einen gemeinsamen Änderungsantrag zur Besetzung des Entscheidungsgremiums für präventive Maßnahmen in den Sozialräumen eingereicht. Der Antrag soll im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie beraten werden.

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    1.2. Umsetzung der Spielleitplanung 2026; Maßnahmen an Informellen Standorten und Aktionen / Mobile Angebote

    Das Jugendamt legt dem Jugendhilfeausschuss ein umfassendes Programm mobiler Kinder- und Jugendarbeit vor. Für die Umsetzung der Spielleitplanung 2026 stehen insgesamt 60.000 Euro zur Verfügung, die für Projekte in allen Stadtbezirken eingesetzt werden sollen.

    1.3. Investitionszuschüsse 2026 für Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in freier Trägerschaft

    17 Anträge freier Träger der Kinder- und Jugendarbeit erhalten Förderung aus dem städtischen Investitionsprogramm 2026. Das Spektrum reicht von Kletterwänden über Gaming-Ausstattung bis hin zu Heizungsanlagen.

    2.1. Umgestaltung KSP Wendenstraße in Bochum-Mitte

    Die Bezirksvertretung Mitte soll der Neugestaltung des Kinderspielplatzes an der Wendenstraße zustimmen. Das 200 Quadratmeter große Areal wird erweitert und erhält neue Spielgeräte. Die Planungen basieren auf einer Kinder- und Jugendbeteiligung.

    2.2. Kinderspielplatz Auf dem Hagedorn– Komplette Neugestaltung / Neuausstattung

    Die Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid soll der Neugestaltung des Kinderspielplatzes „Auf dem Hagedorn“ zustimmen. Für 153.000 Euro entstehen neue Spielgeräte, ein separater Kleinkindbereich und bessere Aufenthaltsmöglichkeiten. Die veraltete Ausstattung wird im Rahmen der Spielleitplanung ersetzt.

    2.3. Kinderspielplatz Bunsenstraße – Umgestaltung / Neuausstattung

    Die Stadt plant eine umfassende Erneuerung des Kinderspielplatzes an der Bunsenstraße im Stadtteil Kruppwerke. Mit einem Budget von rund 100.000 Euro sollen neue Spielgeräte installiert und die Aufenthaltsqualität für Familien deutlich verbessert werden.

    2.4. Umgestaltung KSP Kolpingplatz in Bochum-Nord

    Das Jugendamt plant eine umfassende Neugestaltung des Kinderspielplatzes Kolpingplatz im Bereich Hiltrop/Bergen. Nach einem Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen soll die 3.076 Quadratmeter große Fläche mit neuen Spielgeräten und einer besseren Strukturierung aufgewertet werden.

    2.5. Umgestaltung KSP Am Lakenbruch in Bochum-Mitte

    Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte entscheidet am 23. April über die Neugestaltung des Kinderspielplatzes Am Lakenbruch im Stadtteil Hordel. Die Umgestaltung kostet rund 95.300 Euro und soll die Spielmöglichkeiten erweitern sowie die Aufenthaltsqualität verbessern.

    3.1. Anpassung der Verpflegungsentgelte für die Über-Mittag-Betreuung in den städtischen Kindertageseinrichtungen ab dem 01.08.2026 – Änderung des § 2 D/I der Entgeltregelungen der Stadt Bochum

    Die Verpflegungskosten für die Über-Mittag-Betreuung in den 20 städtischen Kindertageseinrichtungen steigen ab August 2026 von derzeit 57,50 Euro auf 70 Euro monatlich. Zusätzlich wird eine jährliche Dynamisierung um 2,50 Euro eingeführt.

    5.1. Kindertagespflege in Bochum

    5.2. „Urban Mental Health“ – Befragung in Ausschüssen

    Das Gesundheitsamt führt eine erneute Befragung zur Bewertung des Projekts „Urban Mental Health“ durch. Die anonyme Online-Umfrage richtet sich an Mitglieder der zuständigen Fachausschüsse und dient der Wirkungsmessung der Initiative zur Stärkung der mentalen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

    5.3. Eigenanteile KiBiz

    Die Verwaltung sieht derzeit keine Träger von Kindertageseinrichtungen von der neuen Eigenmittelregelung des Landes betroffen. Konkrete Auswirkungen auf den Kita-Ausbau können noch nicht beziffert werden, da Details zur angekündigten Investitionsförderung fehlen.

    5.3.1. Jahresbericht Qualitätszirkel der Bochumer Schutzfachkräfte 2025

    Das Jugendamt informiert den Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie über die Arbeit des Qualitätszirkels der Schutzfachkräfte im Jahr 2025. Das Gremium unterstützt die Weiterentwicklung des Kinderschutzsystems und berät Fachkräfte bei der Gefährdungseinschätzung.

    5.4. Plakatierung an Kinderspielplätzen

    Das Anbringen von Werbeplakaten an Zäunen von Kinderspielplätzen ist nach der städtischen Ordnungsverordnung nicht erlaubt. Die Verwaltung will künftig mit neuen Hinweisschildern über das Verbot informieren.

    5.5. Vorstellung der Fachstelle Kinderschutz und des Netzwerks Kinderschutz

    Das Jugendamt informiert den Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie über die Aufgaben und Tätigkeiten der Fachstelle Kinderschutz und des Netzwerks Kinderschutz. Die Präsentation findet am 22. April 2026 statt.

    5.6. Hilfen zur Erziehung

    • Beitrag im Ratskompass folgt

    6.1. Aufsuchende Hilfen in Bochum

    Die SPD-Fraktion will von der Verwaltung wissen, wie es um die aufsuchenden Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien in der Stadt bestellt ist. In einer Anfrage für die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 22. April 2026 stellen die Sozialdemokraten umfangreiche Fragen zur aktuellen Situation.

  • Kindertagespflege in Bochum kämpft mit freien Plätzen und sinkender Auslastung

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    04.02.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)Die Anfrage wird schriftlich beantwortet.

    Die Verwaltung bestätigt wachsende Probleme bei der Kindertagespflege: Aktuell sind 188 von 1.850 Plätzen unbesetzt, 50 Tagespflegepersonen haben seit 2023 ihre Selbständigkeit aufgegeben. Die Ursache liegt in stagnierenden Geburtenzahlen und dem parallelen Ausbau der Kita-Plätze.

    Die Stadtverwaltung hat eine ausführliche Analyse zur Situation der Kindertagespflege vorgelegt. Dabei wird deutlich, dass sich die Lage für die selbständigen Tagespflegepersonen zunehmend verschärft.

    Dramatischer Anstieg freier Plätze

    Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Während im Juni 2024 noch 50 Plätze in der Kindertagespflege frei waren, stieg diese Zahl bis Juni 2025 auf 141 und im August 2025 sogar auf 171 freie Plätze. Aktuell (Stand April 2026) sind noch 188 von insgesamt 1.850 Plätzen unbesetzt – das entspricht 10,2 Prozent aller Plätze.

    Die Verwaltung geht davon aus, dass etwa 50 Plätze dauerhaft frei bleiben werden. Dies sei ein Signal dafür, dass das Angebot die Nachfrage übersteigt und Familien derzeit keine weiteren Plätze nachfragen.

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    Existenzängste bei Tagespflegepersonen

    Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits spürbar: Seit 2023 haben insgesamt 50 Tagespflegepersonen ihre Selbständigkeit aufgegeben. Die Gesamtzahl ging von 550 auf 500 Personen zurück, die Anzahl der Betreuungsplätze sank von 1.900 auf 1.850.

    Mehrere Tagespflegepersonen haben sich bereits bei der Fachabteilung gemeldet und wurden zu Gesprächen eingeladen. Als Selbständige sind sie auf eine hohe Auslastung angewiesen – dauerhaft freibleibende Plätze gefährden ihre wirtschaftliche Existenz.

    Ausbauziel wird hinterfragt

    Bochum hat durch den konsequenten Ausbau der U3-Plätze eine Versorgungsquote von 52 Prozent erreicht. Das ursprünglich für 2025 geplante Ziel von 50 Prozent ist damit übertroffen. Bis 2030 soll die Quote auf 60 Prozent steigen.

    Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen empfiehlt die Fachabteilung jedoch eine „vertiefende Diskussion bezüglich des Ausbauziels“. Zudem signalisierten Eltern den Wunsch nach einem größeren Angebot im U3-Bereich in Kindertageseinrichtungen.

    Steuerungsmaßnahmen geplant

    Die Verwaltung hat bereits konkrete Gegenmaßnahmen eingeleitet:

    • Standortgenaue Bedarfsbestätigungen für angehende Tagespflegepersonen, analog zum Kitaausbau
    • Bessere Steuerung der Versorgungsquote auf Ebene der statistischen Bezirke
    • Bei neuen Kindertageseinrichtungen soll das Verhältnis zwischen U3- und Ü3-Plätzen gezielter gesteuert werden
    • Beratung der Tagespflegepersonen zu möglichen Weiterentwicklungen und Weiterqualifizierungen

    Zukunft der Kindertagespflege

    Trotz der aktuellen Herausforderungen betont die Verwaltung die wichtige Rolle der Kindertagespflege in der Bochumer Betreuungslandschaft. Bei der Einrichtung neuer Kindertageseinrichtungen könne durch eine Fokussierung auf Ü3-Plätze die Relevanz der Kindertagespflege als „tragende Säule der Betreuungslandschaft“ unterstrichen werden.

    Die stagnierenden Bevölkerungszahlen verstärken jedoch den Trend zu einem Überangebot an Betreuungsplätzen – eine Entwicklung, die auch andere Kommunen bereits melden.

  • Vier Fraktionen schlagen gemeinsam Besetzung für Präventionsgremium vor

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    22.04.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten

    SPD, CDU, Grüne und Die Linke haben einen gemeinsamen Änderungsantrag zur Besetzung des Entscheidungsgremiums für präventive Maßnahmen in den Sozialräumen eingereicht. Der Antrag soll im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie beraten werden.

    Interfraktioneller Änderungsantrag

    Die vier Ratsfraktionen SPD, CDU, Grüne und Die Linke haben am 20. April 2026 einen gemeinsamen Änderungsantrag für die Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie eingereicht. Der Antrag bezieht sich auf die Wahl des Entscheidungsgremiums für die Förderung von präventiven Maßnahmen in den Sozialräumen.

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    Vorgeschlagene Besetzung

    Die Fraktionen schlagen für das Entscheidungsgremium folgende Besetzung vor:

    Mitglieder:

    • Markus Knapp (SPD)
    • Sophie-Charlotte Sommer (CDU)

    Stellvertretungen:

    • Mustafa Calikoglu (Grüne)
    • Gavin Währisch (Die Linke)

    Beratung im Jugendhilfeausschuss

    Der Änderungsantrag soll in der Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie am 22. April 2026 als Tagesordnungspunkt 1.1 behandelt werden. Er bezieht sich auf die Vorlage 20260490, die ursprünglich zur Wahl des Entscheidungsgremiums vorgelegt wurde.

    Der Antrag ist von allen vier Fraktionsvorsitzenden unterzeichnet: Markus Knapp (SPD), Christian Haardt (CDU), Mustafa Calikoglu (Grüne) und Gavin Währisch (Die Linke).

  • Stadt verbietet Plakatieren an Kinderspielplätzen

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    22.04.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten

    Das Anbringen von Werbeplakaten an Zäunen von Kinderspielplätzen ist nach der städtischen Ordnungsverordnung nicht erlaubt. Die Verwaltung will künftig mit neuen Hinweisschildern über das Verbot informieren.

    Die SPD-Bezirksfraktion hatte sich in einer Anfrage über die zunehmende Plakatierung an Spielplätzen beschwert. Plakate für Kindertheater, Zirkusveranstaltungen oder Monster-Truck-Rennen würden teilweise nicht wieder entfernt und verwitterten, was zu einem unschönen Anblick führe.

    Verstoß gegen städtische Verordnung

    Das Jugendamt stellte in seiner Antwort klar: Nach § 2 Absatz 2 in Verbindung mit § 11 der Bochumer Ordnungsverordnung (BOSVO) vom 5. Juni 2025 ist das Anbringen von Werbeplakaten an Kinderspielplätzen nicht erlaubt.

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    Bürgermeldungen führen zur Entsorgung

    Bei illegaler Plakatierung können Bürger die Stadt über den städtischen Mängelmelder oder das Bürgertelefon (0234 910 4000) informieren. Die Verwaltung kümmert sich dann um die Entsorgung der Plakate.

    Neue Beschilderung geplant

    Das Jugendamt arbeitet bereits an neuen Beschilderungen für Kinderspielplätze. Ein Hinweis oder QR-Code über das Plakatierungsverbot soll in die Planungen aufgenommen werden.

    Die Antwort wird am 22. April 2026 im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie zur Kenntnis genommen.

  • Kinderspielplatz Wendenstraße wird für 110.000 Euro neu gestaltet

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    22.04.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten
    23.04.2026Bezirksvertretung Bochum-Mittenoch nicht beraten

    Die Bezirksvertretung Mitte soll der Neugestaltung des Kinderspielplatzes an der Wendenstraße zustimmen. Das 200 Quadratmeter große Areal wird erweitert und erhält neue Spielgeräte. Die Planungen basieren auf einer Kinder- und Jugendbeteiligung.

    Stark frequentierter Spielplatz wird aufgewertet

    Der Kinderspielplatz Wendenstraße liegt im Wohngebiet Bochum-Mitte und wird durch den Zuzug junger Familien stark frequentiert. Aktuell bietet die Fläche nur ein kleines Spielangebot, das teilweise bereits abgängig ist. Im Umkreis von 250 Metern leben 345 Kinder und Jugendliche. Der Spielplatz wurde im Rahmen der Spielleitplanung in die Bewertungsstufe 2 (von 5) eingeordnet.

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    Kinder wünschen sich Klettergerüst und Rutsche

    Das Jugendamt führte im Juni 2025 eine Fragebogenaktion mit Kindern und Jugendlichen durch. Die meistgewünschten Spielangebote waren ein Klettergerüst, eine Rutsche für verschiedene Altersgruppen und eine Wippe. Auch der Erhalt der Tischtennisplatte und die Fortführung der Hecke als Randeinfassung standen auf der Wunschliste.

    Spielbereiche werden getrennt und erweitert

    Die Verwaltung plant, die Spielfläche auf die gegenüberliegende Wiesenfläche auszuweiten. Dadurch können die Spielbereiche für unterschiedliche Altersgruppen voneinander getrennt werden. Für ältere Kinder entsteht eine neue Holzhäckselfläche mit einem farbenfrohen Klettergerät mit „Freifall“-Rutsche und einer Stehwippe.

    Jüngere Kinder erhalten auf der gegenüberliegenden Fläche ein Sandspielhaus mit Rutsche und eine inklusiv nutzbare Vogelnestschaukel. Beide Bereiche werden durch waagerechte Baumstämme und Natursteinblöcke voneinander getrennt. Der Tischtennisbereich und der Sitzbereich unter der großen Platane bleiben erhalten.

    Umsetzung für zweite Jahreshälfte 2026 geplant

    Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 110.000 Euro brutto. 100.000 Euro stammen aus Mitteln der Spielleitplanung, weitere 10.000 Euro sind konsumtive Mittel. Die jährlichen Folgelasten betragen etwa 13.000 Euro. Die Umsetzung soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 erfolgen.

    Die Beratungsfolge sieht eine Vorberatung im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie am 22. April 2026 vor. Die finale Entscheidung trifft die Bezirksvertretung Mitte am 23. April 2026.

  • Kindertagespflege: Wirtschaftliche Unsicherheit durch freie Plätze wächst

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    22.04.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten

    Die Verwaltung schlägt Alarm: Immer mehr Kindertagespflegepersonen geraten durch unbesetzte Plätze in wirtschaftliche Bedrängnis. Seit 2023 haben bereits 60 Tagespflegepersonen ihre Selbständigkeit aufgegeben. Das Ausbauziel von 60 Prozent U3-Versorgung bis 2030 steht zur Diskussion.

    Deutlicher Rückgang bei Tagespflegepersonen

    Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Von ursprünglich 550 Kindertagespflegepersonen sind nur noch 500 übrig geblieben. Entsprechend sank die Zahl der Betreuungsplätze von 1.900 auf 1.850. Aktuell stehen 46 von 1.800 Plätzen leer – das entspricht 2,6 Prozent der Gesamtkapazität.

    Besonders dramatisch war die Entwicklung im vergangenen Jahr: Während im Juni 2024 noch 50 Plätze unbesetzt waren, stieg diese Zahl bis Juni 2025 auf 141 freie Plätze. Zum Beginn des Kindergartenjahres im August waren sogar 171 Plätze verfügbar.

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    Selbständige unter Druck

    Als Selbständige sind Kindertagespflegepersonen auf eine hohe Auslastung angewiesen. Dauerhaft freibleibende Plätze können nicht bei jeder Tagespflegeperson kompensiert werden, erklärt die Verwaltung. Die wirtschaftliche Unsicherheit führt dazu, dass sich vermehrt Betroffene an die Fachabteilung wenden.

    Die Verwaltung nimmt diese Anliegen ernst und hat bereits interne Gespräche zur weiteren Entwicklung angeregt. Gemeinsam mit der Jugendhilfeplanung werden Handlungsoptionen und Strategien erarbeitet.

    Ausbauziel wird hinterfragt

    Das ursprünglich für 2025 anvisierte Ausbauziel von 50 Prozent U3-Versorgung ist bereits erreicht – aktuell liegt die Quote bei 52 Prozent. Bis 2030 soll diese auf 60 Prozent steigen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen empfiehlt die Fachabteilung jedoch eine vertiefte Diskussion über dieses Ziel.

    Problematisch ist zudem der Elternwunsch: Viele Familien bevorzugen U3-Plätze in Kindertageseinrichtungen gegenüber der Kindertagespflege. Das Wunsch- und Wahlrecht nach § 5 SGB VIII spielt hierbei eine nicht unerhebliche Rolle.

    Steuerungsmaßnahmen geplant

    Die Verwaltung hat bereits reagiert und stellt nun auch standortgenaue Bedarfsbestätigungen für angehende Tagespflegepersonen aus – analog zum Kitaausbau. Dies soll die Versorgungsquote auf Ebene der statistischen Bezirke und die Auslastung besser steuern.

    Bei neuen Kindertageseinrichtungen könnte durch eine Fokussierung auf Ü3-Plätze die Relevanz der Kindertagespflege als tragende Säule der Betreuungslandschaft unterstrichen werden. Zusätzlich wird über Weiterqualifizierungsmöglichkeiten für Tagespflegepersonen diskutiert, um ihnen den Wechsel in Kindertagesstätten zu ermöglichen.

  • Stadt bewilligt 36.600 Euro Investitionszuschüsse für Jugendfreizeithäuser

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    22.04.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten

    17 Anträge freier Träger der Kinder- und Jugendarbeit erhalten Förderung aus dem städtischen Investitionsprogramm 2026. Das Spektrum reicht von Kletterwänden über Gaming-Ausstattung bis hin zu Heizungsanlagen.

    Das Jugendamt hat die Förderanträge für Investitionen in Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit geprüft und empfiehlt die Bewilligung von insgesamt 36.619,42 Euro. Von den 18 eingereichten Anträgen für zwölf Jugendfreizeithäuser und ihre Dependancen konnten 17 als förderfähig eingestuft werden.

    Vielfältige Investitionsmaßnahmen geplant

    Die Bandbreite der beantragten Investitionen ist groß: Das Wichernhaus und der Ortsteil Linden erhalten Zuschüsse für Kletterwände und Sicherheitsmatten. Mehrere Einrichtungen investieren in moderne Gaming-Ausstattung wie PlayStation 5-Konsolen oder Nintendo Switch-Systeme.

    Größere bauliche Maßnahmen umfassen eine anteilige Heizungsanlage für das CVJM Neuhofstraße (8.439,48 Euro), eine Klimaanlage für den Mädchentreff im MGH Dahlhausen (3.012,58 Euro) sowie die Neugestaltung eines Raumes im Ortsteil Laer (3.684,69 Euro).

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    Förderkonditionen und verfügbare Mittel

    Die Stadt gewährt nach den geltenden Richtlinien 80 Prozent der beantragten Summen als Zuschuss, die verbleibenden 20 Prozent tragen die freien Träger selbst. Insgesamt stehen für 2026 rund 60.000 Euro für Investitionsmaßnahmen zur Verfügung.

    Reserve für kurzfristige Reparaturen

    Da viele Träger zu Jahresbeginn noch nicht alle notwendigen Investitionen absehen können, verbleibt ein Restbetrag von etwa 23.400 Euro im Haushalt. Diese Reserve soll kurzfristige Reparaturen und dringende Ersatzbeschaffungen bei defekten Einrichtungsgegenständen ermöglichen.

    Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie entscheidet am 22. April 2026 über die Förderanträge.

  • Fachstelle Kinderschutz wird dem Jugendhilfeausschuss vorgestellt

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    22.04.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten

    Das Jugendamt informiert den Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie über die Aufgaben und Tätigkeiten der Fachstelle Kinderschutz und des Netzwerks Kinderschutz. Die Präsentation findet am 22. April 2026 statt.

    Landeskinderschutzgesetz als Grundlage

    Mit dem Inkrafttreten des Landeskinderschutzgesetzes NRW im Jahr 2022 wurden die Grundlagen für eine verbindliche, trägerübergreifende Weiterentwicklung kommunaler Kinderschutzstrukturen geschaffen. Auf dieser Basis wurde das Netzwerk Kinderschutz gestärkt und die Fachstelle Kinderschutz eingerichtet.

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    Interdisziplinäres Netzwerk für den Kinderschutz

    Das Netzwerk Kinderschutz vereint gemäß § 9 des Landeskinderschutzgesetzes NRW Fachkräfte aus Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Bildung und Beratung sowie weiteren Bereichen, die im Kinderschutz aktiv sind. Ziel ist es, den interdisziplinären Austausch zu fördern, gemeinsame Standards weiterzuentwickeln und ein abgestimmtes Vorgehen bei der Einschätzung und Bearbeitung von Gefährdungslagen zu unterstützen.

    Zentrale Koordinierungsaufgaben

    Die Fachstelle Kinderschutz übernimmt eine zentrale Rolle bei der Koordination der Netzwerkarbeit und übernimmt fachliche Beratungs- und Unterstützungsaufgaben. Sie sorgt dafür, dass die gesetzlichen Vorgaben des Landeskinderschutzgesetzes sowie die fachlichen Empfehlungen auf kommunaler Ebene umgesetzt werden. Darüber hinaus versteht sie sich als Anlaufstelle für alle Fachkräfte, die mit Fragen des Kinderschutzes befasst sind.

    Präsentation für den Ausschuss

    Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie erhält einen zusammenfassenden Einblick in die bisherige Arbeit des Netzwerks Kinderschutz und der Fachstelle Kinderschutz sowie einen Ausblick. Die Vorstellung erfolgt zur Kenntnisnahme mittels einer PowerPoint-Präsentation.

  • KiBiz-Regelung bislang ohne konkrete Auswirkungen in Bochum

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    22.04.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten

    Die Verwaltung sieht derzeit keine Träger von Kindertageseinrichtungen von der neuen Eigenmittelregelung des Landes betroffen. Konkrete Auswirkungen auf den Kita-Ausbau können noch nicht beziffert werden, da Details zur angekündigten Investitionsförderung fehlen.

    Noch keine betroffenen Träger bekannt

    Auf eine SPD-Anfrage zu den Auswirkungen der verschärften KiBiz-Eigenmittelregelung teilt die Verwaltung mit, dass dem Jugendamt bislang keine Träger von Kindertageseinrichtungen bekannt seien, die konkret von der neuen Regelung betroffen sind. Auch Fälle, in denen Träger Förderanträge zurückziehen mussten oder bewilligte Projekte nicht umsetzen konnten, sind nicht bekannt.

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    Land stellt 1,5 Milliarden Euro ab 2027 bereit

    Die neue Regelung betrifft aktuell nur die Investitionskostenförderung, da hier eine Anteilsfinanzierung mit Eigenanteil vorgesehen ist. Programme wie Kita-Helfer und Sprach-Kita sind als Festbetragsfinanzierungen davon nicht betroffen. Im Rahmen der KiBiz-Novelle will das Land ab 2027 1,5 Milliarden Euro für Investitionen bereitstellen. Nach welchen Kriterien diese Mittel abgerufen werden können, ist der Verwaltung jedoch noch nicht bekannt.

    Finanzierungssituation bereits angespannt

    Da die KiBiz-Mittel seit Jahren knapp bemessen seien und die Finanzierungssituation der Kitas angespannt ist, könne derzeit nicht belastbar festgestellt werden, in welchem Umfang Träger überhaupt Rücklagen bilden konnten. Die Träger finanzieren ihre Eigenanteile hauptsächlich durch Mitgliedsbeiträge, Kirchensteuern, Spenden, Fördervereine oder Einnahmen aus Vermietungen.

    Stadt engagiert sich auf Landesebene

    Die Verwaltung betont, dass die Stadt aktiv an den Diskussionen um die KiBiz-Novellierung in den Gremien des Städtetags teilnimmt. Gespräche wurden auf verschiedenen Ebenen geführt, um die kommunale Perspektive einzubringen. Zudem hat die Stadt gemeinsam mit dem Städtetag NRW Klage gegen den gültigen Belastungsausgleich erhoben.

    Förderung für eingruppige Kitas bleibt erhalten

    Entwarnung gibt es bei der ursprünglich geplanten Einstellung der Sonderförderung für eingruppige Kitas: Diese wurde im überarbeiteten Entwurf nicht weiterverfolgt, die Förderung soll erhalten bleiben.

  • Jugendamt plant mobile Angebote und Aktionen für 2026

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    22.04.2026Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie (JHA)noch nicht beraten

    Das Jugendamt legt dem Jugendhilfeausschuss ein umfassendes Programm mobiler Kinder- und Jugendarbeit vor. Für die Umsetzung der Spielleitplanung 2026 stehen insgesamt 60.000 Euro zur Verfügung, die für Projekte in allen Stadtbezirken eingesetzt werden sollen.

    Arbeitskreis entwickelt stadtweite Maßnahmen

    Der Arbeitskreis „Mobile Arbeit“ hat ein vielfältiges Programm für das Jahr 2026 konzipiert. In dem Gremium arbeiten Vertreterinnen und Vertreter von Kinder- und Jugendfreizeithäusern, Spielflächen, Schulsozialarbeit, Streetwork, Spielmobil, Jugendmobil und dem Soccer-Court des Fan-Projekts zusammen. Ziel ist es, die Nutzungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum zu verbessern.

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    Spielmobile im Dauereinsatz

    Ein Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Spielmobilen. Der Stadtsportbund plant 15 Termine mit jeweils zwei bis drei Stunden, bei denen verschiedene Outdoorspielgeräte und ein aufblasbares Modul zum Einsatz kommen. Die Falken Bochum werden ebenfalls mit 15 Einsätzen ihres Spielmobils vertreten sein, das Kindern ab drei Jahren Outdoor-Spielgeräte und eine Hüpfburg bietet.

    Neue Ausstattung für Jugendarbeit

    Zu den geplanten Neuanschaffungen gehören eine ausleihbare Fotobox für Erinnerungsfotos bei Veranstaltungen, ein stabiler Faltpavillon für Outdoor-Angebote bei schlechtem Wetter und eine Slush-Eis-Maschine als Anziehungsfaktor für Kinder und Jugendliche. Das Jugendmobil „Eumel“ soll eine neue Bastelmaschine erhalten, mit der Kinder und Jugendliche kreative Ideen umsetzen können.

    Sportveranstaltungen und Fußballligen

    Mehrere Sportveranstaltungen sind geplant: Ein Fußballevent in Wattenscheid soll die Gemeinschaft fördern, eine Mädchenfußballliga (6-14 Jahre) wird zum zweiten Mal angeboten, und die Hustadt-Fußballliga (6-18 Jahre) soll am Brunnenplatz stattfinden. Für alle Events werden Trainerpauschalen von 15 Euro pro Stunde veranschlagt.

    Action-Event als Höhepunkt

    Das Hauptereignis wird ein dreitägiges Action-Event vom 20. bis 22. Oktober 2026 auf der Fußballanlage der Union Bergen. In Kooperation zwischen Stadtsportbund, Fan-Projekt und Falken werden ein mobiler Hochseil-Klettergarten, Spiel- und Sportmobil, Soccer-Court sowie das Jugendmobil angeboten. Am dritten Tag ist ein Fußballturnier geplant.

    Inklusive Kommunikation im Fokus

    Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Erweiterung inklusiver Kommunikationstafeln. Diese sollen insbesondere Kindern und Jugendlichen mit eingeschränkter Lautsprache eine aktive Mitwirkung ermöglichen und barrierefreie Kommunikation schaffen. Für diese Maßnahme sind 8.500 Euro vorgesehen.

    Entscheidung im Jugendhilfeausschuss

    Der Jugendhilfeausschuss wird am 22. April 2026 über die Vorlage entscheiden. Die benötigten 55.854,43 Euro stehen im städtischen Haushalt in der Produktgruppe „Kinder- und Jugendarbeit“ zur Verfügung. Jährliche Folgelasten entstehen nicht.

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    kategorien: Kinder, Jugend, Familie, Sport
    tags: Beschlussvorlage, Jugendhilfeausschuss, Spielleitplanung, Mobile Jugendarbeit, Spielmobile
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