Schlagwort: Planung und Grundstücke

  • Drei Fraktionen fordern Wohngebiet an der Herzogstraße

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.03.2026Bezirksvertretung Bochum-MitteMehrheitlich nach Beschlussvorschlag
    Enthaltungen: 0
    Dagegen: 7 (CDU,AfD)
    Dafür: 12 (SPD, Grüne, Linke)

    SPD, Grüne und Die Linke in der Bezirksvertretung Mitte wollen den Bebauungsplan 702 ändern lassen, um mehr Wohnraum zu schaffen. Das bisher als Misch- und Gewerbegebiet ausgewiesene Areal soll zu einem „Allgemeinen Wohngebiet“ werden.

    Gemeinsame Initiative für mehr Wohnraum

    Die Fraktionsvorsitzenden David Schnell (SPD), Karsten Finke (Grüne) und Ida Johanna Paul (Die Linke) haben eine gemeinsame Anregung für die Sitzung der Bezirksvertretung Mitte am 5. März 2026 eingereicht. Ihr Ziel: Die Flächen entlang der Herzogstraße sollen künftig als Wohngebiet ausgewiesen werden.

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    Bebauungsplan aus 1998 soll angepasst werden

    Der bestehende Bebauungsplan Nr. 702 aus dem Jahr 1998 sieht für das betreffende Gebiet noch ein Mischgebiet sowie ein Gewerbegebiet vor. Nach Ansicht der Antragsteller haben die Entwicklungen der vergangenen 28 Jahre jedoch gezeigt, dass mehr Wohnraum geschaffen werden muss.

    Vielfältige Nutzung am geplanten Standort

    Auf dem Gelände befinden sich derzeit ein Kinderspielplatz, eine städtische Kindertageseinrichtung, Wohncontainer sowie nichtstörendes Kleingewerbe und eine aufgegebene gewerbliche Nutzung. Der Bereich zur Wohnbebauung Seelandskamp/In der Provitze ist als Grünfläche festgesetzt.

    Gute Infrastruktur vorhanden

    Die Lage bietet nach Einschätzung der Antragsteller gute Voraussetzungen für Wohnbebauung: Fußläufig sind der Jugendtreff Hofstede, das Hannibal-Center und die Straßenbahn erreichbar. Die Politiker sehen die Gelegenheit, rund um die Kindertagesstätte und den Spielplatz ein neues Wohngebiet zu entwickeln.

    Mix aus gefördertem und freiem Wohnungsbau geplant

    Das geplante urbane Gebiet soll einen Mix aus öffentlich-gefördertem und freifinanziertem Wohnungsbau ermöglichen. Dafür müssen zunächst die baurechtlichen Voraussetzungen durch eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans 702 geschaffen werden.

  • SPD-Fraktion fragt nach Parkproblemen am Stormplatz

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.03.2026Bezirksvertretung Bochum-MitteDie Anfrage wird schriftlich beantwortet.

    Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Mitte hat eine Anfrage zu den Verkehrsproblemen im Wohnquartier am Stormplatz gestellt. Anwohner beklagen enormen Parkdruck und verstärktes Verkehrsaufkommen, besonders an VfL-Spieltagen.

    Historisches Wohngebiet mit modernen Problemen

    Das Wohnquartier zwischen der I. Parallelstraße und dem Quellenweg ist geprägt von einer Mischbebauung aus Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Mehrfamilienhäusern. Das vor rund 100 Jahren errichtete Gebiet entspricht mit seinen Gehwegbreiten und Straßenquerschnitten den damaligen Anforderungen, stößt aber offenbar bei den heutigen Verkehrsanforderungen an seine Grenzen.

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    Kontrollen und illegales Parken im Fokus

    In ihrer Anfrage für die 4. Sitzung der Bezirksvertretung am 5. März 2026 will die SPD-Fraktion unter anderem wissen, aus welchem konkreten Anlass Kontrollen in diesem Bereich durchgeführt wurden. Besonders problematisch sei die Situation bei VfL-Heimspielen, wo laut Anwohnerberichten teilweise Parkerlaubnisse von Dritten kopiert werden, um unberechtigt in dem Bereich zu parken.

    Lösungsansätze gesucht

    Die SPD-Fraktion erkundigt sich nach möglichen Lösungen für die Verkehrsprobleme. Konkret fragt sie nach einer möglichen Öffnung des Parkplatzes hinter dem Parkhaus Stadionring als Quartiersparkplatz für die Anwohnerschaft. Zudem soll geprüft werden, ob durch Straßenmarkierungen bestehende Gebote verdeutlicht werden können, um eine bessere Ordnung des ruhenden Verkehrs zu erreichen.

    Die Fraktion bittet um eine schriftliche Beantwortung ihrer fünf Fragen durch Bezirksbürgermeisterin Barbara Menke.

  • Verwaltung beantwortet Fragen zu Gesamtschule-Neubau in Wattenscheid

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    03.03.2026Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheidnoch nicht beraten

    Die Stadtverwaltung hat auf Anfragen der SPD-Fraktion zu Verkehrssicherheit, Lärmschutz und Grünflächenschutz im Rahmen des geplanten Gesamtschulneubaus an der Berliner Straße geantwortet. Viele Prüfungen stehen noch aus, da sich das Projekt noch im frühen Planungsstadium befindet.

    Verkehrssicherheit wird als unkritisch bewertet

    Die Verwaltung stuft die Verkehrssicherheit im Bereich der Berliner Straße und der Propst-Hellmich-Promenade als unauffällig ein. Eine Auswertung der Polizei ergab lediglich zwei Verkehrsunfälle im betreffenden Bereich, wobei nur einer in Zusammenhang mit örtlichen Gegebenheiten stand. Regelmäßige Geschwindigkeitsmessungen zeigen zwar Übertretungen, diese liegen jedoch überwiegend im Verwarngeldbereich.

    Ob Anpassungen bei der zulässigen Geschwindigkeit oder bauliche Optimierungen nötig sind, soll im weiteren Planungsverlauf geprüft werden. Ein Schulwegplan ist für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.

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    Neue Bushaltestelle in Fahrtrichtung Norden geplant

    Für die ÖPNV-Anbindung der künftigen Gesamtschule wurden bereits erste Gespräche mit der BOGESTRA geführt. In Fahrtrichtung Norden soll eine neue Doppelhaltestelle an der Berliner Straße entstehen, entsprechende Verkehrsflächen werden planungsrechtlich gesichert. Die Ausgestaltung der Haltestellensituation in Fahrtrichtung Süden ist Gegenstand weiterer Planungen.

    Lärmuntersuchungen laufen noch

    Sowohl für den Schullärm als auch für zusätzlichen Verkehrslärm durch ÖPNV, Elterntaxis und Berufsverkehr befindet sich eine schalltechnische Untersuchung in Bearbeitung. Die Immissionsrichtwerte der TA Lärm werden berücksichtigt, Minderungsmaßnahmen werden geprüft.

    Grünfläche „Schafweide“ nicht im Bebauungsplan

    Die als „Schafweide“ bekannte Grünfläche liegt nicht im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 1001 und ist daher nicht Gegenstand des Verfahrens. Eine planungsrechtliche Sicherung als Grünfläche ist derzeit nicht vorgesehen.

    Allerdings sieht die parallel laufende Änderung des Flächennutzungsplans Nr. 30 die Darstellung von Wohnbauflächen beiderseits der Straße „An der Papenburg“ vor, was dem bereits beschlossenen Strukturkonzept entspricht.

    Schulkomplex für 1.800 Schülerinnen und Schüler

    Der geplante Bebauungsplan ermöglicht die Errichtung einer 6-zügigen Gesamtschule mit integrierter Bezirksmusikschule Wattenscheid auf dem derzeit als Sportplatz und Tankstelle genutzten Gelände östlich der Berliner Straße. Vorgesehen sind VI-geschossige Baukörper sowie ein zusätzliches Technikgeschoss. Die konkrete Ausgestaltung von Gebäuden, Stellplätzen und Pausenhöfen erfolgt in der nachgelagerten Ausbauplanung.

  • Kein neuer Trinkwasserbrunnen für Pocket Park an der Franz-Vogt-Straße

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.03.2026Bezirksvertretung Bochum-MitteDie Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

    Die Stadtwerke Bochum lehnen die Errichtung eines Trinkwasserbrunnens am Pocket Park in der Franz-Vogt-Straße ab. Als Begründung führen sie die geringe Entfernung von etwa 350 Metern zum bereits vorhandenen Brunnen am Tana-Schanzara-Platz an.

    Grüne fragten nach Wasserinfrastruktur

    Die Fraktion die Grüne im Rat hatte in der Dezember-Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Mitte angefragt, ob ein Trinkwasserbrunnen und/oder Hydrant an der Oskar-Hoffmann-Straße am Eingang zum Park eingerichtet werden könnte – analog zur Situation am Tana-Schanzara-Platz.

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    Zuständigkeit liegt bei den Stadtwerken

    Das Umwelt- und Grünflächenamt stellte in seiner Antwort klar, dass es nicht für die Herstellung oder Unterhaltung von Trinkwasseranschlüssen zuständig ist. Diese Aufgaben übernehmen die Stadtwerke Bochum. Nach deren Rückmeldung sehen sie aufgrund der Nähe zum bestehenden Trinkwasserbrunnen am Tana-Schanzara-Platz von der Errichtung eines weiteren ab.

    Hydranten primär für Feuerwehr

    Zu den ebenfalls angefragten Hydranten erläuterte die Verwaltung, dass diese primär der Löschwasserversorgung durch die Feuerwehr dienen und meist als Unterflurhydranten im Boden verbaut sind. Auch hier liegt die Zuständigkeit bei den Stadtwerken. Für die Nutzung eines Unterflurhydranten ist ein Standrohr notwendig, das bei den Stadtwerken für Veranstaltungen oder Baustellen ausgeliehen werden kann.

  • Stadterneuerung Wattenscheid-Mitte: Umfangreicher Fortschrittsbericht für 2025

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    03.03.2026Bezirksvertretung Bochum-WattenscheidDie präsentationsunterstützte Berichterstattung wird zur Kenntnis genommen.Die Präsentation ist im Ratsinformationssystem einsehbar.Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

    Das Stadterneuerungsgebiet „Soziale Stadt Wattenscheid-Mitte“ zeigt deutliche Fortschritte: Der Stadtgarten mit Storcherlebnispark wurde eröffnet, zahlreiche Bauprojekte vorangetrieben und das Stadtteilmanagement führte begleitende Aktionen durch. Die aktuelle Förderphase endet 2026, ein Antrag auf Fortsetzung wurde bereits gestellt.

    Die Verwaltung berichtet über die Entwicklungen im Jahr 2025 im 280 Hektar großen Stadterneuerungsgebiet mit rund 17.500 Einwohnern. Grundlage bildet das 2015 beschlossene Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) „Gesundes Wattenscheid – familienfreundlich und generationengerecht“.

    Stadtgarten als neues Highlight

    Ein besonderer Erfolg war die Fertigstellung und Eröffnung des erneuerten Stadtgartens am 29. März 2025 durch den Oberbürgermeister. Neben dem neuen Spielplatz „Phönixnest“ mit Drachen- und Vulkan-Spielelementen entstanden ein Rhododendrontal, Boule- und Schachbereiche sowie eine durch Regenwasser gespeiste Teichanlage. Das Herzstück bildet der neue Storcherlebnispark in Verantwortung des Tierparks + Fossilium Bochum.

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    Bauliche Entwicklungen im Überblick

    Mehrere Großprojekte prägten 2025: Am südlichen Stadtgarten begann die naturnahe Umgestaltung der ehemaligen Betriebshoffläche mit einem „Tiny Forest“ und extensiv bewirtschafteter Wiese. Das Märkische Gymnasium wird als Partner für pädagogische Nutzung einbezogen.

    Die Grünanlage Monte Schlacko wurde durch Workshops mit Verwaltung, Akteuren und Bürgern für eine punktuelle Aufwertung vorbereitet. Dabei soll der Charakter als robuste, naturnahe Fläche erhalten bleiben.

    Herausforderungen bei einzelnen Projekten

    Nicht alle Vorhaben verliefen planmäßig: Die Sanierung der Musikschule Wattenscheid zum Haus für Musik, Kunst und Kultur musste aufgrund unvorhergesehener Schäden und Kostensteigerungen gestoppt werden. Die bereits bewilligten Fördermittel konnten jedoch für andere Maßnahmen umgeschichtet werden.

    Soziale und gesundheitsbezogene Aktivitäten

    Das Stadtteilmanagement organisierte zahlreiche Aktionen: Der Nachhaltigkeitstag „Zukunft kann WAT“ wurde verstetigt, 15 Projekte erhielten Unterstützung aus dem Stadtteilfonds, und die Gesundheitswochen unter dem Motto „Gesund ist, WAT Laune macht“ boten etwa 30 kostenlose Veranstaltungen.

    Ein wichtiger Meilenstein war die Eröffnung des Gesundheitskiosks am 12. Februar 2025 als zentrale Beratungsstelle für Gesundheitsfragen in der Voedestraße.

    Citymanagement und Wirtschaftsförderung

    Das seit Januar 2025 über die Bochum Marketing GmbH verstetigte Citymanagement unterstützte verschiedene Veranstaltungsformate, darunter die 16. Wattenscheider Kulturnacht und das neue Format „Wattenscheid leuchtet“. Der City-Fonds lief zum Jahresende aus.

    Ausblick und Fortsetzung

    Für die Zeit nach 2026 wurde bereits im September 2025 ein neuer Förderantrag gestellt, basierend auf einem im Juli vom Rat beschlossenen aktualisierten ISEK. Die Entscheidung über die Fortsetzung der geförderten Stadtteilentwicklung steht noch aus.

  • Innenstadtentwicklung zeigt Fortschritte – ISEK-Sachstandsbericht 2025

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.03.2026Bezirksvertretung Bochum-MitteSiehe auch Protokollierung zum Tagesordnungspunkt 5.1.Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
    22.04.2026Ausschuss für Planung und Grundstückenoch nicht beraten
    29.04.2026Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschussnoch nicht beraten

    Die Transformation der Bochumer Innenstadt kommt voran: Mit dem jährlichen Sachstandsbericht zum ISEK Innenstadt 2025 informiert die Verwaltung über den aktuellen Stand der zahlreichen öffentlichen und privaten Projekte zur Innenstadtentwicklung. Neben der Städtebauförderung tragen auch verschiedene Bundes- und Landesprogramme zur Stärkung der Innenstadt bei.

    Städtebauförderung mit 6,3 Millionen Euro

    Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) Innenstadt basiert auf der 2016 entwickelten „Vision Innenstadt 2030“. Für die Gesamtmaßnahme „Innenstadt I“ wurden zuwendungsfähige Ausgaben von 7,887 Millionen Euro anerkannt. Bei einer Förderquote von 80 Prozent fließen 6,31 Millionen Euro aus der Städtebauförderung in das Projekt.

    Mit den Stadterneuerungsprogrammen (STEP) 2020, 2021 und 2023 wurden bereits Fördermittel in Höhe von insgesamt 3,09 Millionen Euro bewilligt. Der erste Finanzierungsabschnitt für STEP 2024 über 320.000 Euro ist bereits bewilligt.

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    Bundesprogramm bringt 1,67 Millionen Euro

    Als eine von 238 Städten bundesweit erhielt Bochum 2022 eine Zusage für das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ). Projekte im Wert von fast 1,67 Millionen Euro konnten bis Ende November 2025 umgesetzt werden, ergänzt durch private Investitionen von über 1,24 Millionen Euro.

    Zu den realisierten Maßnahmen gehören die Umgestaltung des Platzes am Kuhhirten, ein Zentrenmanagement für das Bermuda3Eck, ein Fassadenprogramm für Geschäftshäuser, Innenstadtmarketing im MosaikViertel sowie „Grün statt Parken“-Projekte in der Kortumstraße und Große Beckstraße.

    Große Bauprojekte prägen das Stadtbild

    Das Haus des Wissens als Anker der Entwicklungsachse Viktoriastraße macht deutliche Fortschritte. Auf 11.500 Quadratmetern Nutzfläche entstehen Räume für Stadtbücherei, Volkshochschule und den Wissensverbund UniverCity Bochum sowie eine Markthalle und ein Dachgarten. Die Sanierungsarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, die Rohbauarbeiten laufen.

    Die Neugestaltung des Husemannplatzes ist zu etwa zwei Dritteln fertiggestellt. Derzeit entsteht die „Green Cloud“ – ein grüner Treff- und Spielpunkt mit Café. Die Eröffnung ist für nach den Sommerferien 2026 vorgesehen.

    Viktoriastraße wird zum „Stadtteppich“

    Für die Umgestaltung der Viktoriastraße zwischen Willy-Brandt-Platz und Husemannplatz wurden im Oktober 2024 die beantragten Fördermittel bewilligt. Das Düsseldorfer Büro GREENBOX entwickelte das Konzept eines „Stadtteppichs“. Die Ausschreibung der Bauleistungen ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen, die Fertigstellung soll mit der Eröffnung des Haus des Wissens Ende 2027 erfolgen.

    Private Investitionen beleben die Innenstadt

    Das Husemann-Karree hat sich als wichtiger Stadtbaustein etabliert. 2025 konnten weitere Handels- und Gastronomieflächen vermietet werden. Am Dr.-Ruer-Platz entsteht der Neubau der Sparkasse, dessen Fertigstellung für Frühjahr 2026 geplant ist.

    Mehrere Immobilien in der Kortumstraße erfahren Aufwertungen: Nach langjährigem Leerstand wurde das Objekt Kortumstraße 46-48 saniert und erhielt neue Nutzungen durch BoConcept und LimeHome. Auch weitere Gebäude zwischen Husemannplatz und Südring wurden saniert und neu genutzt.

    Begleitprogramme stärken die Entwicklung

    Die Innenstadtarchitekten Sarah Gräfer und Marcus Wagner führten 2025 zahlreiche Beratungen durch, die zu 17 Anträgen im Hof- und Fassadenprogramm mit einem Fördervolumen von knapp 239.500 Euro führten.

    Das Landesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“ (ZIO) ermöglichte seit 2020 die Neubelegung von 42 Ladenlokalen. Das Konzept „Upgrade Grün und Spiel“ schafft mehr Aufenthaltsqualität durch zusätzliche Grün- und Spielangebote.

  • Epiphanias-Kirche wird Veranstaltungszentrum

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.03.2026Bezirksvertretung Bochum-MitteDie Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

    Die ehemalige Epiphanias-Kirche in Hofstede ist an einen privaten Käufer verkauft worden und soll künftig als Veranstaltungszentrum genutzt werden. Die Verwaltung steht bereits in engem Austausch mit dem neuen Eigentümer und begleitet die geplante Umnutzung des denkmalgeschützten Gebäudes.

    Die Stadtverwaltung hat auf eine Anfrage der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Mitte Details zum Verkauf der auch als Autobahnkirche bekannten Epiphanias-Kirche bekannt gegeben. Der Name des neuen privaten Eigentümers wird aus Datenschutzgründen nur im nicht-öffentlichen Teil der Bezirksvertretung genannt.

    Umnutzung mit geringfügigen Eingriffen geplant

    Der neue Eigentümer plant, das Kirchengebäude samt Gelände und Pfarrhaus zu einem Veranstaltungszentrum umzunutzen. Nach Angaben der Verwaltung sollen dabei nur geringste Eingriffe in den Grundriss vorgenommen werden, was eine denkmalverträgliche Lösung ermöglicht. Die planungsrechtliche Zulässigkeit wird nach § 34 BauGB beurteilt, die baurechtlichen Fragen befinden sich noch in der Klärung.

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    Denkmalschutz muss beachtet werden

    Die Epiphanias-Kirche aus den Jahren 1929-1930 steht seit 2005 als eingetragenes Baudenkmal unter Schutz. Geschützt sind die gesamte Anlage mit Kirche, Turm, Pfarrsaal und Pfarrhaus sowie die historische Ausstattung. Architekturgeschichtlich gilt das Gebäude als eines der wenigen Beispiele aus der Übergangszeit zwischen Jugendstil und Moderne.

    Die Verwaltung hat den neuen Eigentümer bereits auf die Schutzwürdigkeit und die Notwendigkeit des sensiblen Umgangs mit der historischen Bausubstanz hingewiesen. Vor Beginn der Umbaumaßnahmen muss eine denkmalrechtliche Erlaubnis eingeholt werden. Die Verwaltung geht davon aus, dass nur geringfügige und somit genehmigungsfähige Änderungen erfolgen werden.

    Politische Gremien werden informiert

    Sobald der Verwaltung der konkrete Entwurf zur Umnutzung vorliegt, werden die zuständigen politischen Gremien informiert und das Konzept bei Bedarf vorgestellt. Die Bezirksvertretung Mitte wird die Antwort der Verwaltung in ihrer Sitzung am 5. März 2026 zur Kenntnis nehmen.

  • Fortschritte bei der Innenstadtbegrünung: Mehrere Projekte bis 2027 geplant

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.03.2026Bezirksvertretung Bochum-MitteDie Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

    Die Verwaltung informiert über den aktuellen Stand des Konzepts „Upgrade Grün und Spiel“ zur klimaresilienten Gestaltung der Innenstadt. Bereits umgesetzte Maßnahmen zeigen erste Erfolge, weitere Projekte folgen in den kommenden Jahren.

    Erste Maßnahmen bereits umgesetzt

    Das im Herbst 2024 vorgelegte Konzept „Upgrade Grün und Spiel“ des Landschaftsarchitekturbüros Kienleplan zeigt bereits konkrete Ergebnisse. Neben der Neugestaltung des Platzes am Kuhhirten, der im Juni 2025 eröffnet wurde, erfolgten Entsiegelungsmaßnahmen in der Kortumstraße und Große Beckstraße sowie die Schaffung von Pflanzinseln in der Hans-Böckler-Straße. Diese Projekte wurden durch Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ finanziert.

    Aktuell in Umsetzung befindet sich die Umgestaltung der Brückstraße zwischen Gerberstraße und Große Beckstraße, wo neue Grünflächen mit Baumneupflanzungen und kleine Aufenthaltsflächen entstehen.

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    Umfangreiche Projekte für 2026 und 2027

    Für die zweite Jahreshälfte 2026 sind zwei größere Maßnahmen vorgesehen: Im Bereich der Tiefgaragenzufahrt Massenbergstraße entsteht ein großzügiges Hochbeet, das einen einladenderen Stadteingang schaffen soll. Parallel dazu wird die Grünfläche am Kortenpfad mit neuen Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten sowie attraktiverer Bepflanzung umgestaltet.

    Die Herner Straße zwischen Brückstraße und Nordring erhält 2027 neben zusätzlichen Bäumen und Pflanzflächen auch straßenbegleitende Sitz- und Spielmöglichkeiten. Auch das Umfeld des Hauses des Wissens wird durch das Entwurfskonzept „Stadtteppich“ für die Viktoriastraße zwischen Willy-Brandt-Platz und Husemannplatz deutlich grüner.

    Finanzierung über Städtebauförderung gesichert

    Die Verwaltung hat bereits Städtebauförderanträge für die geplanten Maßnahmen eingereicht. Im Rahmen der Städtebauförderung werden 80 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten über Bundes- und Landesmittel finanziert, der städtische Eigenanteil wurde bei der Haushaltsplanung berücksichtigt.

    Zusätzlich unterstützt die Stadt private Begrünungsinitiativen durch verschiedene Förderprogramme. So wird beispielsweise das Modehaus Baltz mit Unterstützung aus dem Bundesprogramm unter anderem mit einer begrünten Fassade erneuert, die ab der Pflanzsaison 2026 sichtbar wird.

    Weitere Projekte in Vorbereitung

    Die Verwaltung hat eine EU-weite Ausschreibung für den Entwurf „Upgrade Grüner Boulevard“ auf den Weg gebracht. Ein erster Bauabschnitt kann voraussichtlich über das ISEK-Innenstadt finanziert werden. Für das Gesamtkonzept sind weitere Förderzugänge und haushaltstechnische Einplanungen erforderlich.

  • CDU-Fraktion will Hochbeete in Katharina- und Schmidtstraße sanieren

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.03.2026Bezirksvertretung Bochum-MitteEinstimmig nach Beschlussvorschlag
    Abstimmungsergebnis:
    Enthaltungen: 7 (CDU, AfD)
    Dagegen: 0
    Dafür: 12 (SPD, Grüne, Linke)

    Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte beantragt 23.000 Euro für die Sanierung beschädigter Hochbeete in der Katharina- und Schmidtstraße. Die Beete sollen nachhaltig und insektenfreundlich neu gestaltet werden.

    Antrag zur Beetesanierung

    Die CDU-Fraktion fordert in einem Antrag zur 4. Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Mitte am 5. März 2026 die Sanierung der teilweise abgängigen Hochbeete entlang der Katharina- und Schmidtstraße. Dafür sollen Haushaltsmittel in Höhe von bis zu 23.000 Euro bereitgestellt werden.

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    Beete durch Witterung beschädigt

    Laut Begründung der CDU-Fraktion sind die Hochbeete seit einiger Zeit durch Witterungseinflüsse und altersbedingte Abnutzung erheblich beschädigt. Die ursprünglich als Maßnahme der Quartiersaufwertung gedachten Beete würden mittlerweile einen vernachlässigten Eindruck machen.

    Die von der Stadt zur Verfügung gestellten Unterhaltungsfinanzmittel reichten nicht für eine Erneuerung aus. Haushaltsmittel stehen jedoch zur Verfügung, da derzeit die Instandsetzung der Grünverbindung Wegenetz Bergstraße, Josephinenstraße und Heidellerstraße nicht möglich sei.

    Nachhaltige Neugestaltung geplant

    Bei der Neugestaltung soll eine nachhaltige und standortgerechte sowie insektenfreundliche Bepflanzung bevorzugt werden. Diese soll mit verschiedenen mehrjährigen Stauden und Saatmischungen mit unterschiedlichen Blühzeiten erfolgen.

    Als zusätzliche Option schlägt die CDU-Fraktion die Anbringung von leicht geneigten Sitzbrettern zur Bürgersteigseite vor, um mitten in der Stadt kleine Verweilmöglichkeiten zu schaffen.

  • Verwaltung lehnt höhere Quote für Sozialwohnungen im Rechener Park West ab

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.03.2026Bezirksvertretung Bochum-MitteDie Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

    Die Stadtverwaltung sieht keine Notwendigkeit, die geplante 40-Prozent-Quote für geförderten Wohnungsbau im Neubaugebiet „Rechener Park West“ auf 60 Prozent zu erhöhen. Als Begründung werden knappe Fördermittel und das Ziel einer ausgewogenen sozialen Durchmischung angeführt.

    Anfrage der Linken zu höherer Sozialwohnungsquote

    Die Fraktion Die Linke hatte in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte nachgefragt, ob im Rahmen der Abwägung zum Bebauungsplan Nr. 987 auch eine höhere Quote von 60 Prozent gefördertem Wohnungsbau betrachtet wurde. Hintergrund ist das geplante Neubaugebiet „Rechener Park West“, für das bereits eine Mindestquote von 40 Prozent für Sozialwohnungen festgelegt wurde.

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    Verwaltung verweist auf beschlossene Regelungen

    In ihrer Antwort verweist die Verwaltung auf die am 10. Oktober 2024 beschlossene Neufassung der Quotierungsregelung im Handlungskonzept Wohnen Bochum. Diese regelt entsprechende Mindestgrenzen für den öffentlich geförderten Wohnungsbau. Erweiterungen über diese Mindestgrenzen hinaus könnten zwar mit der Bewilligungsbehörde verhandelt werden, jedoch nur auf Basis der Freiwilligkeit der Investoren.

    Knappe Fördermittel als Hindernis

    Die Stadtverwaltung führt als wesentliches Argument gegen eine Erhöhung der Quote die im Vergleich zur Nachfrage knappen Fördermittel an. Gleichzeitig betont sie das Ziel einer sozialen Durchmischung, weshalb es „ratsam“ sei, keine deutliche Erhöhung des Anteils geförderter Wohnungen über die festgelegten Grenzen hinaus vorzunehmen.

    Grundbuchliche Sicherung geplant

    Die bereits vereinbarte 40-Prozent-Quote für geförderten Wohnungsbau soll in einem städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und dem Investor fixiert werden. Zusätzlich ist eine grundbuchliche Sicherung der Quotierungsregelung vorgesehen.