Schlagwort: Umwelt und Nachhaltigkeit

  • Verwaltung lehnt Feuerwerksverbot um denkmalgeschütztes Fachwerkhaus ab

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    04.03.2026Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und NachhaltigkeitMehrheitlich nach Beschlussvorschlag
    Enthaltungen – 0
    Dagegen – 2 (Linke)
    Dafür – 13 (SPD/ Grüne/ CDU/ AfD/ UWG:FB)

    Die Stadtverwaltung empfiehlt dem Sicherheitsausschuss, eine Anregung zum Erlass eines Feuerwerksverbots um ein historisches Fachwerkhaus in Wattenscheid nicht zu behandeln. Als Grund wird angeführt, dass bereits eine nahezu identische Anregung entschieden wurde.

    Antrag auf 200-Meter-Schutzzone abgelehnt

    Eigentümer eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses aus dem Jahr 1821 in der Ridderstraße in Wattenscheid hatten Ende Januar einen Antrag auf Erlass eines Feuerwerksverbots gestellt. Sie forderten eine Schutzzone von mindestens 200 Metern um ihr Gebäude, das 2023 von der Feuerwehr als besonders brandempfindlich eingestuft wurde.

    Die Petenten begründeten ihren Antrag mit der besonderen Gefährdung ihres historischen Gebäudes durch Silvesterfeuerwerk. Besonders problematisch sehen sie die Entstehung eines neuen Wohnquartiers mit über 300 Wohneinheiten direkt gegenüber, da sie nicht alle künftigen Bewohner individuell über die Schutzbedürftigkeit informieren könnten.

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    Verwaltung verweist auf bereits behandelte Anregung

    Die Verwaltung empfiehlt dem Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit, die Anregung nicht zu behandeln. Grund ist § 9 Abs. 4 der Hauptsatzung, wonach von einer Befassung abzusehen ist, wenn eine Anregung gegenüber bereits beschiedenen Fällen keinen neuen Sachvortrag enthält.

    Bereits am 15. Januar hatte der Ausschuss unter der Vorlagennummer 20252641 nahezu identische Anregungen behandelt. Beide Anträge fordern dieselben Maßnahmen: einen 200-Meter-Schutzradius um brandempfindliche Gebäude, ein Feuerwerksverbot per Allgemeinverfügung und dessen Durchsetzung in der Silvesternacht.

    Rechtsgutachten ohne neue Argumente

    Den Anregungen war ein Kurzgutachten der Rechtsanwaltskanzlei Geulen & Klinger im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe beigefügt – dasselbe Gutachten, das bereits bei den im Januar behandelten Anträgen vorlag.

    Die Verwaltung sieht in der aktuellen Anregung daher keinen neuen Sachvortrag. Auch die von den Petenten zusätzlich geforderte Unterrichtung der Anwohner über die Brandempfindlichkeit setze das Vorliegen einer entsprechenden Allgemeinverfügung voraus.

    Die Entscheidung über die Empfehlung der Verwaltung fällt der Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit in seiner Sitzung am 4. März.

  • SPD fordert Grillverbot am Ümminger See

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    04.03.2026Bezirksvertretung Bochum-OstMehrheitlich nach Beschlussvorschlag
    Enthaltungen: 4 (AfD)
    Dagegen: 4 (Grüne, Linke)
    Dafür: 10 (SPD, CDU)Siehe auch Prokollierung zu TOP 1.7

    Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Bochum-Ost beantragt ein vollständiges Grillverbot für die Grünanlage am Ümminger See. Grund sind zunehmende Probleme durch Müll, Rauchentwicklung und Nutzungskonflikte in der beliebten Naherholungsanlage.

    Vollständiges lokales Grillverbot geplant

    Mit einem Änderungsantrag für die Bezirksvertretungssitzung am 4. März 2026 möchte die SPD-Fraktion um Björn Backhaus ein komplettes Grillverbot für den Ümminger See durchsetzen. Die Bezirksvertretung soll den zuständigen Ausschuss für Umwelt, Nachhaltigkeit und Ordnung (AUNO) sowie den Rat der Stadt bitten, das Verbot in die Bochumer Sicherheitsverordnung (BoSVo) aufzunehmen.

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    Evaluation nach drei Jahren vorgesehen

    Das vorgeschlagene Grillverbot soll nach drei Jahren einer ergebnisoffenen Evaluation unterzogen werden. Für alle anderen öffentlichen Park- und Grünanlagen im Bezirk Ost sollen die bestehenden Regelungen unverändert bleiben.

    Probleme in den Sommermonaten

    Der Ümminger See gilt als zentrale Grün- und Erholungsanlage für die Stadtteile Langendreer, Werne und Laer. In den vergangenen Jahren sei dort eine deutliche Zunahme des Grillgeschehens festzustellen, so die SPD-Fraktion. Aufgrund der hohen Besucherfrequenz komme es insbesondere in den Sommermonaten regelmäßig zu verschiedenen Problemen.

    Dazu zählen erhebliche Müllansammlungen und Verschmutzungen der Grünflächen, Beeinträchtigungen durch Rauchentwicklung sowie Nutzungskonflikte zwischen grillenden Gruppen und Erholungssuchenden. Zudem entstehe ein erhöhter Reinigungs- und Pflegeaufwand für die Stadt, punktuelle Schäden an Vegetation und Rasenflächen sowie erhebliche Beeinträchtigungen durch Rauch und Müll für dort lebende und nistende Wasservögel.

    Naturschutzfachliche Gesichtspunkte

    Die SPD-Fraktion betont, dass auch naturschutzfachliche Aspekte berücksichtigt werden müssten. Als Gewässer- und Grünanlage mit entsprechenden Ufer- und Vegetationsbereichen sei der Standort sensibel gegenüber zusätzlicher Belastung.

    Ein klar geregeltes, vollständiges Grillverbot schaffe eine eindeutige Rechtslage und versetze Verwaltung und Ordnungsdienst in die Lage, bei Verstößen konsequent einzuschreiten. Dies ermögliche nicht nur situatives Reagieren, sondern eine nachhaltige Verbesserung der Situation am Ümminger See.

  • STADTGESTALTER/Volt erkundigt sich nach Baumpaten-Projekten

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    04.03.2026Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und NachhaltigkeitDie Anfrage wird schriftlich beantwortet.

    Die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt möchte vom Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit den aktuellen Stand der städtischen Gießpatenschaften und des VBW-Projekts „Gießkannenheldinnen“ erfahren. Dabei geht es auch um mögliche Ausweitung auf private Wohnungsanbieter.

    Zwei Initiativen für Baumbewässerung

    Seit 2021 können sich Bürgerinnen und Bürger per E-Mail oder über die Bochum-App als Gießpaten registrieren und die Bewässerung von einem oder mehreren Bäumen in den Sommermonaten übernehmen. Ziel ist es, Bäumen in Trockenperioden eine bessere Überlebenschance zu geben.

    Ergänzend startete die städtische Wohnungsgesellschaft VBW 2023 das Projekt „Gießkannenheldinnen“. In VBW-Siedlungen wurden mehrere große Wassertanks aufgestellt, um die Baumbewässerung zu unterstützen.

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    Sechs Fragen an die Verwaltung

    Ratsmitglied Stefanie Beckmann will für die 2. Ausschusssitzung am 4. März 2026 wissen, wie viele Gießpatenschaften derzeit bestehen und wie sich die Beteiligung seit 2021 entwickelt hat. Außerdem fragt sie nach geplanten Werbemaßnahmen für 2026, insbesondere um unterrepräsentierte Bezirke und Quartiere zu erreichen.

    Ausweitung auf private Anbieter im Fokus

    Bezüglich des VBW-Projekts interessiert die Ratsgruppe sowohl die Bewertung der bisherigen Umsetzung als auch geplante Weiterentwicklungen. Besonders ausführlich erkundigt sich Beckmann nach der Möglichkeit, das Konzept auch größeren privaten Wohnungsanbietern vorzustellen – etwa im Rahmen der Abstimmungen zum Heizkraftwerk (HKW).

  • Streuobstwiese im Prinz-Regent-Park soll erweitert werden

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    10.03.2026Bezirksvertretung Bochum-SüdEinstimmig nach Beschlussvorschlag

    Die Bezirksvertretung Bochum-Süd will die vorhandene Streuobstwiese im Prinz-Regent-Park in Wiemelhausen um fünf weitere Obstbäume erweitern. Ein gemeinsamer Antrag von SPD, Grünen und Linken sieht vor, rund 5.000 Euro aus bezirklichen Mitteln für die Maßnahme aufzuwenden.

    Fünf neue Bäume und ein Ersatz geplant

    Die Bezirksvertretung Bochum-Süd hat die Verwaltung beauftragt, die bestehende Streuobstwiese im Prinz-Regent-Park um weitere fünf Obstbäume zu erweitern. Zusätzlich soll ein bereits eingegangener Baum auf Kosten des Grünflächenamtes ersetzt werden. Die neuen Bäume sollen südlich des Spielplatzes auf dem Flurstück 754 gepflanzt werden.

    Der Kostenrahmen für die Nachpflanzungen ist mit etwa 5.000 Euro veranschlagt, die aus bezirklichen Mitteln finanziert werden sollen. Die Antragsteller von SPD-Fraktion, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke würden es zudem begrüßen, wenn zusätzliche Liegebänke die Aufenthaltsqualität vor Ort steigern würden.

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    Ökologischer Wert und Artenvielfalt im Fokus

    Die Begründung des Antrags hebt den besonderen ökologischen Wert von Streuobstwiesen hervor. Auf solchen Flächen wachsen verschiedene hochstämmige Obstbäume unterschiedlicher Arten wie Apfel, Kirsche, Birne und Pflaume in großzügigen Abständen. Dies ermöglicht die Ausbildung charakteristischer Baumkronen.

    Extensiv gepflegte Streuobstwiesen gelten als artenreichste Biotope Mitteleuropas und bieten vielen Insekten-, Vogel- und Pflanzenarten Lebensraum – darunter auch bedrohten Arten wie Wildbienen. Durch die Erweiterung der Streuobstwiese soll die Grünfläche ökologisch aufgewertet und die biologische Vielfalt gesteigert werden. Gleichzeitig können Bürgerinnen und Bürger dort Natur erleben und sich erholen.

    Lage zwischen Prinz-Regent-Straße und Wohlfahrtstraße

    Die Streuobstwiese befindet sich in der Parkanlage zwischen Prinz-Regent-Straße und Wohlfahrtstraße in Wiemelhausen. Dem Antrag sind ein Lageplan und eine Luftaufnahme zur Verdeutlichung der örtlichen Gegebenheiten beigefügt.

  • Grüne beantragen Erhalt der Grillmöglichkeiten am Ümminger See

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    04.03.2026Bezirksvertretung Bochum-OstOhne AbstimmungSiehe auch Protkollierung zu TOP 1.7

    Die Bezirksvertretung Bochum-Ost soll die bestehenden Grillflächen am Ümminger See beibehalten und durch eine Buchungspflicht sowie bessere Ausstattung aufwerten. Die Grünen fordern feste Grilleinrichtungen, Komposttoiletten und eine Reservierungsmöglichkeit über die Bochum-App.

    Die Grünen in der Bezirksvertretung Bochum-Ost haben einen Änderungsantrag zur Verwaltungsvorlage über das Grillen in öffentlichen Park- und Grünanlagen eingereicht. Sie sprechen sich für den Erhalt der beiden ausgewiesenen Grillflächen am Ümminger See aus und schlagen gleichzeitig Verbesserungsmaßnahmen vor.

    Buchungspflicht über Bochum-App geplant

    Als zentrale Neuerung soll eine Buchungsverpflichtung für die Grillstellen mit Angabe persönlicher Daten über die Bochum-App eingeführt werden. Dadurch sollen Verantwortliche gegenüber der Stadtverwaltung benannt und die Nutzung besser gesteuert werden können.

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    Aufwertung der Grillstellen vorgesehen

    Die Bezirksvertretung Ost befürwortet zudem eine deutliche Aufwertung der bestehenden Grillmöglichkeiten. Geplant sind feste Grilleinrichtungen mit Regen- und Windschutz sowie die Bereitstellung einfacher Komposttoiletten. Für die Umsetzung sollen die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden.

    Extreme Nutzung nur an wenigen Tagen

    In der Begründung verweist Antragsteller Achim Henkel darauf, dass die übermäßige Nutzung und dadurch entstehende Belästigungen durch Rauch und Müll auf wenige Tage im Jahr konzentriert seien. Extreme Ereignisse mit mehr als 1000 Personen beschränkten sich auf das kurdische Newroz-Fest im März und den 1. Mai. Auch an solchen Tagen bleibe es „friedlich und familiär“.

    Bisherige Maßnahmen zeigen Wirkung

    Die bereits ergriffenen Maßnahmen wie Grillasche-Behälter und Aufpflasterungen zur Markierung hätten dafür gesorgt, dass auf der Fläche „mehrheitlich regelkonform und sicher gegrillt werden kann und wird“. Durch das 2025 eingeführte Grillverbot ab einem Graslandfeuerindex von Stufe 3 sei die Nutzerzahl bereits massiv zurückgegangen.

  • Stadt plant Optimierung der Photovoltaik-Nutzung ab 2027

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.03.2026Bezirksvertretung Bochum-Mitte(S. auch Protokollierung „Vor Eintritt in die Tagesordnung“) Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

    Die Stadtverwaltung will überschüssigen Solarstrom künftig effizienter zwischen den städtischen Gebäuden verteilen. Ab 2027 soll eine „Regionale Direktvermarktung“ eingeführt werden. Batteriespeicher kommen vorerst nur bedingt in Frage.

    Die Verwaltung hat auf eine Anfrage der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Mitte zur Optimierung der städtischen Photovoltaik-Anlagen geantwortet. Dabei geht es um die Frage, wie die Stadt den selbst erzeugten Solarstrom wirtschaftlicher nutzen kann.

    Direktvermarktung zwischen städtischen Gebäuden geplant

    Derzeit speist die Stadt überschüssigen Strom aus ihren Photovoltaik-Anlagen in das Netz der Stadtwerke ein und kauft gleichzeitig teureren Strom für andere städtische Gebäude ohne eigene Solaranlage ein. Diese ineffiziente Situation will die Verwaltung ändern.

    Ab 2027 plant die Stadt die Einführung einer „Regionalen Direktvermarktung“. Dabei soll überschüssiger Solarstrom von einem städtischen Gebäude bilanziell an andere Standorte ohne Photovoltaik-Anlage weitergeleitet werden. Die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen hierfür werden derzeit geschaffen.

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    Batteriespeicher nur bedingt wirtschaftlich

    Auf die Frage nach dem Einsatz von Zwischenspeichern zur Optimierung des Eigenverbrauchs gibt die Verwaltung eine differenzierte Antwort. Grundsätzlich ermöglichen Batteriespeicher eine bessere Nutzung des selbst erzeugten Stroms, da überschüssige Energie zwischengespeichert und bei Bedarf abgerufen werden kann.

    Bei den meisten städtischen Gebäuden mit Photovoltaik-Anlagen handelt es sich jedoch um Schulen im Tagbetrieb. Da dort der höchste Stromverbrauch tagsüber stattfindet – also genau dann, wenn auch die Solaranlage produziert – wäre der Nutzen von Speichern gering.

    Brandschutz als zusätzliche Hürde

    Besonders problematisch sind die brandschutztechnischen Anforderungen für Batteriespeicher in öffentlichen Gebäuden. Schulen gelten als Sonderbauten mit verschärften Brandschutzbestimmungen. Die Integration von Batteriespeichern erfordert spezielle Räumlichkeiten, die Abgrenzung von Flucht- und Rettungswegen sowie möglicherweise Baugenehmigungsverfahren.

    Diese zusätzlichen Anforderungen würden den Ausbau der Photovoltaik-Anlagen erheblich verlangsamen. Die Verwaltung schließt Speicherlösungen dennoch nicht grundsätzlich aus – insbesondere bei Veranstaltungsstätten könnte der Einsatz wirtschaftlich sinnvoll sein.

  • STADTGESTALTER/Volt fordern begrünte Sonnensegel gegen Hitze in der Innenstadt

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    04.03.2026Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und NachhaltigkeitDie Anfrage wird schriftlich beantwortet.

    Die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt hat eine Anfrage zur Optimierung des Freiraumkonzepts „Upgrade Grün und Spiel“ gestellt. Sie fordert den Einsatz begrünter Sonnensegel als innovative Verschattungslösungen für Kortumstraße und Dr.-Ruer-Platz.

    Klimaanpassung durch technische Verschattung

    Im Rahmen der „Bochum 2030 Vision Innenstadt“ wurde 2019 die Erarbeitung eines Freiraumkonzepts beschlossen, das 2024 als „Upgrade Grün und Spiel“ vorgelegt wurde. Das Konzept setzt einen Schwerpunkt auf natürliche Schattenspender durch Begrünung und Entsiegelung. Für problematische Bereiche wie enge Häusergassen schlägt es technische Verschattungen vor, konkret für die Kortumstraße und den Dr.-Ruer-Platz.

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    Innovative Beispiele aus anderen Städten

    Die STADTGESTALTER verweisen auf erfolgreiche Projekte in anderen Städten: In Frankfurt wird seit 2023 das Modell „Verd Space“ erprobt, das frei positionierbar ist und Sitzmöglichkeiten bietet. In Iserlohn verschattet ein System mit Rankpflanzen und integrierter Bewässerung den Bahnhofsvorplatz. Die spanische Stadt Valladolid hat bereits 2019 EU-geförderte „Green Shades“ erfolgreich installiert.

    Acht Fragen an die Verwaltung

    Die Anfrage für die Ausschusssitzung am 4. März 2026 umfasst acht detaillierte Fragen. Dabei geht es um den aktuellen Planungsstand, die Bewertung begrünter Verschattungslösungen und deren konkrete Umsetzung in der Innenstadt. Auch Fördermöglichkeiten und potenzielle Sponsoringpartnerschaften aus dem Garten- und Landschaftsbau werden thematisiert.

    Die Ratsgruppe möchte wissen, ob die Verwaltung das Konzept um begrünte technische Verschattungen ergänzen und Kontakt zu anderen Kommunen mit entsprechenden Erfahrungen aufnehmen wird.

  • STADTGESTALTER/Volt fordern 360-Liter-Mülltonnen und besseren Schutz vor Fremdeinwürfen

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    04.03.2026Ausschuss für Sicherheit, Umwelt und NachhaltigkeitDie Anfrage wird schriftlich beantwortet.

    Die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt hat eine Anfrage zum Abfallmanagement gestellt und fordert vom USB die Einführung einer neuen 360-Liter-Tonnengröße. Zudem sollen Schwerkraftschlösser gegen illegale Entsorgung angeboten werden.

    Die Ratsgruppe STADTGESTALTER/Volt sieht beim Umwelt- und Serviceabetrieb (USB) Handlungsbedarf bei den verfügbaren Behältergrößen. In einer Anfrage für die Sitzung des Ausschusses für Sicherheit, Umwelt und Nachhaltigkeit am 4. März 2026 kritisiert die Gruppe eine entstandene Lücke im Angebot.

    Problematische Lücke bei Behältergrößen

    Nach der Abschaffung der 660-Liter-Behälter klafft laut der Anfrage eine große Lücke im Sortiment: Nach Tonnen mit 240 Litern Volumen folgen bereits Behälter mit 770 Litern. „Kleine Mehrfamilienhäuser, gerade wenn diese Abfälle vermeiden wollen, stellt dies vor Probleme“, heißt es in dem Schreiben von Ratsmitglied Stefanie Beckmann.

    Die zu kleinen 240-Liter-Tonnen führten dazu, dass unter Umständen eine Vielzahl einzelner Behälter benötigt werde. Verschärft worden sei das Problem durch die flächendeckende Einführung der Wertstofftonne, wodurch vielerorts der Platz fehle und Tonnen dauerhaft im öffentlichen Raum stünden.

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    Vorteile einer 360-Liter-Tonne

    Eine 360-Liter-Tonne, die der Tonnenhersteller des USB neu anbietet, wäre laut STADTGESTALTER/Volt bei kleineren Häusern bedarfsgerecht und spare in vielen Fällen mindestens eine Tonne je Abfallfraktion ein. Da sie nicht viel mehr Grundfläche einnehme als die 240-Liter-Tonne, könne sie als Standardtonne bei Papier und Wertstoffen eingesetzt werden. Für den USB ergebe sich der Vorteil, insgesamt weniger Behälter leeren zu müssen.

    Problem mit illegaler Entsorgung

    Als weiteres Problem benennt die Ratsgruppe die illegale Entsorgung durch benachbarte Einfamilienhäuser, die ihre Abfallspitzen in den großen Behältern von Mehrfamilienhäusern entsorgen. Besonders betroffen seien 770- und 1.100-Liter-Großbehälter.

    In Bochum gebe es die 1.100-Liter-Behälter nur mit Runddeckel, wodurch die Anbringung eines Schwerkraftschlosses nicht möglich sei. Wer Fremdeinwürfe verhindern wolle, müsse mehrere Behälter mit Flachdeckel bestellen.

    Sieben konkrete Fragen an den USB

    Die Ratsgruppe stellt sieben Fragen zur Bewertung und Einführung der 360-Liter-Tonne, zum geschätzten Bedarf unter Berücksichtigung der Mehrfamilienhausstruktur sowie zu den Vorteilen für Abfallvermeidung und Betriebsablauf. Außerdem wird nach dem Zeitplan für eine mögliche Einführung gefragt.

    Weitere Fragen betreffen die Entscheidung für Runddeckel bei großen Behältern und ob der USB künftig Schwerkraftschlösser als Service anbieten wird, wie es beispielsweise die Wirtschaftsbetriebe Duisburg tun.

  • Verwaltung lehnt hellen Bodenbelag für Unterführung Dorstener Straße ab

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.03.2026Bezirksvertretung Bochum-Mitte(S. auch Protokollierung „Vor Eintritt in die Tagesordnung“) Die Vorlage der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

    Die Stadt Bochum sieht von einer hellen Beschichtung des Fußbodens in der Unterführung Dorstener Straße ab. Grund sind Sicherheitsbedenken und die Nutzung als offizielle Graffiti-Fläche. Die Reinigung der verschmierten Deckenlampen erfolgt regelmäßig durch die Stadtwerke.

    Die Bezirksvertretung Bochum-Mitte hatte im Juni 2025 nach Verbesserungsmöglichkeiten für die Unterführung Dorstener Straße im Grünzug Nord gefragt. Bürger hatten sich über das Unsicherheitsgefühl in dem Bereich beschwert, besonders in der dunklen Jahreszeit. Die Deckenlampen seien mit Farbe beschmiert und würden kaum noch Licht spenden.

    Regelmäßige Reinigung der Beleuchtung

    Die Verwaltung bestätigt in ihrer Antwort, dass die Deckenlampen von den Stadtwerken Bochum regelmäßig gereinigt werden. Allerdings halte der saubere Zustand nicht lange an. Die Reinigungsarbeiten erfolgen im Rahmen der allgemeinen Unterhaltung der öffentlichen Straßenbeleuchtung.

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    Heller Bodenbelag nicht empfehlenswert

    Von einer hellen Beschichtung des Fußbodens rät die Verwaltung ab. Als Hauptargumente führt sie Sicherheitsaspekte an: Der Boden müsse eine gewisse Rutschfestigkeit aufweisen. Zudem seien helle Beläge sehr schmutzanfällig und würden durch Schmutzeintrag schnell wieder dunkel und dreckig aussehen.

    Unterführung als offizielle Graffiti-Fläche

    Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Nutzung der Unterführung als eine der Bochumer Freiflächen für Graffiti. Jeder habe hier die Möglichkeit zu sprayen. Bei einer helleren Gestaltung bestehe das Risiko, dass diese nach dem Geschmack der jeweiligen Sprayer schnell wieder übersprüht werde und nicht von langer Dauer wäre.

    Kostenangaben für eine eventuelle Beschichtung macht die Verwaltung aufgrund ihrer ablehnenden Haltung nicht.

  • Fraktionsübergreifender Antrag zur Sanierung von Hochbeeten im Stadtbezirk Mitte

    Beratungsfolge

    DatumGremiumErgebnis
    05.03.2026Bezirksvertretung Bochum-Mittenoch nicht beraten

    SPD, Grüne und Die Linke haben einen gemeinsamen Änderungsantrag zur systematischen Erhebung des Sanierungsstands aller Hochbeete im Stadtbezirk Bochum-Mitte eingereicht. Für die dringendsten Sanierungsmaßnahmen sollen bis zu 23.000 Euro bereitgestellt werden.

    Die drei Fraktionen der Bezirksvertretung Bochum-Mitte haben sich auf einen gemeinsamen Änderungsantrag zur Hochbeetsanierung in der Katharina- und Schmidtstraße geeinigt. Der Antrag soll in der 4. Sitzung der Bezirksvertretung am 05.03.2026 behandelt werden.

    Umfassende Bestandsaufnahme geplant

    Der Antrag sieht vor, dass die Verwaltung mit einer systematischen Erhebung des Sanierungsstands aller Hochbeete im Stadtbezirk Bochum-Mitte beauftragt wird. Dabei sollen sowohl die Standorte erfasst als auch die geschätzten Kosten für die jeweiligen Sanierungsmaßnahmen ermittelt werden. Die Bezirksvertretung soll anschließend über die Ergebnisse unterrichtet werden.

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    23.000 Euro für dringendste Sanierungen

    Für die prioritären Sanierungsmaßnahmen stellt die Bezirksvertretung eigene Mittel in Höhe von bis zu 23.000 Euro zur Verfügung. Die Antragsteller betonen, dass vor dem Hintergrund begrenzter Haushaltsmittel zunächst die dringendsten Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

    Wichtiger Beitrag zur Aufenthaltsqualität

    In der Begründung heben die Fraktionen die Bedeutung der Hochbeete für die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum hervor. Sie tragen zur ökologischen Aufwertung bei, fördern bürgerschaftliches Engagement und verbessern das Mikroklima. Zudem stärken sie das nachbarschaftliche Miteinander in den Quartieren.

    Unterschiedlicher baulicher Zustand festgestellt

    Die Antragsteller verweisen darauf, dass sich der bauliche Zustand vieler Hochbeete in den vergangenen Jahren unterschiedlich entwickelt hat. Witterungseinflüsse, Materialermüdung und teilweise fehlende Unterhaltung haben dazu geführt, dass einzelne Anlagen sanierungsbedürftig oder in ihrer Funktion eingeschränkt sind. Ein systematischer Überblick über den aktuellen Sanierungsstand liegt bislang nicht vor.

    Den Antrag haben die Fraktionsvorsitzenden David Schnell (SPD), Karsten Finke (Grüne) und Ida Paul (Die Linke) gemeinsam unterzeichnet.